Honda Prelude

Honda Prelude gebraucht aus den USA importieren

Der Honda Prelude gehört zu den Sportcoupés, die auf dem US-Gebrauchtmarkt bis heute eine treue Anhängerschaft haben. Wer ein sauberes VTEC-Exemplar sucht, findet dort oft mehr Auswahl als in Europa – von der frühen, pop-up-scheinwerferbestückten Baureihe bis zur letzten Generation mit dem drehfreudigen H22-Vierzylinder. USCar Trader vermittelt als unabhängiger Partner ausschließlich gebrauchte Fahrzeuge und begleitet Sie von der Auswahl bis zur Zulassung.

Honda prelude – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: TTTNIS · CC0 · Wikimedia Commons

Die Generationen im Überblick

Der Prelude lief zwischen 1978 und 2001 in fünf Generationen vom Band. Die erste Baureihe (1978–1982) war ein kompaktes 2+2-Coupé, die zweite (1983–1987) prägte mit Klappscheinwerfern das Bild der 80er. Wirklich gesucht sind die späten Modelle: Die vierte Generation (1992–1996) brachte in den Topversionen erstmals den H22-DOHC-VTEC, die fünfte (1997–2001) baute darauf auf und bot in den USA vor allem die Varianten Base und Type SH. Letztere erhielt das aktive Torque-Transfer-System ATTS, das beim Herausbeschleunigen aus Kurven Antriebsmoment zwischen den Vorderrädern verteilt. Auch das mechanische Allradlenksystem (4WS) der dritten und vierten Generation ist ein technisches Alleinstellungsmerkmal, das den Prelude von zeitgenössischen Konkurrenten abhebt.

Antrieb und Motorenpalette

Im US-Bestand dominieren die Vierzylinder-Reihenmotoren mit quer eingebautem Frontantrieb. Häufig sind der F22-2,2-Liter (rund 135 PS) in den Basisversionen sowie der begehrte H22A-2,2-Liter-DOHC-VTEC, der je nach Jahrgang etwa 190 bis 200 PS leistet und über 7.000/min dreht. Ältere Baureihen fahren mit B20A- und B21A-Aggregaten. Angeboten wurden ein knackiges Fünfgang-Schaltgetriebe sowie eine Vierstufenautomatik. Der Schalter ist unter Enthusiasten klar bevorzugt, weil er den hochdrehenden VTEC-Charakter am besten auskostet.

Welche Ausstattung sich lohnt

Die US-Palette blieb übersichtlich. In der letzten Generation standen die Basisversion und die sportlichere Type SH zur Wahl; frühere Jahrgänge trugen Bezeichnungen wie S, Si und VTEC. Serienmäßig bot der Prelude bereits ein Schiebedach, während Lederausstattung, Klimaautomatik und höherwertige Audio je nach Trim variierten. Karosserieseitig blieb es durchgängig beim zweitürigen Coupé mit gestreckter Motorhaube und flacher Dachlinie.

Gebrauchtangebot in den USA

In den Vereinigten Staaten ist die Angebotslage breiter gestreut als hierzulande, sowohl bei originalnahen Sammlerstücken als auch bei getunten Alltagsautos. Typische Laufleistungen liegen je nach Baujahr zwischen etwa 120.000 und 250.000 Meilen; gepflegte, unmodifizierte H22-Exemplare mit Servicehistorie sind gesucht und entsprechend seltener. Rostarme Fahrzeuge aus den trockenen Südstaaten oder aus Kalifornien sind für den Import besonders interessant, weil die Substanz oft besser ist als bei europäischen Winterautos.

Für wen sich der Import lohnt

Der Import lohnt sich für alle, die ein bestimmtes Baujahr, eine seltene Ausstattung oder ein besonders rostfreies Basisauto für ein Restaurations- oder Youngtimer-Projekt suchen. Wer schlicht das nächstbeste Coupé möchte, wird auch lokal fündig – der Weg über die USA spielt seine Stärke bei Verfügbarkeit, Zustand und Originalität aus.

Technische Daten im Überblick

FahrzeugklasseSportliches 2+2-Coupé
Bauzeitraum (Modell)1978–2001, fünf Generationen
AntriebsartFrontantrieb, quer eingebauter Motor
Häufige MotorenF22 2,2 l; H22A 2,2 l DOHC VTEC
Leistung H22Aca. 190–200 PS
Drehzahlniveau VTECNennleistung über 6.500–7.000/min
Getriebe5-Gang manuell oder 4-Stufen-Automatik
Besonderheit4WS (Allradlenkung), ATTS bei Type SH
Längeca. 4,52 m (5. Gen.)
Leergewichtca. 1.290–1.340 kg
Tankinhaltca. 60 l
Sitzplätze4 (2+2)
Karosserie2-türiges Coupé
KraftstoffBenzin

Zuverlässigkeit: bekannte Problemzonen

Der Prelude gilt als robust, sofern die Wartung stimmt. Der H22 ist ein Zahnriemenmotor – der Wechsel samt Wasserpumpe in den vorgeschriebenen Intervallen ist Pflicht, ein gerissener Riemen führt zu kapitalen Schäden. Verteiler (Distributor) und Kurbelwellensensor können mit dem Alter Aussetzer verursachen. Die Vierstufenautomatik ist der schwächere Punkt und mag keine überzogenen Wechselintervalle. Rost tritt bevorzugt an den hinteren Radläufen, den Schwellern und rund um das Schiebedach auf. Bei der Type SH sollte die ATTS-Einheit auf Dichtheit und Funktion geprüft werden, da Ersatzteile hierfür rar sind.

USA- und EU-Ausführung im Vergleich

US-Fahrzeuge tragen andere Blinker- und Rückleuchtenkonzepte (oft rote statt gelber hintere Blinker), Seitenmarkierungsleuchten sowie einen Tacho in Meilen. Die Motorabstimmung und Abgastechnik entspricht US-Norm; für die deutsche Zulassung sind daher meist Anpassungen an Beleuchtung und Nebelschlussleuchte nötig. Ausstattungsdetails und Emissionslabels weichen von den einst in Europa verkauften Preludes ab.

In sieben Schritten zum eigenen US-Import

Am Anfang steht die Auswahl eines konkreten Fahrzeugs. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck (Fahrgestellnummer, Herstellungsort), danach die Abwicklung über einen Treuhandservice, der Seetransport im Container oder RoRo, die Verzollung bei Ankunft, anschließend TÜV-/Einzelabnahme nach §21 StVZO und zuletzt die Zulassung bei der örtlichen Stelle.

Zoll, Steuern und Kosten verstehen

Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.

Der Einfuhrzoll richtet sich beim Prelude nach dem tatsächlichen Herstellungsort. Ist ein US-Ursprung über VIN und Werk nachweisbar, kann nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 (seit 01.07.2026, Direkttransport vorausgesetzt, befristet bis 31.12.2029) ein Zollsatz von 0 % zur Anwendung kommen; ohne diesen Nachweis gilt der reguläre Pkw-Zollsatz. Unabhängig davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an – sie wird getrennt vom Zoll berechnet. Hinzu kommen Nebenkosten wie Transport, Versicherung, Zulassung und Abnahme. USCar Trader vermittelt und erhebt keine Fahrzeugmarge.

TÜV und Zulassung in Deutschland

Für die Einzelabnahme sind typischerweise die Beleuchtung (gelbe hintere Blinker bzw. konforme Leuchten, Nebelschlussleuchte), teils die Anpassung von Seitenmarkierungsleuchten und der Nachweis der Abgaswerte relevant. Nach bestandener Prüfung stellt der Sachverständige das Gutachten aus, mit dem die Zulassungsstelle Kennzeichen und Papiere ausgibt.

Die Kauf-Checkliste

1. VIN prüfen und Herstellungsort verifizieren. 2. Fahrzeughistorie über Carfax/AutoCheck einsehen (Unfälle, Titelstatus). 3. Titelstatus: sauberer Titel statt Salvage/Rebuilt. 4. Rost an Radläufen, Schwellern und Schiebedachrahmen kontrollieren. 5. Servicebelege zum Zahnriemen prüfen. 6. Bei Type SH ATTS-Funktion testen. 7. Getriebe (bes. Automatik) auf Schaltverhalten prüfen.

Fragen und Antworten

Welche Prelude-Generation ist für den Import am interessantesten?

Meist die vierte und fünfte Generation mit H22-VTEC, weil sie technisch am reizvollsten und noch gut auffindbar sind.

Ist der Import zollfrei?

Nein. Ein 0-%-Satz ist nur bei nachweisbarem US-Ursprung und Erfüllung der genannten EU-Verordnungen möglich; die 19 % Einfuhrumsatzsteuer fallen immer an.

Wie zuverlässig ist der H22-Motor?

Bei eingehaltenen Zahnriemenintervallen sehr langlebig; vernachlässigte Wartung ist das Hauptrisiko.

Bekomme ich Ersatzteile in Europa?

Verschleiß- und Motorteile sind gut verfügbar, spezielle ATTS- und 4WS-Komponenten dagegen selten.

Was ist mit dem Meilentacho?

Er darf bleiben, muss aber im Gutachten vermerkt sein; eine Umstellung auf km ist möglich, aber kein Muss.

Wie lange dauert der Import?

Von Kauf bis Zulassung sind je nach Transport und Terminlage meist mehrere Wochen einzuplanen.

Lohnt sich ein modifiziertes Exemplar?

Nur bei dokumentierten, eintragungsfähigen Umbauten – sonst drohen Probleme bei der Einzelabnahme.

Mehr Modelle finden Sie über Honda im Carhub. Ähnliche Sportcoupés sind der Toyota GR86, der Nissan Z und der Subaru BRZ. Sehen Sie sich auch aktuelle Prelude Angebote an.