Honda Passport

Honda Passport gebraucht aus den USA importieren

Der Honda Passport ist ein typisch nordamerikanisches Midsize-SUV, das in Europa nie regulär verkauft wurde. Er wird im Werk Lincoln, Alabama, gebaut und teilt sich viel Technik mit Pilot und Ridgeline. Wer den kräftigen V6, den ehrlichen Zweireihen-Grundriss und die robuste Auslegung schätzt, findet auf dem US-Gebrauchtmarkt ein solides Angebot. USCar Trader vermittelt und begleitet die Einfuhr als unabhängiger Partner.

Honda passport – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Jason Lawrence · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Die Generationen im Überblick

Der Name Passport reicht bis 1994 zurück, als Honda einen umgelabelten Isuzu Rodeo unter eigenem Emblem verkaufte. Für den Gebrauchtimport zählt jedoch die 2019 gestartete Neuauflage, die den Passport als eigenständiges, auf der Global-Light-Truck-Plattform basierendes SUV neu positionierte. Er sitzt zwischen dem kompakten CR-V und dem großen Pilot: kürzer als der Pilot, dafür mit mehr Bodenfreiheit und zwei statt drei Sitzreihen. Ab 2022 kam die geländeorientierte Linie TrailSport hinzu, die dem Passport ein robusteres Auftreten verlieh. Diese Generation (2019–2025) prägt das aktuelle Gebrauchtangebot.

Antrieb und Motorenpalette

Herzstück ist der bewährte 3.5-Liter-V6 (J35, SOHC i-VTEC) mit rund 280 PS und etwa 355 Nm. Er arbeitet mit einer Neunstufenautomatik zusammen und treibt entweder die Vorderräder oder – über das torque-vectornde Allradsystem i-VTM4 – alle vier Räder an. Gerade i-VTM4 macht den Passport auf losem Untergrund und bei Nässe stabil, weil es das Moment gezielt zwischen den Hinterrädern verteilt. Eine Zylinderabschaltung (VCM) senkt im Teillastbetrieb den Verbrauch.

Welche Ausstattung sich lohnt

Die US-Trims heißen Sport, EX-L, TrailSport, Touring und Elite. Schon die mittleren Linien bieten Leder, beheizbare Sitze, Dreizonen-Klimatisierung und das Honda-Sensing-Assistenzpaket. Der TrailSport bringt eine eigene Optik, robustere Details und eine leicht geänderte Abstimmung. Alle Versionen sind konsequent als Fünfsitzer mit großem, ebenem Laderaum ausgelegt.

Gebrauchtangebot in den USA

Weil der Passport in den USA in ordentlicher Stückzahl verkauft wurde, ist das Angebot gut sortiert. Typische Fahrzeuge stammen aus den Baujahren 2019 bis 2023 mit Laufleistungen zwischen 30.000 und 120.000 Kilometern. Exemplare aus dem Süden und Westen sind meist rostfrei und mechanisch gepflegt. Touring- und Elite-Modelle mit Vollausstattung sind besonders gefragt, während gut erhaltene Sport- und EX-L-Fahrzeuge das preisliche Rückgrat bilden.

Für wen sich der Import lohnt

Der Passport ist die richtige Wahl für alle, die ein kräftiges, zuverlässiges Midsize-SUV mit V6 und echtem Allrad suchen, das es in Europa nicht zu kaufen gibt. Da er in den USA gefertigt wird, kann bei nachweisbarem US-Ursprung ein Einfuhrzoll von 0% zur Anwendung kommen – ein spürbarer Vorteil gegenüber vielen europäisch gebauten SUV. Wer allerdings drei Sitzreihen braucht, ist mit dem größeren Pilot besser bedient.

Technische Daten im Überblick

KarosserieMidsize-SUV, 5 Türen, 5 Sitze
Längeca. 4.879 mm
Breiteca. 1.978 mm
Höheca. 1.841 mm
Radstandca. 2.820 mm
Leergewichtca. 1.860–1.930 kg
Motor3.5L V6 i-VTEC (J35)
Leistungca. 280 PS / ca. 355 Nm
Getriebe9-Stufen-Automatik
AntriebFront oder Allrad (i-VTM4)
Bodenfreiheit (AWD)ca. 206 mm
0–100 km/hca. 6,5–7 s
Anhängelast (AWD)bis ca. 2.270 kg
Tankinhaltca. 74 l
Verbrauchca. 11–12,5 l/100 km

Zuverlässigkeit: bekannte Problemzonen

Der J35-V6 zählt zu den langlebigsten Sechszylindern überhaupt und macht bei regelmäßigem Ölwechsel selten Ärger. Aufmerksamkeit verdient die Neunstufenautomatik von ZF: In frühen Baujahren wurde gelegentlich ruppiges Schaltverhalten und zögerliches Ansprechen bemängelt, oft per Software gebessert. Die Zylinderabschaltung kann bei manchen Motoren zu leicht erhöhtem Ölverbrauch führen; ein Blick auf den Ölstand und die Zündkerzenhistorie lohnt. Das frühe Infotainment ohne physischen Lautstärkeregler ist Geschmackssache, aber kein technischer Mangel. Insgesamt ist der Passport ein grundsolides Fahrzeug.

USA- und EU-Ausführung im Vergleich

US-Passport haben englische Menüs, Meilentacho und eine auf US-Normen ausgelegte Beleuchtung. Für die Zulassung in Europa müssen Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte und die Scheinwerfereinstellung angepasst werden. Da der Passport kein europäisches Homologationsmodell ist, läuft die Zulassung über eine Einzelabnahme. Ausstattungsseitig sind US-Fahrzeuge oft üppig bestückt, europäische Bedienlogik und Radiofrequenzbänder können abweichen.

In sieben Schritten zum eigenen US-Import

Am Anfang stehen Auswahl und VIN-Prüfung samt Bestätigung des US-Ursprungs, was beim Passport dank Fertigung in Alabama in der Regel klar ist. Danach folgen treuhänderische Kaufabwicklung, Transport zum Verschiffungshafen und Seetransport nach Europa. Anschließend Verzollung mit Einfuhrumsatzsteuer, technische Prüfung durch TÜV beziehungsweise Einzelabnahme nach §21 StVZO und zuletzt die Zulassung am Wohnort.

Zoll, Steuern und Kosten verstehen

Wichtig: Der Zollsatz hängt vom Herstellungsort ab; erst der VIN-Nachweis sichert den 0-%-Satz. Unabhängig davon gelten 19 % Einfuhrumsatzsteuer.

Weil der Passport in den USA gebaut wird, lässt sich der US-Ursprung meist über die VIN belegen. Damit kann nach den EU-Verordnungen 2026/1455 und 2026/1461 (gültig seit 01.07.2026, Direkttransport, befristet bis 31.12.2029) ein Einfuhrzoll von 0% greifen – stets unter VIN-Vorbehalt und ohne Garantie. Getrennt davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19% an, berechnet auf Fahrzeugwert zuzüglich Transport und Zoll. Hinzu kommen Nebenkosten für Seefracht, Zollabwicklung, Gutachten und Zulassung. USCar Trader nimmt keine Marge auf den Fahrzeugpreis.

TÜV und Zulassung in Deutschland

Typische Anpassungen betreffen die Beleuchtung: gelbe Blinker, Nachrüstung der Nebelschlussleuchte und Einstellung der Scheinwerfer auf Rechtsverkehr. Der Tacho wird auf km/h umgestellt. Nach bestandener Einzelabnahme dokumentiert der Sachverständige die Konformität, und die Zulassungsstelle stellt die Fahrzeugpapiere aus.

Die Kauf-Checkliste

  • VIN prüfen und US-Ursprung bestätigen
  • Carfax/AutoCheck auf Unfälle und Titelstatus einsehen
  • Schaltverhalten der 9-Stufen-Automatik testen lassen
  • Ölstand und -zustand wegen VCM kontrollieren
  • Servicehistorie und Bremszustand belegen
  • Titelstatus (clean vs. salvage/rebuilt) verifizieren
  • Unterboden auf Rost prüfen (bei Fahrzeugen aus dem Norden)

Fragen und Antworten

Kann der Honda Passport mit 0% Einfuhrzoll importiert werden?

Da er in Alabama gebaut wird, ist der US-Ursprung meist per VIN belegbar. Unter den EU-Verordnungen 2026/1455 und 2026/1461 kann dann 0% zur Anwendung kommen – unter VIN-Vorbehalt und nicht garantiert.

Fällt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an?

Ja, die 19% Einfuhrumsatzsteuer werden unabhängig vom Zoll immer erhoben und getrennt ausgewiesen.

Wie stark ist der Passport motorisiert?

Der 3.5-Liter-V6 leistet rund 280 PS und ist mit Neunstufenautomatik sowie optionalem i-VTM4-Allrad kombiniert.

Hat der Passport eine dritte Sitzreihe?

Nein, er ist bewusst als Fünfsitzer mit großem Laderaum ausgelegt. Wer sieben Sitze braucht, sollte den Pilot ansehen.

Wie zuverlässig ist die Automatik?

Der J35-Motor gilt als sehr haltbar; die ZF-Neunstufenautomatik früher Jahre kann ruppig schalten, wurde aber meist per Update verbessert.

Wie viel verbraucht der Passport?

Realistisch sind rund 11 bis 12,5 l/100 km, je nach Fahrweise und Allradanteil.

Was kostet der Import?

Wir nennen keine Pauschalpreise. Die Summe ergibt sich aus Fahrzeugpreis, Transport, Zoll, 19% Einfuhrumsatzsteuer und Nebenkosten.

Wie lange dauert der gesamte Ablauf?

Von Kauf über Verschiffung bis zur Zulassung sind je nach Hafen und Prüfterminen meist mehrere Wochen einzuplanen.

Weitere Modelle zeigt der Honda im Carhub. Sehenswert sind auch der technisch verwandte Honda Ridgeline, der Honda CR-V und als Alternative der Toyota Highlander. Hier finden Sie die aktuellen Passport Angebote.