Honda Element
Honda Element gebraucht aus den USA importieren
Der Honda Element ist einer der eigenwilligsten Kompakt-SUVs der 2000er: kastig, praktisch, mit abwaschbarem Innenraum und gegenläufig öffnenden Türen ohne B-Säule. In Europa wurde er nie offiziell verkauft, weshalb ein US-Import die einzige Möglichkeit ist, dieses kultige, extrem alltagstaugliche Fahrzeug legal auf deutsche Straßen zu bringen – beliebt bei Outdoor-Fans, Hundehaltern und Micro-Campern.

Modellhistorie und Generationen
Der Element lief von 2003 bis 2011 in einer einzigen Generation, gebaut im US-Werk East Liberty (Ohio) auf Basis der CR-V-Plattform der zweiten Generation. Über die Jahre gab es mehrere Überarbeitungen: 2007 ein Facelift mit geänderter Frontpartie, überarbeitetem Interieur und Detailtechnik, dazu die sportlich gezeichnete SC-Version (Street Custom) mit tiefergelegtem Fahrwerk und geschlossener Karosserieoptik. Die charakteristischen Kunststoff-Beplankungen der frühen Jahre wichen später teils lackierten Flächen. Grundkonzept und Antrieb blieben über die gesamte Laufzeit erhalten.
Motoren und Antrieb
Angetrieben wird der Element durchgängig vom 2,4-Liter-Vierzylinder K24 mit i-VTEC, je nach Jahrgang mit rund 160–166 PS. Der Motor gilt als robust und drehfreudig. Zur Wahl standen ein Fünfgang-Schaltgetriebe und eine Vier- bzw. später Fünfstufen-Automatik. Angeboten wurde Frontantrieb sowie Hondas Real-Time-Allrad (4WD), das im Schlupffall automatisch die Hinterachse zuschaltet – kein Geländewagen-System, aber hilfreich bei Schnee, Matsch und Zufahrten. Der K24 verlangt regelmäßige Ventilspielkontrolle, dankt diese aber mit hoher Laufleistung.
Varianten und Ausstattungslinien
Grundmodelle liefen als DX, die volleren Ausstattungen als LX und EX, dazu die eigenständige SC. EX brachte typischerweise Klimaautomatik, besseres Audio, Alufelgen und mehr Komfort. Das Konzept blieb bei allen gleich: fünftürige Kastenkarosserie mit vier Sitzen, hinteren Fondtüren ohne feste B-Säule und einem wasserabweisenden Utility-Innenraum mit herausnehmbaren, klappbaren Rücksitzen. Die flache Ladefläche und die geteilte Heckklappe (Klappe unten, Scheibe oben) machen ihn extrem variabel.
So sieht der US-Markt aus
In den USA ist der Element gut verfügbar und hat eine loyale Fangemeinde, was gepflegte Exemplare begehrt macht. Man findet Baujahre von 2003 bis 2011 in allen Laufleistungsklassen; viele wurden als Zweit- oder Freizeitfahrzeug bewegt und sind entsprechend gut erhalten. Sun-Belt-Autos sind rostarm und daher bevorzugt. Typische Meilenstände reichen von moderat bis hoch, wobei der K24 auch jenseits hoher Laufleistungen zuverlässig läuft. Euro-Preise nennen wir nicht – USCar Trader vermittelt ohne eigene Marge.
Für wen dieses Modell passt
Der Element passt zu Menschen mit aktivem Lebensstil: Surfer, Radfahrer, Handwerker, Fotografen, Hundebesitzer und alle, die ein unverwüstliches, leicht zu reinigendes Transportwunder mit Charakter suchen. Als Basis für einen minimalistischen Camper ist er Kult. Wer Prestige, Leistung oder leises Autobahn-Cruisen sucht, wird mit dem hohen, kantigen Aufbau weniger glücklich.
Technische Daten
| Karosserie | Kompakt-SUV, 5 Türen, 4 Sitze |
| Plattform | Honda CR-V (2. Gen) |
| Bauzeit | 2003–2011 (eine Generation) |
| Werk | East Liberty, Ohio (USA) |
| Motor | 2,4 l R4 K24 i-VTEC |
| Leistung | ca. 160–166 PS |
| Drehmoment | ca. 220 Nm |
| Getriebe | 5-Gang manuell oder 4/5-Stufen-Automatik |
| Antrieb | Front oder Real-Time-4WD |
| Länge | ca. 4,30 m |
| Radstand | ca. 2,58 m |
| Leergewicht | ca. 1.550–1.680 kg |
| Kraftstoff | Benzin |
| Tankinhalt | ca. 60 l |
| Baujahre US-Bestand | 2003–2011 |
Typische Schwachstellen und Wartung
Der K24 zählt zu den langlebigsten Honda-Motoren, benötigt aber turnusmäßige Ventilspiel-Einstellung; wird sie versäumt, kann sich das durch Ticken bemerkbar machen. Rundum gilt der Element als sehr robust. Typische Alterserscheinungen sind Rost an Radläufen und Unterboden bei Streusalz-Autos, verschlissene Radlager, alternde Motorlager und gelegentliche Probleme mit dem Türschloss-Mechanismus der hinteren Türen. Die Automatikgetriebe früher Modular-Hondas gelten grundsätzlich als solide, profitieren aber von regelmäßigem ATF-Wechsel. Der wasserfeste Innenraum verzeiht viel, Sitzbezüge und Gummiboden sind pflegeleicht.
Was US-Modelle anders machen
US-Fahrzeuge haben Meilen-Tacho, amerikanische Beleuchtung (rote Heckblinker) und US-Radioband. Klimatisierung und Ausstattung entsprechen dem US-Standard. Für Deutschland sind Beleuchtung und Tempoanzeige anzupassen. Da der Element bereits älter ist, greifen je nach Baujahr unterschiedliche Abgasregelungen; ab 30 Jahren rückt perspektivisch das H-Kennzeichen in Reichweite, aktuell zählt der reguläre Weg der Einzelabnahme.
Der Import-Ablauf im Detail
Fahrzeugauswahl und Preisabsprache, dann VIN- und Ursprungscheck (Werkscode/Herkunft), Zahlungsabsicherung über Treuhand, Buchung des Seetransports (Container oder RoRo), Verzollung in Europa, TÜV bzw. Einzelabnahme nach § 21 StVZO und abschließend die Zulassung. Der überschaubar große Element passt gut in Sammelcontainer, was den Transport planbar macht. USCar Trader begleitet die Vermittlung als unabhängiger Partner, nicht als Händler.
Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist
Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.
Der Element wurde in Ohio gefertigt. Bei nachweisbarem US-Ursprung über VIN und Werk kann der 0-%-Einfuhrzoll nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 greifen (seit 01.07.2026, Direkttransport, befristet bis 31.12.2029). Weil das Modell hier herkunftsneutral geführt wird, gilt: Nur der belegbare US-Bau eröffnet die Begünstigung, andernfalls der reguläre Satz. Die deutsche Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt unabhängig davon immer an, berechnet auf Wert plus Zoll plus Fracht. Dazu kommen Transport, Abwicklung, Gutachten und Zulassung. Wir verwenden weder „zollfrei“ noch Garantien und nennen keine Euro-Preise.
TÜV, Umrüstung und Zulassung
Für die Einzelabnahme sind in der Regel die hintere gelbe Blinkfunktion, eine Nebelschlussleuchte und die km-Anzeige sicherzustellen. Ohne CoC erfolgt ein Vollgutachten mit Prüfung der technischen Übereinstimmung. Nach bestandener Abnahme und Kfz-Steuer-Anmeldung folgt die Zulassung. Etwaige Camper-Umbauten sind gutachterlich mitzubewerten.
Vor dem Kauf prüfen
1. VIN und Carfax-Historie prüfen, Titelstatus (clean/salvage) klären. 2. Nachweis der Ventilspiel-Einstellung einfordern. 3. Radläufe, Unterboden und Türunterkanten auf Rost prüfen. 4. Funktion der hinteren Türen und Schlösser testen. 5. Automatikgetriebe auf saubere Schaltvorgänge prüfen. 6. Motorlager und Fahrgeräusche checken. 7. Servicehistorie und Kilometer-Plausibilität bewerten.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Honda Element zuverlässig?
Ja, der K24-Motor gilt als sehr langlebig. Wichtig ist die regelmäßige Ventilspielkontrolle und Rostvorsorge.
Welchen Motor hat der Element?
Einen 2,4-Liter-Vierzylinder K24 mit i-VTEC und rund 160–166 PS.
Gibt es den Element mit Allrad?
Ja, mit Hondas Real-Time-4WD, das bei Schlupf automatisch zuschaltet.
Kann der Element zollbegünstigt eingeführt werden?
Bei nachweisbarem US-Bau (VIN/Werk) ist der 0-%-Zoll möglich, sonst gilt der reguläre Satz.
Fällt Einfuhrumsatzsteuer an?
Ja, die 19 % Einfuhrumsatzsteuer werden immer erhoben, unabhängig vom Zoll.
Eignet sich der Element als Camper?
Sehr gut. Der flache, abwaschbare Innenraum und die umlegbaren Sitze machen ihn zur beliebten Micro-Camper-Basis.
Wie viele Sitzplätze hat er?
Vier, mit hinten sehr variablen, klappbaren Einzelsitzen.
Wie alt sind typische US-Angebote?
Baujahre 2003 bis 2011, in allen Laufleistungsklassen verfügbar.
Weitere Modelle zeigt Honda im Carhub. Verwandt sind der Plattformspender Honda CR-V, der kompakte Honda HR-V und der robuste Honda Passport. Aktuelle Fahrzeuge finden Sie unter aktuelle Element Angebote.