Jaguar F-Pace

Jaguar F-Pace gebraucht aus den USA importieren

Der F-Pace war 2016 das erste SUV von Jaguar und hat die Marke innerhalb weniger Jahre zum meistverkauften Modell der Briten gemacht. Wer einen gepflegten Gebrauchten sucht, findet auf dem US-Markt ein breites Angebot mit oft besserer Ausstattung und hoher Stückzahl. USCar Trader vermittelt solche Fahrzeuge als unabhängiger Partner – ohne eigenen Bestand, ohne Marge auf den Fahrzeugpreis.

Jaguar f-pace – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Alexander-93 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Baujahre, Generationen, wichtige Änderungen

Intern trägt der F-Pace den Code X761. Die erste Generation lief ab Modelljahr 2017 vom Band, gebaut überwiegend im britischen Solihull auf der aluminiumintensiven D7a-Architektur, die sich Jaguar mit den Limousinen XE und XF teilt. 2020 folgte für das Modelljahr 2021 eine tiefgreifende Überarbeitung: neues Armaturenbrett, das deutlich schnellere Pivi-Pro-Infotainment mit gewölbtem Touchscreen, ein digitaler Fahrer-Bildschirm und ein aufgeräumteres Bedienkonzept. Optisch änderten sich Scheinwerfer, Kühlergrill und Heckleuchten. Diese Zäsur ist für Importinteressenten wichtig, weil die Baujahre ab 2021 in Verarbeitung und Bediensoftware spürbar zulegten.

Was unter der Haube steckt

Im US-Bestand dominieren Benziner. Am häufigsten ist der 2,0-Liter-Ingenium-Vierzylinder mit Turboaufladung, den Jaguar je nach Baujahr als P250 mit rund 250 PS und in einer stärkeren Ausbaustufe um 300 PS anbot. Darüber rangierte lange der 3,0-Liter-V6 mit Kompressoraufladung und 380 PS im F-Pace S. Nach der Modellpflege kam der aufgeladene 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 48-Volt-Mildhybrid (P400, rund 400 PS) hinzu. Die Spitze bildet der SVR mit 5,0-Liter-Kompressor-V8 und 550 bis 575 PS. Gemeinsam ist allen Varianten die ZF-Achtstufen-Wandlerautomatik und der permanente Allradantrieb, der im US-Angebot faktisch immer verbaut ist. Diesel (2,0d, 3,0d) wurden in den USA nur zeitweise verkauft und sind dort rar.

Ausstattungslinien und Varianten

Die frühen Baujahre gliedern sich in Basis, Premium, Prestige, R-Sport, S und Portfolio, dazu limitierte First-Edition-Modelle. Mit der Überarbeitung strukturierte Jaguar die Linien in S, SE und HSE, jeweils optional als R-Dynamic mit sportlicheren Stoßfängern und Interieurakzenten. Typische US-Optionen sind das Panorama-Glasdach, das Meridian-Soundsystem, belüftete Ledersitze, Head-up-Display und adaptive Dämpfer. Den F-Pace gibt es ausschließlich als fünftüriges SUV; Karosserievarianten wie eine Coupé-Version bietet Jaguar hier nicht.

Der US-Gebrauchtmarkt

Auf dem US-Markt ist der F-Pace gut verfügbar, weil Jaguar in Nordamerika hohe Stückzahlen absetzte. Typisch sind Fahrzeuge der Baujahre 2017 bis 2023 mit Laufleistungen zwischen 30.000 und 130.000 Kilometern. Viele Autos stammen aus Leasingrückläufern und sind entsprechend vollständig ausgestattet. Auf Rost muss man in klimatisch milden Bundesstaaten selten achten, dafür lohnt der Blick auf lückenlose Servicehistorie, weil die Ingenium-Motoren regelmäßige Ölwechsel erwarten.

Lohnt sich der Import für Sie?

Der Import ist interessant, wenn Sie eine bestimmte Motor-Ausstattungs-Kombination suchen, die in Europa selten angeboten wird, oder ein US-Exemplar mit hochwertiger Serienausstattung im Blick haben. Für Käufer, die den V6-Kompressor oder gar den SVR fahren möchten, ist der US-Bestand oft ergiebiger als der deutsche Markt.

Technische Daten und Kennwerte

FahrzeugklasseMittelklasse-SUV (X761)
Bauzeitseit 2016, Modellpflege 2020/21
Längeca. 4.731 mm
Breite (o. Spiegel)ca. 1.936 mm
Radstandca. 2.874 mm
Leergewichtca. 1.775–1.960 kg je Motor
Kofferraumca. 650 l (bis 1.740 l)
Basismotor2,0 l Turbo, ca. 250 PS (P250)
Topmotor5,0 l V8 Kompressor, bis 575 PS (SVR)
GetriebeZF 8-Stufen-Automatik
AntriebAllrad (AWD)
0–100 km/hca. 4,0 s (SVR) bis 7,0 s (P250)
Tankinhaltca. 63–82 l
Anhängelastbis ca. 2.400 kg
PlattformD7a Aluminium-Architektur

Wie zuverlässig ist das Modell?

Die frühen Ingenium-Motoren reagieren empfindlich auf vernachlässigte Ölwechsel; berichtet werden Themen an Steuerkette und Ölverbrauch, vor allem bei den Dieseln mit Ölverdünnung im Kurzstreckenbetrieb. Das erste InControl-Touch-Pro-Infotainment galt als träge und anfällig für Softwarehänger – ein Grund, warum die Pivi-Pro-Baujahre ab 2021 bevorzugt werden. Vereinzelt treten elektrische Kleinigkeiten auf (Sensorik, Türsteuergeräte, Start-Stopp). Der V6-Kompressor und der V8 gelten mechanisch als robust, verlangen aber Aufmerksamkeit bei Kühlung und Riementrieb. Wichtig ist eine dokumentierte Wartung samt Software-Updates.

Unterschiede USA und Europa

US-Fahrzeuge haben andere Beleuchtung (rote statt gelbe hintere Blinker, teils fehlende Nebelschlussleuchte), Meilen-Tacho und ein auf den US-Markt zugeschnittenes Navigations- und Radiosystem. Diesel sind selten, dafür ist die Serienausstattung oft üppiger. Technisch sind die Autos eng verwandt, sodass Umrüstungen überschaubar bleiben.

So läuft der Import ab

Zuerst wählen Sie ein konkretes Fahrzeug aus und lassen VIN sowie Herstellungsort prüfen. Danach folgt die treuhänderische Kaufabwicklung, der Seetransport per Container oder RoRo, die Verzollung im EU-Eingangshafen, die technische Abnahme (TÜV/Einzelabnahme nach §21 StVZO) und schließlich die Zulassung. USCar Trader koordiniert die Kette und bleibt dabei reiner Vermittler.

Einfuhrzoll, EUSt und Nebenkosten

Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.

Der F-Pace läuft überwiegend in Solihull (UK) vom Band. Für nicht in den USA gebaute Fahrzeuge greift der reguläre Pkw-Einfuhrzoll von derzeit 10 %. Der seit 1. Juli 2026 mögliche Nullsatz nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 gilt ausschließlich bei nachweisbarem US-Ursprung über Werk und VIN und nur bei Direkttransport – für einen britisch gebauten F-Pace ist das in aller Regel nicht der Fall. Unabhängig vom Zoll fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an, berechnet auf Fahrzeugwert zuzüglich Zoll und Fracht. Hinzu kommen Transport, Abnahme und Zulassung. USCar Trader erhebt keine Marge auf den Fahrzeugpreis.

Von der Umrüstung bis zur Zulassung

Für die Einzelabnahme sind meist Anpassungen an der Beleuchtung nötig (Blinkfarbe hinten, Nebelschlussleuchte), gelegentlich am Tacho. Da der F-Pace baugleich auch in Europa verkauft wurde, liegen viele Datenblätter vor, was die Einzelabnahme erleichtert. Nach bestandener Prüfung erfolgt die reguläre Zulassung.

Checkliste für den US-Kauf

  • VIN prüfen und Herstellungsort für die Zolleinstufung klären
  • Carfax/AutoCheck auf Unfälle und Titelstatus (clean vs. salvage) einsehen
  • Servicehistorie mit belegten Ölwechseln, gerade beim Ingenium
  • Infotainment-Version (Pivi Pro ab 2021 bevorzugt)
  • Zustand von Reifen, Bremsen und Luftfederung/Dämpfern
  • Fahrzeug auf Vorschäden und Korrosion an Unterboden prüfen lassen

Das fragen Käufer am häufigsten

Ist der Jaguar F-Pace zuverlässig?

Mechanisch solide, sofern die Wartung stimmt. Achten Sie auf Ölservice-Nachweise und bevorzugen Sie die überarbeiteten Baujahre ab 2021 mit besserer Software.

Welcher Motor ist im US-Bestand am häufigsten?

Der 2,0-Liter-Turbo-Benziner (P250) sowie der 3,0-Liter-V6-Kompressor im F-Pace S.

Fällt beim Import Zoll an?

Für den in Großbritannien gebauten F-Pace in der Regel der reguläre Satz von 10 %. Der Nullsatz gilt nur bei nachweisbarem US-Ursprung.

Kommt die Einfuhrumsatzsteuer immer dazu?

Ja, die 19 % EUSt fallen grundsätzlich an, unabhängig vom Zoll.

Bekomme ich in den USA Diesel-F-Pace?

Selten. Der Bestand ist fast vollständig benzingetrieben.

Wie lange dauert der Import?

Je nach Route und Abnahme meist einige Wochen bis wenige Monate.

Ist eine TÜV-Umrüstung aufwendig?

Meist überschaubar, weil das Modell auch in Europa verkauft wird und Daten vorliegen.

Mehr Modelle finden Sie im Jaguar im Carhub. Sehen Sie sich auch den Jaguar E-Pace, den Audi Q5 und den BMW X4 an oder prüfen Sie direkt aktuelle F-Pace Angebote.