Toyota GR86

Toyota GR86 gebraucht aus den USA importieren

Der GR86 ist Toyotas puristisches Heckantriebs-Coupé – ein leichtes, ausgewogenes Sportgerät, das gemeinsam mit Subaru entwickelt und in Japan gebaut wird. In den USA ist das Modell breit motorisiert und stark im Enthusiasten-Segment vertreten, was den Gebrauchtimport reizvoll macht. Als unabhängiger Vermittler für gebrauchte US-Fahrzeuge begleiten wir Auswahl, Prüfung, Transport und Zulassung, ohne selbst Händler zu sein.

Toyota gr86 – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Alexander-93 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Modellhistorie und Generationen

Die Baureihe startete 2012 als Toyota-Subaru-Gemeinschaftsprojekt: In den USA lief die erste Generation zunächst als Scion FR-S (2013–2016), nach Auflösung der Marke Scion als Toyota 86 (ab 2017). Angetrieben wurde sie vom 2.0-Liter-Boxer FA20 mit rund 200 PS. 2022 folgte die zweite Generation als GR86 unter dem Sport-Label Gazoo Racing – mit größerem Hubraum, mehr Drehmoment und steiferer Karosserie. Das Grundkonzept blieb: Frontmotor, Heckantrieb, geringes Gewicht, tiefer Schwerpunkt durch den flach bauenden Boxer.

Motoren und Antrieb

Der aktuelle GR86 nutzt den 2.4-Liter-Boxer FA24, einen frei saugenden Vierzylinder mit rund 231 PS (228 hp) und etwa 250 Nm. Der Zugewinn an Drehmoment im mittleren Bereich beseitigt das bekannte Drehmomentloch des Vorgängers. Übertragen wird die Kraft wahlweise über ein knackiges 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine 6-Stufen-Automatik an die Hinterachse, serienmäßig mit Torsen-Sperrdifferenzial. Auf dem US-Markt sind beide Getriebe verbreitet, wobei Enthusiasten den Handschalter bevorzugen.

Varianten und Ausstattungslinien

In den USA wird der GR86 in den Linien Base und Premium angeboten, ergänzt um limitierte Sondereditionen wie die Special Edition mit exklusiven Farben und Fahrwerksdetails. Premium bringt unter anderem Ultrasuede-Sitze, größere Räder und Zusatzausstattung. Karosserieseitig gibt es ausschließlich das zweitürige 2+2-Coupé; die eng verwandte Alternative ist der Subaru BRZ mit eigener Abstimmung.

So sieht der US-Markt aus

Der US-Gebrauchtmarkt ist gut gefüllt, von jungen GR86 der zweiten Generation bis zu älteren FR-S und Toyota 86. Laufleistungen variieren stark, da die Fahrzeuge sowohl als Alltags- wie als Wochenend- und Trackday-Autos genutzt werden. Genau deshalb lohnt eine sorgfältige Historienprüfung: Ein sanft bewegtes Exemplar unterscheidet sich deutlich von einem trackerprobten Fahrzeug. Modifikationen sind verbreitet und sollten kritisch bewertet werden.

Für wen dieses Modell passt

Interessant ist der Import für Fahrer, die eine bestimmte Ausstattung, Farbe oder Sonderedition suchen oder ein besonders gepflegtes Exemplar mit dokumentierter Historie finden. Wer den unverfälschten Fahrspaß eines leichten Heckantrieblers schätzt, wird beim GR86 fündig.

Technische Daten

KarosserieSportcoupé, 2+2, 2 Türen
Längeca. 4.265 mm
Breiteca. 1.775 mm
Höheca. 1.310 mm
Radstandca. 2.575 mm
Motor2.4L Boxer-4 Saugmotor (FA24)
Leistungca. 231 PS (228 hp)
Drehmomentca. 250 Nm (184 lb-ft)
Getriebe6-Gang manuell / 6-Stufen-Automatik
AntriebHinterrad, Torsen-Sperrdifferenzial
0–100 km/hca. 6,3 s (Schalter)
Höchstgeschwindigkeitca. 226 km/h
Leergewichtca. 1.270 kg
Tankinhaltca. 50 l
Kofferraumca. 226 l
Sitzplätze4 (2+2)

Typische Schwachstellen und Wartung

Der Boxermotor ist grundsätzlich langlebig, verlangt aber saubere Wartung. Bei der ersten Generation gab es eine Rückrufaktion zu Ventilfedern; beim GR86 wurden in frühen Baujahren vereinzelt Motorschäden bei sehr hart bewegten Exemplaren berichtet, weshalb Ölwechselintervalle und Nutzungshistorie besonders wichtig sind. Der Handschalter gilt als präzise, kann sich kalt aber etwas hakelig anfühlen. Bekannt ist zudem die spürbare Geräuschkulisse im Innenraum – Abroll- und Windgeräusche sind konzeptbedingt. Bei getunten oder trackgenutzten Fahrzeugen sollten Kupplung, Bremsen, Reifen und Fahrwerk kritisch geprüft werden.

Was US-Modelle anders machen

US-Modelle haben abweichende Beleuchtung (Blinkerfarbe, Seitenmarkierungsleuchten) und einen Meilen-Tacho. Ausstattungspakete und Sondereditionen können sich von den europäischen unterscheiden. Technisch ist der Antrieb weitgehend identisch, was Wartung und Teileversorgung erleichtert. Rechtlich relevant ist, dass Beleuchtung und sicherheitsrelevante Komponenten der deutschen Zulassung entsprechen; hier setzt die Umrüstung an.

Der Import-Ablauf im Detail

Am Anfang steht die Fahrzeugauswahl, gefolgt von VIN- und Ursprungscheck sowie der Prüfung von Historie und Titelstatus – gerade beim GR86 mit Blick auf mögliche Trackday-Nutzung. Über einen Treuhandprozess wird die Zahlung abgesichert, danach folgt der Seetransport nach Europa. Im Hafen wird verzollt, anschließend erfolgen technische Einzelabnahme, notwendige Umrüstung, TÜV und schließlich die Zulassung.

Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist

Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.

Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem Herstellungsland laut VIN. Ein nachweislich in den USA gebautes Fahrzeug mit Direkttransport könnte seit dem 1.7.2026 unter den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 mit 0 % eingeführt werden (befristet bis 31.12.2029, VIN-Vorbehalt). Der GR86 wird jedoch in Japan bei Subaru gebaut, sodass in der Regel der reguläre Pkw-Zollsatz von 10 % greift. Unabhängig davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % auf Fahrzeugwert plus Zoll und Fracht an. Hinzu kommen Nebenkosten für Transport, Umschlag, Gutachten und Zulassung. Wir kalkulieren transparent und ohne eigene Marge.

TÜV, Umrüstung und Zulassung

Für die Einzelabnahme nach §21 StVZO stehen Beleuchtung (Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte), gegebenenfalls Bewertung von Anbauteilen und der Identitätsnachweis im Vordergrund. Bei modifizierten Fahrzeugen sind Eintragungsfähigkeit und Gutachten der Umbauten zu klären. Nach positiver Prüfung wird die Betriebserlaubnis erteilt.

Vor dem Kauf prüfen

  • VIN prüfen und Herstellungsort für die Zolleinstufung klären
  • Nutzungshistorie erfragen: Alltagsauto oder Trackday-Einsatz?
  • Carfax- oder AutoCheck-Bericht auf Unfälle und Vorbesitzer prüfen
  • Titelstatus kontrollieren (Clean Title statt Salvage/Rebuilt)
  • Ölwechselintervalle und Zustand von Kupplung/Bremsen bewerten
  • Modifikationen dokumentieren und Eintragungsfähigkeit klären
  • Reifenalter und Fahrwerkszustand begutachten

Häufig gestellte Fragen

Ist der Toyota GR86 zollfrei importierbar?

Nein. Der Satz von 0 % gilt nur bei nachweisbarem US-Ursprung. Da der GR86 in Japan gebaut wird, greift in der Regel der reguläre Zoll von 10 % plus 19 % Einfuhrumsatzsteuer.

Welchen Motor hat der GR86?

Einen frei saugenden 2.4-Liter-Boxer (FA24) mit rund 231 PS und etwa 250 Nm, wahlweise mit Schalt- oder Automatikgetriebe.

Worauf sollte ich bei getunten Exemplaren achten?

Auf dokumentierte Umbauten, Eintragungsfähigkeit und den Zustand von Motor, Kupplung, Bremsen und Reifen, gerade bei Trackday-Nutzung.

Ist der GR86 alltagstauglich?

Ja, mit Einschränkungen: knapper Kofferraum, spürbare Geräuschkulisse und straffes Fahrwerk gehören zum sportlichen Charakter.

Muss der Tacho umgestellt werden?

US-Fahrzeuge zeigen Meilen an. Je nach Bauart lässt sich die Anzeige umstellen oder muss technisch angepasst werden.

Fällt die Einfuhrumsatzsteuer immer an?

Ja, die 19 % werden unabhängig vom Zollsatz erhoben.

Gibt es Unterschiede zum Subaru BRZ?

Beide teilen die Technik, unterscheiden sich aber in Fahrwerksabstimmung, Optik und Ausstattung.

Übernimmt USCar Trader den Kauf?

Wir vermitteln unabhängig und begleiten Prüfung, Transport und Zulassung; wir sind kein Händler und nehmen keine Marge.

Weitere Modelle im Toyota im Carhub. Verwandt und spannend: Subaru BRZ, Toyota Supra und Nissan Z. Sehen Sie sich die aktuellen GR86 Angebote an.