Lincoln MKZ
Lincoln MKZ gebraucht aus den USA importieren
Der Lincoln MKZ ist eine amerikanische Premium-Limousine der oberen Mittelklasse, die Fords Nobelmarke über mehr als ein Jahrzehnt trug. In Europa ist Lincoln offiziell nicht vertreten, weshalb praktisch jeder MKZ hierzulande ein Import ist - und der US-Gebrauchtmarkt bietet reichlich Auswahl. USCar Trader vermittelt den Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs unabhängig und koordiniert den Weg bis zur Zulassung in Deutschland.

Die Generationen im Überblick
Der MKZ ging 2007 aus dem Lincoln Zephyr hervor und teilte sich die Technik mit dem Ford Fusion und dem Mazda6. Die erste Generation (2007-2012) war eine klassische, komfortabel abgestimmte Limousine mit V6. Die zweite Generation (2013-2020) rückte auf die globale CD4-Plattform, erhielt ein markantes Fließheck-Design mit optionalem Panorama-Glasdach über die gesamte Dachfläche und wurde 2017 gründlich überarbeitet. Damit wuchs auch das Motorenangebot bis zum kräftigen 3,0-Liter-Biturbo. 2020 endete die Produktion - der MKZ blieb Lincolns letzte klassische Limousine.
Antrieb und Motorenpalette
Im US-Bestand der zweiten Generation dominiert der 2.0 EcoBoost-Vierzylinder-Turbo mit rund 245 PS. Verbreitet ist außerdem der 3,7-Liter-V6-Sauger mit etwa 300 PS. Ab 2017 kam der 3.0 EcoBoost-Biturbo-V6 mit rund 350 PS (Frontantrieb) beziehungsweise 400 PS (Allrad) hinzu. Parallel gab es den MKZ Hybrid mit 2,0-Liter-Atkinson-Benziner und E-Motor (Systemleistung etwa 188 PS), der auf sparsames Cruisen ausgelegt ist. Je nach Motor kam eine Sechsgang-Automatik zum Einsatz, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb.
Welche Ausstattung sich lohnt
Lincoln staffelte den MKZ über die Linien Premiere, Select und Reserve bis hin zur exklusiven Black Label mit hochwertigen Leder- und Materialthemen. Typische US-Ausstattungen umfassen belüftete Ledersitze, das Panorama-Glasdach, Revel-Audiosystem, adaptive Scheinwerfer und Assistenzsysteme. Karosserieseitig blieb es stets bei der viertürigen Limousine; der Hybrid war ohne Aufpreis gegenüber dem Basisbenziner erhältlich, was ihn im US-Markt beliebt machte.
Gebrauchtangebot in den USA
Das Angebot ist breit und günstig bestückt, mit Schwerpunkt auf Baujahren 2013 bis 2020. Laufleistungen liegen häufig zwischen etwa 50.000 und 150.000 Meilen. Da der MKZ oft als komfortabler Langstreckenwagen lief, sind gepflegte Reserve- und Black-Label-Exemplare gut zu finden. Fahrzeuge aus den Südstaaten sind meist rostarm; Nordstaaten-Autos verdienen eine Unterbodenkontrolle.
Für wen sich der Import lohnt
Der MKZ spricht alle an, die eine komfortable, üppig ausgestattete US-Limousine mit eigenständigem Auftritt suchen - besonders die kräftigen 3.0T-Modelle und die luxuriöse Black Label sind reizvoll, weil es in Europa nichts Vergleichbares von Lincoln gibt. Da der MKZ in Hermosillo (Mexiko) gebaut wurde, ist er kein US-Ursprungsfahrzeug; der Einfuhrzoll richtet sich entsprechend nach dem Herstellungsort.
Technische Daten im Überblick
| Fahrzeugklasse | Premium-Limousine obere Mittelklasse |
| Generationen | 1. Gen 2007-2012, 2. Gen 2013-2020 |
| Plattform (2. Gen) | Ford CD4 (mit Fusion verwandt) |
| Basismotor | 2.0 EcoBoost Turbo (ca. 245 PS) |
| Saug-V6 | 3.7 V6 (ca. 300 PS) |
| Topmotor | 3.0 EcoBoost Biturbo (350/400 PS) |
| Hybrid | 2.0 Atkinson + E-Motor (ca. 188 PS System) |
| Getriebe | 6-Gang Automatik (Hybrid: eCVT) |
| Antrieb | Frontantrieb oder Allrad (AWD) |
| Länge (2. Gen) | ca. 4.93 m |
| Leergewicht | ca. 1.650-1.850 kg |
| Kofferraum | ca. 430 Liter (Hybrid weniger) |
| Tankinhalt | ca. 62 Liter |
| Kraftstoff | Benzin (Hybrid: Benzin/elektrisch) |
| Sitzplätze | 5 |
| Produktion | Hermosillo, Mexiko |
Zuverlässigkeit: bekannte Problemzonen
Der 2.0 EcoBoost verlangt sauberes Öl und neigt bei Vernachlässigung zu Ölkohle und Steuerkettenverschleiß. Bei den V6-Motoren (3.5/3.7) sitzt die Wasserpumpe intern und wird von der Steuerkette angetrieben - ein Defekt kann Kühlmittel ins Öl bringen und ist teuer, weshalb Kühlmittelstand und Ölzustand genau zu prüfen sind. Beim Allradantrieb ist die Power Transfer Unit (PTU) ein bekannter Schwachpunkt, ihr Öl sollte gewechselt worden sein. Das frühe MyLincoln-Touch/Sync-System (Gen 2 vor der Überarbeitung) galt als hakelig. Die Hybridbatterie hält meist gut, sollte aber vor dem Kauf getestet werden. Die e-Latch-Türgriffe der zweiten Generation können ausfallen.
USA- und EU-Ausführung im Vergleich
Der MKZ wurde nie offiziell in Europa verkauft, entsprechend fehlen europäische Homologationen. Fahrzeuge tragen Meilentacho, US-Beleuchtung mit gelben Seitenmarkern und teils rote Heckblinker sowie amerikanische Radiobänder. Für die Einzelabnahme müssen Beleuchtung angepasst und eine Nebelschlussleuchte ergänzt werden. Ersatzteile lassen sich über die Ford-Verwandtschaft (Fusion) oft beschaffen, spezifische Lincoln-Teile kommen aus den USA.
In sieben Schritten zum eigenen US-Import
Zunächst wählen Sie ein konkretes Fahrzeug. Es folgen VIN- und Ursprungscheck (Herstellungsort Hermosillo), die Kaufabwicklung über Treuhand, der Seetransport, die Verzollung bei Ankunft, anschließend TÜV bzw. Einzelabnahme nach §21 StVZO und die Zulassung. USCar Trader begleitet diesen Ablauf als neutraler Vermittler ohne Fahrzeugmarge.
Zoll, Steuern und Kosten verstehen
Merke: Ohne Ursprungsnachweis kein 0-%-Zoll – und die 19 % Einfuhrumsatzsteuer gilt bei jeder Einfuhr.
Weil der MKZ in Mexiko gebaut wurde, greift die seit 01.07.2026 geltende Nullzoll-Regelung für US-Ursprungsfahrzeuge nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 hier in der Regel nicht - der Einfuhrzoll richtet sich nach dem tatsächlichen Herstellungsort. Unabhängig davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19% an, berechnet auf Fahrzeugwert plus Transport. Hinzu kommen Fracht, Versicherung und Abnahmekosten. Konkrete Euro-Preise nennen wir nicht; USCar Trader erhebt keine Marge auf das Fahrzeug.
TÜV und Zulassung in Deutschland
Für die Einzelabnahme werden die Blinker/Seitenmarker angepasst, eine Nebelschlussleuchte ergänzt und die Scheinwerfer auf Rechtsverkehr geprüft. Da keine europäische Typgenehmigung vorliegt, erfolgt meist eine Vollabnahme mit Gutachten. Nach bestandener Prüfung stellt die Zulassungsstelle die Papiere aus.
Die Kauf-Checkliste
- VIN prüfen und Herstellungsort (Mexiko) für die Zollfrage berücksichtigen
- Carfax/AutoCheck auf Unfälle und Titelstatus (clean/salvage)
- Kühlmittelstand und Ölzustand wegen interner V6-Wasserpumpe prüfen
- PTU-Ölwechsel-Historie beim Allradmodell
- Hybridbatterie und Systemfunktion testen
- e-Latch-Türgriffe und Sync-Infotainment auf Fehler prüfen
- Unterboden auf Rost bei Nordstaaten-Fahrzeugen
Fragen und Antworten
Wurde der Lincoln MKZ in Europa verkauft?
Nein, Lincoln ist in Europa offiziell nicht vertreten; jeder MKZ hierzulande ist ein Import.
Welcher Motor ist am häufigsten?
Der 2.0 EcoBoost-Turbo dominiert, gefolgt vom 3.7-V6. Ab 2017 kam der starke 3.0-Biturbo dazu, dazu der Hybrid.
Fällt beim Import Zoll an?
Da der MKZ in Mexiko gebaut wurde, greift die Nullzoll-Regelung für US-Ursprung meist nicht; der Zoll richtet sich nach dem Herstellungsort. Die 19% Einfuhrumsatzsteuer fallen immer an.
Wie zuverlässig ist der MKZ?
Bei gepflegtem Service ordentlich. Achten Sie auf die interne V6-Wasserpumpe, die PTU beim Allrad und das frühe Sync-System.
Lohnt sich der MKZ Hybrid?
Für sparsames Fahren ja; prüfen Sie vor dem Kauf den Zustand der Hybridbatterie.
Wie hoch sind die Laufleistungen?
Viele US-Exemplare liegen zwischen 50.000 und 150.000 Meilen.
Sind Ersatzteile verfügbar?
Über die Ford-Fusion-Verwandtschaft vieles ja; spezifische Lincoln-Teile kommen aus den USA.
Muss ich das Fahrzeug umrüsten?
Ja, üblich sind Anpassungen an Beleuchtung und Blinkern sowie eine Nebelschlussleuchte für die Einzelabnahme.
Mehr zur Marke finden Sie unter Lincoln im Carhub. Verwandte Modelle sind der Lincoln Continental, der Lincoln MKS und der technisch verwandte Ford Fusion. Sehen Sie sich die aktuellen MKZ Angebote an.