Infiniti M

Infiniti M gebraucht aus den USA importieren

Der Infiniti M ist die obere Mittelklasse-Limousine von Nissans Premiummarke und in Europa nur selten anzutreffen. Wer die V6- und V8-Sauger der VQ- und VK-Familie schätzt, findet in einem US-Import eine komfortable Alternative zu den etablierten deutschen Limousinen, oft mit üppiger Ausstattung. Als unabhängiger Vermittler begleiten wir den Kauf in den Staaten bis zur deutschen Zulassung.

Infiniti m – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Retired electrician · CC0 · Wikimedia Commons

Von den Anfängen bis heute

Der M startete in den USA mit dem M45 (2003-2004) auf Basis der Nissan-Cima-Plattform. Es folgte die eigenständige Baureihe Y50 als M35 und M45 (Modelljahre 2006-2010) mit klarem, dynamischem Design. Die dritte Ausbaustufe Y51 (2011-2013) trat als M37, M56 und Hybrid M35h an und wurde ab dem Modelljahr 2014 in Q70 umbenannt. Innerhalb der Generationen gab es Modellpflegen an Fahrwerk, Infotainment und Assistenz. Der M teilt seine technische Basis mit dem Nissan Fuga und richtet sich klar gegen die europäische Konkurrenz der oberen Mittelklasse.

Motorisierungen und Antrieb im Detail

Kernstück ist die Sauger-Philosophie. Der M35 nutzte den 3.5-Liter-VQ35-V6 mit rund 275 PS, der M45 den 4.5-Liter-VK45-V8 mit etwa 335 PS. In der Y51-Generation ersetzte der 3.7-Liter-VQ37VHR mit rund 330 PS den V6, während der M56 den kräftigen 5.6-Liter-VK56-V8 mit etwa 420 PS bot. Der M35h kombinierte den 3.5-Liter-V6 mit einem Elektromotor zu rund 360 PS Systemleistung. Gefahren wird über eine Sieben-Stufen-Automatik (Y51) beziehungsweise eine Fünfstufenautomatik (Y50), wahlweise mit Hinterradantrieb oder dem zuschaltbaren Allrad, den Infiniti mit dem Zusatz x kennzeichnet.

Trims und Ausstattungen

Die US-Palette gliedert sich je nach Jahrgang in Basis, Premium, Sport und die Allradvarianten. Schon die Grundausstattung ist reichhaltig mit Leder, Klimaautomatik und umfangreicher Sicherheitstechnik. Die Sport-Modelle bringen straffere Abstimmung, größere Räder und Sportsitze mit. Technikpakete mit adaptivem Tempomat, Spurhaltung und Around-View-Monitor waren früh verfügbar und heben den M von vielen Wettbewerbern seiner Zeit ab. Karosserieseitig gibt es ausschließlich die viertürige Limousine.

Angebotslage in den USA

Auf dem US-Markt ist der M regelmäßig als gepflegter Zweit- oder Komfortwagen verfügbar, häufig mit vollständiger Ausstattung. Typische Baujahre reichen von 2006 bis 2013, mit Laufleistungen, die von niedrig bis hoch streuen. Fahrzeuge aus dem Sonnengürtel zeigen oft schönes Leder und wenig Korrosion. Der M37 und der M56 der Y51-Reihe sind besonders gesucht, da sie modernere Technik und die kräftigeren Motoren bieten. Servicehistorien bei Infiniti-Händlern erleichtern die Zustandsbewertung.

Wer über den Import nachdenken sollte

Der Import lohnt sich für Liebhaber laufruhiger Sauger, für Käufer, die eine seltene, gut ausgestattete Limousine abseits des Mainstreams suchen, und für Fans der Marke Infiniti, die in Europa kaum vertreten ist. Wer auf ein dichtes Werkstattnetz und günstige Teilepreise angewiesen ist, sollte den Aufwand einkalkulieren. Als Charakterlimousine mit V6- oder V8-Klang ist der M jedoch ein lohnendes Ziel.

Daten und Fakten

FahrzeugklasseObere Mittelklasse-Limousine
Generationen (US)M45 (2003-04), Y50 (2006-10), Y51 (2011-13)
V6-Motoren3.5L VQ35 (~275 PS), 3.7L VQ37VHR (~330 PS)
V8-Motoren4.5L VK45 (~335 PS), 5.6L VK56 (~420 PS)
HybridM35h, ~360 PS Systemleistung
Drehmoment M56ca. 500 Nm
Getriebe5-Stufen- bzw. 7-Stufen-Automatik
AntriebHeck oder Allrad (x)
Länge (Y51)ca. 4945 mm
Leergewichtca. 1750-1950 kg
0-100 km/h (M56)ca. 5,2 s
Kofferraumca. 420 L
Tankinhaltca. 74 L
Sitzplätze5

Zuverlässigkeit und typische Schwachstellen

Die VQ- und VK-Motoren gelten grundsätzlich als robust, haben aber bekannte Eigenheiten. Beim VQ ist erhöhter Ölverbrauch bei manchen Exemplaren sowie Geräusche vom Steuerkettenspanner ein Thema; regelmäßige Ölwechsel sind entscheidend. Bei einigen Nissan-Automaten kann es zum sogenannten Kühlerproblem kommen, bei dem Kühlmittel und Getriebeöl über den integrierten Kühler in Kontakt geraten, was teuer werden kann; ein Blick auf Kühler und Getriebeöl lohnt. Der VK56 im M56 ist sehr kräftig und haltbar. Fahrwerkslager, Bremsen und bei Sportmodellen die breiten Reifen sind Verschleißpositionen. Elektronik und Infotainment sollten auf Funktion geprüft werden.

US-Version und Europa im Vergleich

US-Modelle tragen Seitenmarker und ein abweichendes Beleuchtungskonzept, das für die Zulassung anzupassen ist. Tacho in Meilen und Klimatisierung in Fahrenheit sind typisch. Die Ausstattungslogik unterscheidet sich von europäischen Gepflogenheiten, und einzelne Assistenzfunktionen sind US-spezifisch kalibriert. Technisch entspricht der M dem international verkauften Fuga, was die Teilebeschaffung über Nissan-Kanäle ermöglicht.

Vom US-Kauf bis zur Zulassung

Zunächst wählen Sie ein konkretes Fahrzeug und lassen VIN sowie Ursprung prüfen. Es folgt die abgesicherte Kaufabwicklung per Treuhand, danach der Seetransport im Container oder als RoRo. Nach Ankunft im europäischen Hafen stehen Verzollung, technische Prüfung durch TÜV oder Einzelabnahme nach 21 StVZO und die Zulassung an. Wir organisieren die Schritte und halten Sie auf dem Laufenden.

Kosten, Zoll und Steuern im Überblick

Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.

Der Infiniti M wurde in Japan gefertigt. Da der 0-Prozent-Einfuhrzoll nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 an einen nachweisbaren US-Ursprung geknüpft ist, greift er bei einem japanisch gebauten M in der Regel nicht; hier gilt der reguläre Zollsatz je nach Herstellungsort. Zollfreiheit lässt sich für dieses Modell nicht pauschal zusagen. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent fällt unabhängig davon immer an, berechnet auf Fahrzeugwert plus Transport und Zoll. Hinzu kommen Nebenkosten für Fracht, Hafen, Gutachten und Zulassung. Wir arbeiten als Vermittler ohne eigene Fahrzeugmarge.

TÜV, Einzelabnahme, Anmeldung

Für die Hauptuntersuchung sind Beleuchtung und Seitenmarker anzupassen und gegebenenfalls eine Nebelschlussleuchte nachzurüsten. Da der M mit dem Fuga eine internationale Basis teilt, verläuft die Einzelabnahme meist ohne größere Überraschungen. Nach bestandener Prüfung folgt die reguläre Zulassung.

Checkliste vor dem Kauf

  • VIN prüfen und Generation/Motor eindeutig bestimmen
  • Getriebeöl und Kühler auf Vermischung kontrollieren
  • Ölverbrauch und Servicehistorie prüfen
  • Carfax auf Unfälle und Titelstatus sichten
  • Lederzustand und Elektronik/Infotainment testen
  • Fahrwerk, Bremsen und Reifen bewerten
  • Titelstatus (clean vs. salvage/rebuilt) bestätigen

FAQ zum Import

Was ist der Unterschied zwischen M37 und M56?

Der M37 hat den 3.7-Liter-V6 mit rund 330 PS, der M56 den 5.6-Liter-V8 mit etwa 420 PS und mehr Drehmoment.

Wurde der Infiniti M später umbenannt?

Ja, ab dem Modelljahr 2014 hieß die Baureihe Q70.

Gibt es den M mit Allrad?

Ja, als Allradvariante mit dem Zusatz x, etwa M37x.

Kann der Einfuhrzoll entfallen?

Nur bei nachweisbarem US-Ursprung. Bei in Japan gebauten Exemplaren gilt der reguläre Satz.

Fällt die Einfuhrumsatzsteuer immer an?

Ja, die 19 Prozent werden grundsätzlich fällig, unabhängig vom Zoll.

Wie steht es um die Teileversorgung?

Über Nissan-Kanäle sind Teile beschaffbar, da der M dem Fuga entspricht.

Ist der Hybrid empfehlenswert?

Der M35h kombiniert V6 und E-Motor zu kräftiger Leistung, verlangt aber Aufmerksamkeit für den Zustand der Hybridkomponenten.

Mehr Auswahl finden Sie bei Infiniti im Carhub. Verwandt sind der Infiniti Q50, der Lexus GS und der BMW 5er. Sehen Sie sich auch die aktuellen Infiniti M Angebote an.