Magazin

Kaufratgeber
10
Auto aus USA importieren: Kosten, Ablauf und Rechenbeispiel

Auto aus USA importieren: Kosten, Ablauf und Rechenbeispiel

Stand: 7. August 2026. Ob ein Fahrzeugimport aus den USA wirtschaftlich ist, entscheidet nicht der Kaufpreis allein. Eine seriöse Kalkulation folgt der gesamten Kette vom Verkäuferstandort bis zur Zulassung in Deutschland und weist Annahmen, aktuelle Angebote und noch offene Positionen getrennt aus.

Konkretes Fahrzeug kalkulieren  |  VIN-Herkunft technisch vorprüfen  |  Möglichen Zollvorteil verstehen

Die Kostenkette beim Autoimport aus den USA

PhaseTypische KostenWovon sie abhängen
1. FahrzeugkaufKaufpreis, Auktion, Vermittlung, ZahlungsabwicklungFahrzeug, Verkäufer, Zahlungsweg und Vertragsbedingungen
2. Transport in den USAAbholung, Inlandstransport, ZwischenlagerungStandort, Entfernung, Fahrzeuggröße, Fahrbereitschaft und Zeitfenster
3. Export und VerschiffungExportabwicklung, Hafen, Seefracht, VersicherungAbgangshafen, RoRo oder Container, Route, Saison und Fahrzeugwert
4. EinfuhrabgabenEinfuhrzoll und EinfuhrumsatzsteuerEinreihung, Zollwert, Ursprung, Transportnachweise und aktuelle Rechtslage
5. EU-Hafen und WeitertransportHandling, Zollvertretung, Lagerung, Transport zum ZielortHafen, Standzeit, Dokumente und Zieladresse
6. Technik und ZulassungUmrüstung, Datenblatt, Abnahme, ZulassungModell, Baujahr, Ausstattung, Zustand und vorhandene Nachweise

Die Rechenlogik in vier Schritten

  1. Kaufpreis umrechnen: Den tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preis mit dem für das Szenario dokumentierten Kurs in Euro umrechnen.
  2. Zollwert bestimmen: Nach den anwendbaren Zollwertregeln einzubeziehende Kosten bis zum maßgeblichen EU-Ort hinzurechnen, zum Beispiel bestimmte Fracht- und Versicherungskosten.
  3. Zoll berechnen: Zollwert mit dem für Einreihung und Ursprung anwendbaren Satz multiplizieren. Für qualifizierende US-Ursprungswaren können seit 1. Juli 2026 0 % anwendbar sein; das ist gesondert nachzuweisen.
  4. Einfuhrumsatzsteuer und Nebenkosten addieren: In Deutschland regelmäßig 19 % auf die maßgebliche EUSt-Bemessungsgrundlage berechnen und anschließend Hafen, Weitertransport, Umrüstung, Abnahme und Zulassung ergänzen.

Kurzformel: Gesamtkosten = Kaufpreis in Euro + US-Kosten + Verschiffung/Versicherung + Zoll + Einfuhrumsatzsteuer + EU-Hafen/Weitertransport + Umrüstung/Abnahme/Zulassung + Reserve für noch offene Positionen.

Rechenbeispiel 2026: so wird aus einem Kaufpreis ein Szenario

Das folgende Beispiel erklärt nur die Methode. Es ist kein Angebot und verwendet bewusst runde Annahmen:

  • Fahrzeugpreis nach dokumentierter Umrechnung: 30.000 Euro
  • angenommener US-Inlandstransport, Export, Fracht und Versicherung bis zum maßgeblichen EU-Ort: 3.000 Euro
  • vereinfachter Zollwert im Beispiel: 33.000 Euro
  • angenommener Zollsatz nach positiver Einzelfallprüfung: 0 %; Zollbetrag im Beispiel: 0 Euro
  • angenommene weitere, in die EUSt-Bemessungsgrundlage einbezogene Kosten: 500 Euro
  • vereinfachte EUSt-Bemessungsgrundlage: 33.500 Euro; 19 % entsprechen 6.365 Euro

Zwischensumme im Beispiel: 39.365 Euro. Noch nicht enthalten sind variable EU-Hafenentgelte, Zollvertretung, Weitertransport, Umrüstung, technische Abnahme, Zulassung und eine Risikoreserve. Falls statt 0 % ein anderer Zollsatz gilt, erhöht der Zollbetrag regelmäßig auch die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer. Deshalb darf der mögliche Zollvorteil erst nach der Ursprungs- und Transportprüfung eingerechnet werden.

Was seit Juli 2026 beim Zoll besonders wichtig ist

Die EU hat die Zölle auf US-Industriegüter beseitigt. Beim einzelnen Fahrzeug bleiben aber zolltarifliche Einreihung, nichtpräferenzieller US-Ursprung und der Nachweis des Direkttransports oder der Nichtveränderung unter Zollaufsicht maßgeblich. Eine VIN ist nur Teil der technischen Vorprüfung. Details stehen im getrennten Zollvorteil-Ratgeber; der Zollfrei-Check dient als transaktionale Vorprüfung.

Warum pauschale Preislisten schnell falsch werden

Wechselkurse, US-Inlandstransport, Frachtraten, Versicherungswerte, Hafenentgelte und Umrüstungskosten ändern sich. Auch Fahrzeugtyp und Zustand können die Einreihung oder technische Arbeit beeinflussen. Deshalb dokumentiert eine belastbare Kalkulation immer Datum, Quelle und Status jeder Annahme: bestätigt, aktuelles Angebot, Rechenannahme oder noch offen.

Unterlagen für eine belastbare Kalkulation

  • konkretes Inserat oder Kaufvertrag mit Preis und Währung
  • vollständige VIN und Fahrzeugdaten
  • Standort in den USA und gewünschter Zielort
  • Angaben zu Fahrbereitschaft, Zustand und Abmessungen
  • verfügbare Fertigungs-, Eigentums- und Transportdokumente
  • Hinweise auf Umbauten, Schäden oder fehlende Fahrzeugpapiere

Individuelle Kostenprüfung anfragen

Häufige Fragen zu den Kosten eines US-Auto-Imports

Welche Kosten gehören zu einem US-Auto-Import?

Zur vollständigen Kalkulation gehören mindestens Kaufpreis, Zahlungs- oder Vermittlungskosten, US-Inlandstransport, Export- und Hafenkosten, Verschiffung und Versicherung, Einfuhrabgaben, Abfertigung im EU-Hafen, Weitertransport, mögliche Umrüstung und technische Abnahme sowie Zulassung und weitere Nebenkosten.

Wie wird der Zollwert eines Fahrzeugs ermittelt?

Ausgangspunkt ist regelmäßig der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis. Hinzugerechnet werden nach den Zollwertregeln unter anderem einzubeziehende Transport- und Versicherungskosten bis zum maßgeblichen Ort in der EU. Die konkrete Ermittlung hängt von Kauf- und Transportkonstellation ab.

Entfällt bei 0 % Zoll auch die Einfuhrumsatzsteuer?

Nein. Ein möglicher Zollsatz von 0 % betrifft nur den Einfuhrzoll. Die Einfuhrumsatzsteuer fällt in Deutschland regelmäßig weiterhin an und wird auf ihre eigene Bemessungsgrundlage berechnet.

Warum kann ein Pick-up anders kalkuliert werden als ein Pkw?

Die zolltarifliche Einreihung richtet sich nach den objektiven Eigenschaften und der Nutzung des konkreten Fahrzeugs. Ein Pick-up oder Nutzfahrzeug kann deshalb einer anderen Position und einem anderen Zollsatz unterliegen als ein Pkw.

Reicht die VIN für eine verbindliche Zoll- und Kostenberechnung?

Nein. Die VIN unterstützt die technische Identifikation und kann Hinweise auf Werk oder Montageland liefern. Für eine belastbare Kalkulation werden zusätzlich Einreihung, Ursprung, Kaufunterlagen, Transportweg und weitere Nachweise benötigt.

Wie berücksichtigt USCar Trader Wechselkurse und variable Preise?

Die Kalkulation verwendet den für das konkrete Angebot gewählten Umrechnungskurs und aktuell vorliegende Transport- und Dienstleisterpreise. Weil Kurse, Frachten und Hafenentgelte schwanken, werden Annahmen und Gültigkeitszeitpunkt im individuellen Szenario ausgewiesen.

Wie erhalte ich eine belastbare Gesamtkalkulation?

Wählen Sie ein konkretes Fahrzeug oder senden Sie Angebot, VIN, Standort, Kaufpreis und Zielort an USCar Trader. Wir trennen feste Positionen, aktuelle Angebote, steuerliche Annahmen und noch offene Nachweise, damit Risiken vor dem Kauf sichtbar werden.

Amtliche Grundlagen und Hinweis

Alle Zahlen im Rechenbeispiel sind frei gewählte Annahmen mit Stand 7. August 2026 und kein Angebot. Der tatsächliche Zollwert, Zollsatz, EUSt-Wert und die Anerkennung von Unterlagen werden im Einzelfall bestimmt. USCar Trader erstellt eine individuelle Kostenprognose; Zoll- und Steuerentscheidungen treffen die zuständigen Stellen.

phone2021-10-06
Muscle Cars importieren - Es muss nicht immer Mustang sein

Muscle Cars importieren - Es muss nicht immer Mustang sein

Ein amerikanisches Muscle Car ist für viele ein unbezahlbarer Traum. Doch es gibt neben den bekannten Sportwagen auch durchaus weitere Klassiker, die nicht weniger Charme und Kraft haben. Und ein Stück mehr Individualität zeigen.

Importieren Sie ihr Muscle Car- Alternativen gibt es viele

Muscle Cars wie Ford Mustang, Shelby AC Cobra, Dodge Charger oder Chevrolet Camaro sind bekannt und haben eine hohe Nachfrage. Dementsprechend hoch sind die Preise. Neben den Stars der Szene existieren jedoch auch einige Klassiker, die wenig beachtet werden. Häufig zu Unrecht. Technisch meist ebenso gut und ebenfalls im Design interessant, sind sie besonders auf deutschen Straßen kaum zu sehen. Solch, eher unbekannte, Fahrzeuge finden oft mehr Beachtung als die „Massenware“. Im Folgenden stellen wir Ihnen 11 interessante Alternativen vor.

AMC AMX

AMC? Ja, von diesem Hersteller wurde auch der berüchtigte Gremlin produziert. Jedoch hat der AMX nur wenig mit diesem gemein. Er wurde aufgrund seines vergleichsweise kurzen Radstandes und der bärenstarken Motoren gern mit der Corvette verglichen. Heute lassen ihn nicht nur das Design und die Kraft zur interessanten Alternative werden. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis liegt im Rahmen. Trotz der im Vergleich geringeren Leistung konnte er sich durch sein geringes Gewicht mit den wesentlich größeren und stärkeren Konkurrenten messen.

AMC Javelin

Ein direkter Kontrahent von Ford Mustang und Chevrolet Camaro ist der AMC Javelin. Ein interessantes Detail: Die AMX-Variante der zweiten Generation war das erste Pony Car, welches von den Strafverfolgungsbehörden eingesetzt wurde. Bereits in der ersten Generation glänzte der Wagen mit einigen Innovationen im Bereich Sicherheit. Es wurden Motoren mit 3,8 bis 6,6 Litern Hubraum und einer Leistung von 110 bis 340 PS angeboten. Er wurde von 1967 bis 1974 gebaut.

AMC Rambler-Marlin

Auch der AMC Rambler Marlin ist einen zweiten Blick wert. Eher selten zu finden, aber dennoch preiswert ist der Zweitürer mit Fließheck. Nur zwei Jahre produziert, ist er in Europa noch mehr Rarität als er es in seiner Heimat ist. Als Exot zieht er hier viele Blicke auf sich. Die Motoren haben einen Hubraum von 3,8 bis 5,4 Liter und liefern ein Leistung von 155 bis 277 PS. Im Gegensatz zu vielen anderen Muscle Cars jener Zeit war der Rambler Marlin luxuriös ausgestattet und mit hochwertigen Materialien versehen.

Buick Gran Sport

Auch Buick spielte in der Liga der Muscle Cars mit. Ab 1965 wurde der Buick Gran Sport 400 angeboten. Mit seinem 6,6-Liter-V8-Motor leistet er 330 PS. 1967 wurde ein komplett neu entwickelter Motor mit einer Leistung von 345 PS. 1969 wurde der Buick modifiziert. Stage 1 erreichte nun 350 PS und die seltene Variante Stage 2 offiziell 365 PS. Messungen ergaben, dass die Leistung real sehr viel höher lag. 1970 wurde der GS400 durch den GS455 ersetzt. Nun kam eine 7,5-Liter-Maschine mit 350 PS, ab 1972 als Stage 1 auch mit 375 PS zum Einsatz. Ein etwas schwächeres Schwestermodell (Gran Sport 340/350) mit einem 5,6-Liter-V8 wurde ab 1967 produziert. (Bildauthor: Greg Gjerdingen)

Chevrolet Chevelle SS

Der Chevelle wurde von 1964 bis 1977 gebaut. Die sportlichen Versionen, die den Muscle Cars zuzurechnen sind, wurden ab 1966 angeboten. Sie wurden zu Beginn mit einem 6,5-Liter-V8-Motor ausgestattet, welcher bis zu 380 PS auf die Straße bringt. Später bekam der Super Sport einen 7,4-Liter-Motor mit einer Leistung von mehr als 270 PS. (Bildauthor: nakhon100)

Ford Torino

Ein Highlight von Ford und auch in den USA von großer Beliebtheit ist der Ford Torino. Besonderen Sammlerwert besitzen die sportlichen Torino Cobra, die in einigen Modelljahren angeboten wurden. Der in mehreren Karosserievarianten gebaute Mittelklassewagen verfügt über 5,8 bis 7,5 Liter große Motoren mit einer Leistung von 154 bis 205 PS. Der Torino besticht nicht mit den stärksten Motorleistungen. Vertritt mit seinem Design jedoch durchaus die Klasse der Muscle Cars und durch seine vergleichsweise gute Ausstattung und Seltenheit ein interessantes Fahrzeug mit Wertsteigerungspotenzial. (Bildauthor: Sicnag)

Mercury Cougar

Ebenfalls bedeutend günstiger als die etablierten Konkurrenten ist der Mercury Cougar zu kaufen. Er wurde von 1967 bis 1970 als sogenanntes „ Pony-Car “ mit Motoren von 4,7 bis 7,0 Litern Hubraum produziert. Mit der zweiten Generation von 1970 bis 1973 wuchs er auf eine Länge von über fünf Metern. Die ausschließlich mit V8-Motoren ausgelieferten Sportwagen leisten zwischen 202 und 380 PS. Mercury ist eine Marke der Ford Motor Company. Der Cougar ist technisch in vielen Belangen mit dem Ford Mustang identisch. Er gilt als die besser ausgestattete Variante des Kult-Klassikers. (Bildauthor Greg Gjerdingen)

Mercury Cyclone

Das Schwestermodell des Ford Mustang wurde 1964 vorgestellt und bis 1971 angeboten. Ausgestattet mit V8-Motoren mit 4,9 bis 7,0 Litern Hubraum leisten sie 213 bis 390 PS. Ein besonderes Highlight war die von 1970 bis 1971 angebotene limitierte Version Cyclone Spoiler. Sie hat ein Sperrdifferential an der Hinterachse, Spoiler an Front und Heck sowie einen speziellen Zierstreifen.

Plymouth Road Runner

Stark und im typischen Stil der Muscle Cars der 1960er und 1970er Jahre kommt der Road Runner daher. Eine schier endlose Motorhaube und ein langgezogener Kofferraum dominieren die Silhouette. Ebenfalls typisch sind die spartanische Ausstattung und die verwendeten, eher billig anmutenden Materialien im Innenraum. Trotzdem ist er ein durchaus ernstzunehmender Kandidat unter den amerikanischen Vintage-Sportwagen. Gebaut wurde er zwischen 1967 und 1980 mit Motoren von 6,3 bis 7,2 Litern Hubraum. Die Leistung liegt zwischen 340 und 431 PS. Die Spitze der Motorleistung wurde 1971 erreicht. Durch die Weigerung der Versicherungen, diese Fahrzeuge zu versichern, sank sie langsam ab. Der Plymouth Road Runner Superbird erreichte 1971 als erstes Muscle Car eine Geschwindigkeit von 322 km/h ( 200 Meilen).

Plymouth Sport Fury

Wenig bekannt ist, dass der Plymouth Fury in seiner Sportversion ebenfalls den frühen Muscle Cars zuzurechnen ist. Der zwischen 1964 und 1973 gebaute Wagen hat einen 7,0 Liter V8 und eine Leistung von 370 und 380 PS. Er war in mehreren Karosserievarianten erhältlich und war die Antwort des Chrysler-Konzerns auf den 1963 erschienenen Pontiac GTO.

Pontiac LeMans GTO

Die erste Generation des GTO ist vergleichsweise teuer. Fahrzeuge der Serie 2 von 1968 bis 1972 sind etwas erschwinglicher und bieten durchaus vergleichbare Leistung zu Mustang und Co. Auch optisch macht er viel her und hebt sich wohltuend vom Meer der meisten Muscle Cars ab. Die Hubraumstarken Achtzylinder haben zwischen 6,6 und 7,5 Liter. Mit 253 bis 375 PS ist der GTO ähnlich stark wie die Konkurrenten. Die Zeitschrift Motor Trend erkor den GTO 1968 zum Automobil des Jahres.

Unterschätzte Stars-Individualität für Jeden!

Natürlich ist diese Liste nicht vollständig. Der US-amerikanische und kanadische Markt hält weit mehr Schönheiten mit Stil und viel Leistung bereit. Vielleicht muss es ja auch nicht das klassische Muscle Car sein. Im Amerika früherer Jahrzehnte wurden starke und große Motoren, die typisch für den amerikanischen Lifestyle sind, auch in Kombis, Vans und Pick-ups implantiert. Sicher finden Sie ihren Traumwagen mit dem charakteristischen V8-Sound in unserem Fahrzeugmarkt. USCar-Trader.com bietet Ihnen nicht nur die Suche nach Ihrem Schmuckstück, wir kümmern uns auch um einen sicheren Kauf, den Import inklusive aller Formalitäten und die Umrüstung. Sie suchen ein ganz spezielles Auto? Unsere detaillierte Suchfunktion hilft Ihnen dabei.

phone2023-09-22
Unterschiede beim Neuwagenkauf: So geht's in den USA

Unterschiede beim Neuwagenkauf: So geht's in den USA

Wer in Deutschland einen Neuwagen kauft, kann das Fahrzeug mit einem Konfigurator nach eigenen Wünschen gestalten. Das ist zwar auch in Amerika möglich, allerdings gibt’s einige Unterschiede. USCar-Trader.com klärt auf, wie Sie in den USA einen Neuwagen kaufen.

Fast jeder Autofahrer hat schon einmal den Konfigurator auf den Webseiten der Autohersteller genutzt, um sich einen Neuwagen nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und schlussendlich den Gesamtpreis für das individuelle Traumauto anzeigen zu lassen. Ob Volkswagen, Mercedes oder BMW: Fast alle Hersteller bieten hierzulande den Service, aus unterschiedlichen Antrieben, Lackierungen oder Sonderausstattungen zu wählen.

Das ist auch beim Neuwagenkauf in den USA möglich, allerdings weisen die Konfiguratoren in den Staaten diverse Unterschiede auf. Nachdem Sie sich auf der Webseite der Hersteller für ein Fahrzeugmodell entschieden haben, beispielsweise den VW Atlas, können Sie aus verschiedenen Ausstattungslinien wählen, die bereits mit entsprechenden Sonderausstattungen und Features versehen sind. Heißt: Die eigene Zusammenstellung der Ausstattungen ist nur bedingt möglich!

Wählen die Kunden beispielsweise das Basismodell, also im Fall des VW Atlas die SE-Variante, erhalten sie ein Fahrzeug mit 18-Zoll-Alufelgen, digitaler Tachoanzeige (8 Zoll) sowie Notbremsassistent. Auch Sitzheizung und Toter-Winkel-Assistent sind bereits serienmäßig. Beim VW Atlas stehen insgesamt fünf Versionen zur Auswahl, die mit steigendem Grundpreis eine erhöhte Anzahl an Ausstattungen bieten, beispielsweise größere Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik oder zusätzliche Assistenzsysteme.

Kaum individuelle Wünsche möglich

Erst im nächsten Schritt wählen Autokäufer die Motorisierung, wobei jedem Fahrzeugmodell in der Regel ein fester Antrieb zugeordnet ist. Das bedeutet, dass sich das günstigste Standardmodell meist nicht mit dem stärksten Motor kombinieren lässt. Stattdessen stehen nur kleinere Anpassungen zur Auswahl, beispielsweise Antriebsart (Front-, Hinter- oder Allradantrieb) oder Getriebe. Wer ein leistungsstarkes Modell wünscht, der kann sich also nicht mit der Standardausstattung zufriedengeben.

Im weiteren Verlauf haben Interessenten die Möglichkeit, die Lackierung und eine Farbe für die Innenausstattung auszuwählen. Zu guter Letzt folgen nur noch Kleinigkeiten. Autokäufer können beispielsweise Felgen auswählen und weitere Ausstattungen (Dachgepäckträger, Fahrradträger, etc.) ordern. Es ist allerdings nicht möglich, tiefgreifende Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen. Im Gegensatz zum deutschen Markt, wo sich die Neuwagen beinahe bis ins kleinste Detail nach eigenen Anforderungen gestalten lassen, müssen sich Autokäufer in den USA mit Standardvarianten zufriedengeben.

Eine Lösung auch in Deutschland?

Wäre dieses Konzept auch in Deutschland denkbar? Ja! Die individuelle Zusammenstellung der Fahrzeuge stellt die Autohersteller vor große Herausforderungen, zudem müssen Kunden vor allem in der aktuellen Situation mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Die Konfiguratoren einiger Autobauer, beispielsweise Tesla, wurden bereits auf ein Minimum gekürzt, vergleichbar mit dem Prinzip in Amerika. Auch bei Volkswagen wurde der Konfigurator schon vor Längerem an das US-System angeglichen.

Meist sind die Konfiguratoren auf den Webseiten der deutschen Autohersteller zu komplex, stellen unerfahrene Autokäufer vor Herausforderungen. Nicht ohne Grund wünschen mehr als 80 Prozent aller Interessenten den persönlichen Kontakt im Autohaus. Nur einer von zehn Neuwagen wird im Internet gekauft. Onlineshopping beim Autokauf? In Zukunft also eher nicht! Auch das könnte dazu führen, dass Autobauer den Konfigurator auf der Webseite in Zukunft weiter vereinfachen.

phone2023-02-13
Autokauf in den USA - Händlergebühren mit berücksichtigen

Autokauf in den USA - Händlergebühren mit berücksichtigen

In Europa gilt bei Preisangaben das Prinzip, dass es sich um Endpreise handeln muss. Der angegebene Betrag enthält daher die - oft nochmal extra ausgewiesene - Umsatzsteuer und sonstige Kosten, die im Zusammenhang mit einem Kauf anfallen. Das gilt selbstverständlich auch für Autokäufe.

In den USA ist das nicht so. Hier kommen auf den angegebenen Preis für Fahrzeuge noch weitere Beträge on Top, die oft erst angegeben werden, wenn Käufer und Händler sich einig geworden sind und ein Vertrag unterzeichnet ist. Für deutsche Käufer, die ein Fahrzeug in den Vereinigten Staaten erwerben, ist vor allem die sogenannte Dokumentationsgebühr ("documentation fee" oder "doc fee") relevant. Ansonsten stellen Händler ihren Kunden noch Gebühren für die US-Zulassung und die Umsatzsteuer in Rechnung. Es gibt auch noch weitere Gebühren, die aber nicht durchgängig Anwendung finden.

Von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Preise

Eine Dokumentationsgebühr ist in Deutschland völlig unbekannt. Mit dieser Gebühr sollen die Kosten des BackOffice des Autohändlers abgedeckt werden. Der Papierkram beim Verkauf von Neu- oder Gebrauchtwagen verlangt eine Menge Arbeit und Aufwand. Darum kümmern sich oft eigene Mitarbeiter oder das Verkaufspersonal muss dafür einen nicht unerheblichen Teil seiner Arbeitszeit aufwenden.

Die Berechnung der Dokumentationsgebühr ist US-weit Standard. Manche Autohändler lassen bei der Höhe mit sich handeln, viele tun es nicht. Es ist noch nicht einmal zwingend, dass die Gebühr in der Rechnung explizit genannt wird. Viele Händler neigen dazu, die Dokumentationsgebühr nicht extra auszuweisen, sondern sie mit anderen "Nebenkosten" beim Kauf zu einem Posten zusammenzufassen. Ein Grund, warum viele US-Autokäufer der Dokumentationsgebühr wenig Aufmerksamkeit schenken. Dabei können die Kosten durchaus spürbar sein.

Die Höhe der Dokumentationsgebühr ist von Bundestaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von billigen 55 Dollar bis zu teuren 607 Dollar. In 35 Bundesstaaten gibt es keine gesetzlichen Begrenzungen für die Gebühr, dass schafft aus Händlersicht "Luft nach oben". Zum Teil werden die Gebühren als Prozentsatz vom vereinbarten Kaufpreis berechnet, zum Teil gelten Fixbeträge. Nur in einem Bundesstaat - in Alaska - muss die Gebühr im Autopreis enthalten sein, in allen anderen Bundesstaaten wird sie zusätzlich berechnet.

Die in dieser Hinsicht teuersten Bundesstaaten sind derzeit Florida (durchschnittlich 607 Dollar), gefolgt von Colorado (508 Dollar) und Georgia (502 Dollar). Am anderen Ende der Skala steht Kalifornien mit durchschnittlich 55 Dollar. Die hier aufgeführte Tabelle zeigt die aktuellen Durchschnittswerte für alle US-Bundesstaaten.

Bei der Kalkulation mit berücksichtigen

Konsequenz: zwei von Ausstattung, Alter und Zustand identische Fahrzeuge, die in Florida und Kalifornien für jeweils 20.000 Dollar angeboten werden, kosten trotzdem nicht das Gleiche. In Kalifornien ist der Wagen im Schnitt um rund 550 Dollar günstiger. Natürlich ist das eine isolierte Betrachtung, bei der andere mögliche Kostenunterschiede - zum Beispiel durch Transportkosten - außen vor bleiben. Man sollte sich aber als deutscher Kaufinteressent bewusst sein, dass mit der Dokumentationsgebühr zu kalkulieren ist.

Durchschnittliche Händlergebühren nach Bundesstaaten

BundesstaatDealer Fees
FloridaUSD 607
ColoradoUSD 508
GeorgiaUSD 502
North CarolinaUSD 466
AlabamaUSD 458
NevadaUSD 431
VirginiaUSD 403
ArizonaUSD 401
WyomingUSD 388
ConnecticutUSD 357
KentuckyUSD 354
MaineUSD 336
MassachusettsUSD 321
New HampshireUSD 304
IllinoisUSD 300
UtahUSD 293
South CarolinaUSD 293
IdahoUSD 286
MississippiUSD 274
New JerseyUSD 270
New MexicoUSD 263
OhioUSD 247
HawaiiUSD 245
OklahomaUSD 235
KansasUSD 235
Rhode IslandUSD 231
MontanaUSD 224
NebraskaUSD 222
MichiganUSD 220
MissouriUSD 190
IndianaUSD 178
West VirginiaUSD 175
WisconsinUSD 152
VermontUSD 148
WashingtonUSD 145
PennsylvaniaUSD 144
IowaUSD 134
MarylandUSD 131
TexasUSD 125
North DakotaUSD 124
LouisianaUSD 103
ArkansasUSD 97
South DakotaUSD 93
MinnesotaUSD 75
New YorkUSD 74
OregonUSD 61
CaliforniaUSD 55
Tennessee-
Delaware-
Alaska-

 

phone2021-03-12
Fahrzeughistorie - Die Alternative zu Carfax & Co

Fahrzeughistorie - Die Alternative zu Carfax & Co

Jeder Gebrauchtwagenkauf gleicht oft dem berühmten "Kauf der Katze im Sack". Dabei bleibt unklar, ob das Fahrzeug wirklich hält, was es verspricht. Die Verkäuferseite ist naturgemäß bestrebt, das Auto im besten Licht darzustellen und einen hohen Preis zu erzielen, wobei Mängel gerne verschwiegen werden. Dieses Risiko besteht insbesondere beim Import von Gebrauchtwagen aus den USA, wo die große Entfernung und der zeitliche Abstand zusätzliche Herausforderungen darstellen.

Minimierung des Risikos: Die Bedeutung einer verlässlichen Fahrzeughistorie

Eine umfassende Prüfung der Fahrzeughistorie ist essentiell, um das Risiko eines Fehlkaufs zu minimieren. USCar Trader bietet in Zusammenarbeit mit unserem Partner eine detaillierte Abfrage der Fahrzeughistorie. Dies ist eine ausgezeichnete Carfax Alternative, die es ermöglicht, die Historie von in den USA stammenden Fahrzeugen detailliert zu überblicken. So können Käufer die Verlässlichkeit der Verkäuferangaben vor dem Kauf verifizieren.

ClearVIN - Eine Carfax Alternative

ClearVIN nutzt umfangreiche Datenbanken und ist eine effektive Carfax Alternative. Es zieht Informationen von US-State Departments of Motor Vehicles (DMV), Autoherstellern, Händlern, Leasingfirmen, Bergungsunternehmen und Versicherern heran. Diese vielfältigen Datenquellen ermöglichen eine fast lückenlose Rekonstruktion der Fahrzeughistorie, weitgehend unabhängig von den Angaben der Vorbesitzer.

Der Report: Mehr als nur Historie

Der von ClearVIN bereitgestellte Report ist umfassend und deckt alle Aspekte der Fahrzeughistorie ab. Dies beinhaltet nicht nur grundlegende Informationen, sondern auch Details zu allen bekannten Auffälligkeiten und Ereignissen in der Vergangenheit des Fahrzeugs. Das einbezogene Scoring-System, basierend auf mathematisch-statistischen Verfahren, bewertet den Zustand des Fahrzeugs und liefert so eine objektive Grundlage für die Kaufentscheidung. Dieser Report ist gegen eine Gebühr online abrufbar und bietet eine transparente Übersicht für Käufer.

Fazit: Warum ein History-Report so wertvoll ist

Ein umfassender History-Report kann das Risiko eines Gebrauchtwagenkaufs signifikant reduzieren. Es bietet eine solide Grundlage zur Bewertung des Fahrzeugs, ersetzt aber nicht die persönliche Inspektion. Unentdeckte Schäden oder inoffizielle Reparaturen, die nicht dokumentiert wurden, bleiben eine Herausforderung. Eine persönliche Fahrzeuginspektion in den USA und Kanada vor dem Kauf, angeboten durch USCar Trader, kann dieses Restrisiko minimieren.

ClearVIN - Ihre zuverlässige Alternative zu Carfax

ClearVIN ist eine zuverlässige Carfax Alternative, die sich durch umfangreiche und präzise Informationen auszeichnet. Sie bietet Zugang zu Daten von führenden Quellen und Experten der Automobilbranche, einschließlich NMVTIS, NVS, NHTSA, J.D. Power, Black Book und weiteren. Mit ClearVIN erhalten Käufer eine umfassende und vertrauenswürdige Einsicht in die Fahrzeughistorie, die eine fundierte Kaufentscheidung ermöglicht.

phone2021-03-11
Lohnt ein Import des VW Jetta aus den USA?

Lohnt ein Import des VW Jetta aus den USA?

In Deutschland konnte der VW Jetta nie ganz an den Erfolg anderer VW-Modelle anknüpfen. Ganz anders auf dem nordamerikanischen Markt. Hier ist der Jetta nach wie vor das populärste Fahrzeug europäischen Ursprungs. Er hat sich den guten Ruf einer sportlichen Limousine erarbeitet.

Seit Frühjahr 2018 ist in Nordamerika der neuste VW Jetta auf dem Markt, der Jetta VII. Erstmals vorgestellt wurde er auf der North American International Auto Show in Detroit im Januar 2018, der Verkauf startete zur Jahresmitte. Gebaut wird das Fahrzeug im VW-Werk im mexikanischen Puebla. Auf der Chicago Auto Show Anfang 2019 setzte VW noch eins oben drauf und präsentierte den Jetta GLI als sportliche Variante. Diese Version wird seit gut einem Jahr in den USA verkauft.

Kompaktwagen mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis - VW Jetta

In Europa wird der VW Jetta VII nicht angeboten. Wer ihn trotzdem haben will, muss ihn importieren. Unter bestimmten Bedingungen kann das sogar recht lohnend sein. Denn der Jetta der neuesten Generation besticht durch ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie seine Vorgänger-Varianten ist der VW Jetta VII ein typischer Vertreter der Kompaktklasse. Das kommt auch in den Maßen zum Ausdruck. Mit einer Länge von 4,7 Metern, 1,8 Metern Breite und 1,47 Metern Höhe passt der Wagen gut zu unseren Straßenverhältnissen.

Ein großer Pluspunkt ist das - im Verhältnis zur Wagengröße - großzügige Platzangebot. Bei einem Radstand von 2,69 Metern kommt im Innenraum kein Engegefühl auf und es besteht ausreichend Beinfreiheit. Der Kofferraum bietet 400 Liter Staufläche, genug für das Gepäck einer Familie auf Urlaubsreise. Das Interieur weist eine solide Verarbeitung auf und erfüllt gängige Ansprüche, ohne extravagant zu sein. Wer mondäne Eleganz sucht, wird sich vermutlich weniger für den VW Jetta VII begeistern. Wer auf Funktionalität schaut, ist dagegen bestens bedient.

In der "Normalversion" wird der VW Jetta VII von einem 1,4-Liter-Ottomotor mit 110 kW (150 PS) angetrieben. Das maximale Drehmoment liegt bei 250 Nm. Regulär wird das Fahrzeug mit 6-Gang-Schaltgetriebe angeboten, höhere Ausstattungsvarianten haben ein 8-Stufen-Automatikgetriebe. Beim "sportlichen" Jetta GLI treibt der aus dem Golf VII GTI bekannte Zweiliter-Ottomotor den Wagen mit 169 kW (230 PS) an. Hier ist serienmäßig ebenfalls ein 6-Gang-Schaltgetriebe vorgesehen. Ein 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ist auf Wunsch möglich.

Import am lukrativsten bei erst kurz Gebrauchten

Der Listenpreis für den VW Jetta VII beginnt bei 22.500 US-Dollar. Bei US-Händlern findet man Angebote, die bis zu 1.000 Dollar darunter liegen. Das ist für ein Fahrzeug dieser Klasse günstig - gemessen am deutschen Preisniveau. Allerdings sind die Kosten für den Import nicht berücksichtigt. Durch den Transport zum nächsten großen Hafen, Verschiffung, Verzollung und die Einfuhrumsatzsteuer kommt man auf einen Gesamtpreis um die 30.000 Euro. Dazu gibt hierzulande durchaus Alternativen

Der Import kann sich dagegen bei gebrauchten Jettas lohnen, die erst wenige Kilometer auf dem Buckel haben. Hier ist ein Erwerb bei einem Gesamtbudget von 23.000 Euro möglich - Importkosten inklusive. Einen Wagen vergleichbarer Größe mit vergleichbarer Ausstattung zu diesem Preis - den muss man bei uns suchen. Gut zu wissen: beim Import können Sie sich auf unsere Expertise als langjähriger Importeur von US-Fahrzeugen verlassen.

Foto: Volkswagen

phone2020-03-18