Infiniti FX

Infiniti FX gebraucht aus den USA importieren

Der Infiniti FX gilt bis heute als einer der eigenwilligsten Ansaetze im Segment der sportlichen SUV-Coupes. Lange bevor deutsche Hersteller die Nische entdeckten, kombinierte Nissans Premiummarke eine coupehafte Dachlinie mit Heck- oder Allradantrieb und kraftvollen Saugmotoren. In den USA war der FX deutlich verbreiteter als in Europa, weshalb der amerikanische Gebrauchtmarkt heute eine breitere Auswahl an Ausstattungen und Motorvarianten bietet.

Infiniti FX – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: OWS Photography · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Modellgeschichte: Baujahre und Generationen

Die erste Generation (Werkscode S50) kam 2003 auf den Markt und wurde bis 2008 gebaut. Angeboten wurden der FX35 mit V6 und der FX45 mit V8, beide auf der von Nissan 350Z und Murano bekannten FM-Plattform. Charakteristisch waren die kurzen Ueberhaenge, die stark abfallende Dachlinie und die grossen Raeder. 2009 folgte die zweite Generation (S51) mit glatterer Formensprache, laengerem Radstand und moderner Innenraumtechnik. Aus dem FX35 wurde spaeter der FX37, an der Spitze stand der FX50 mit Fuenfliter-V8. Ab dem Modelljahr 2014 lief die Baureihe unter dem Namen QX70 weiter, technisch weitgehend identisch.

Motoren, Getriebe und Allrad im Überblick

Im US-Bestand dominiert der 3,5-Liter-V6 (VQ35DE) mit rund 280 PS aus der ersten Generation. Der FX45 nutzte den 4,5-Liter-V8 (VK45DE) mit etwa 315 PS. In der zweiten Generation leistet der 3,7-Liter-V6 (VQ37VHR) rund 325 PS, waehrend der FX50 mit dem 5,0-Liter-V8 (VK50VE) auf etwa 390 PS kommt und variable Ventilhubsteuerung besitzt. Gekoppelt sind die Motoren an eine Fuenfgang-Automatik (fruehe Modelle) beziehungsweise eine Siebengang-Automatik ab 2009. Angeboten wurden Heckantrieb sowie der intelligente Allradantrieb, der im US-Markt sehr haeufig verbaut ist.

Ausstattungen im US-Angebot

Der FX wurde ausschliesslich als fuenftueriges SUV-Coupe gebaut. In den Staaten reichte das Angebot vom gut ausgestatteten Basismodell bis zu Versionen mit Around-View-Kamerasystem, adaptivem Fahrwerk (Continuous Damping Control), beluefteten Ledersitzen, Bose-Sound und dem sogenannten Sport-Paket mit groesseren Bremsen und 21-Zoll-Raedern. Viele US-Fahrzeuge tragen umfangreiche Technik-Pakete, die in Europa seltener bestellt wurden.

Gebrauchtmarkt USA

Auf dem amerikanischen Markt ist der FX regelmaessig verfuegbar, besonders die Baujahre 2009 bis 2013. Typische Laufleistungen liegen je nach Alter zwischen 90.000 und 200.000 Kilometern. Sonnenstaaten wie Arizona, Kalifornien oder Florida liefern haeufig rostarme Karosserien, was fuer den Import ein echter Vorteil ist. Zustand und Servicehistorie streuen stark, weshalb eine sorgfaeltige Vorauswahl entscheidend bleibt.

Für wen der Import interessant ist

Der FX ist interessant fuer Liebhaber charakterstarker Saugmotoren und markanter Designs, die sich vom Einheitsbrei abheben moechten. Wer einen gepflegten FX37 oder den seltenen FX50 sucht, findet in den USA oft eine bessere Auswahl als hierzulande. Der Import lohnt vor allem dann, wenn Ausstattung und Zustand in Deutschland kaum zu bekommen sind.

Die wichtigsten Kennzahlen

FahrzeugklasseSUV-Coupe (Mittelklasse)
GenerationenS50 (2003-2008), S51 (2009-2013)
Motoren Benzin3,5 V6; 3,7 V6; 4,5 V8; 5,0 V8
Leistungca. 280-390 PS
Getriebe5-Gang- / 7-Gang-Automatik
AntriebHeckantrieb oder Allrad (AWD)
Laengeca. 4,80 m
Breiteca. 1,93 m
Leergewichtca. 1.950-2.150 kg
Kofferraumca. 350-770 l
0-100 km/hca. 5,8-8,3 s (je Motor)
Hoechstgeschwindigkeitca. 210-250 km/h (abgeregelt)
Tankinhaltca. 90 l
HerstellungslandJapan (Tochigi)

Schwachstellen, die Käufer kennen sollten

Die VQ- und VK-Motoren gelten grundsaetzlich als robust, verlangen aber regelmaessige Oelwechsel. Bekannt sind gelegentlicher Oelverbrauch bei hohen Laufleistungen, verschlissene Buchsen und Lager an der Vorderachse sowie Undichtigkeiten an Ventildeckeldichtungen. Beim adaptiven Fahrwerk koennen defekte Daempfer teuer werden. Elektronik rund um das Navigations- und Kamerasystem zeigt mit dem Alter Ausfaelle. Verschleissteile wie Bremsen und Reifen sind wegen der Dimensionen kostspielig.

Unterschiede zur europäischen Version

US-Fahrzeuge haben Tachos in Meilen, andere Beleuchtungscharakteristik und teils abweichende Assistenzsysteme. Die Rueckleuchten und Blinker entsprechen nicht immer der europaeischen Zulassungsvorschrift und muessen fuer den TUV angepasst werden. Beim Radio ist das US-Frequenzraster zu beachten. Motorisch sind US- und Europaversionen des FX weitgehend identisch, was Ersatzteile erleichtert.

Import Schritt fuer Schritt

Am Anfang steht die Fahrzeugauswahl anhand von Bildern, Videos und Zustandsbericht. Danach folgt der VIN- und Ursprungscheck, um Herkunft und Historie abzusichern. Ueber ein Treuhandkonto wird der Kaufpreis abgesichert, anschliessend erfolgt der Seetransport im Container oder RoRo. Im EU-Hafen steht die Verzollung an, danach TUV beziehungsweise Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO und schliesslich die Zulassung bei der Behoerde.

Zoll und Steuern: das fällt an

Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.

Der FX wurde in Japan gebaut. Bei nicht nachweisbarem US-Ursprung faellt der regulaere Einfuhrzoll fuer Personenkraftwagen an; die Hoehe richtet sich nach dem tatsaechlichen Herstellungsort. Der 0-Prozent-Satz nach VO (EU) 2026/1455 und 2026/1461 gilt ausschliesslich fuer nachweisbar in den USA gebaute Fahrzeuge und wird beim japanisch produzierten FX in der Regel nicht greifen. Unabhaengig davon faellt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent an. Hinzu kommen Transport, Hafen- und Abwicklungsgebuehren sowie TUV-Kosten. USCar Trader vermittelt lediglich und erhebt keine Fahrzeugmarge.

Umrüstung und Einzelabnahme

Fuer die Einzelabnahme sind meist Anpassungen an der Beleuchtung noetig: europataugliche Blinker, Nebelschlussleuchte und korrekte Lichtverteilung. Der Tacho muss Kilometer anzeigen oder umgestellt werden. Nach erfolgreicher Begutachtung stellt der Pruefer die Papiere fuer die Zulassungsstelle aus, wo das Fahrzeug regulaer angemeldet wird.

Diese Punkte vor dem Kauf klären

  • VIN pruefen und Fahrzeughistorie ueber Carfax oder AutoCheck anfordern
  • Titelstatus kontrollieren (Clean Title, keine Salvage-Historie)
  • Unterboden und Radhaeuser auf Rost und Unfallspuren pruefen
  • Servicebelege, insbesondere Oelwechsel-Intervalle, verlangen
  • Funktion von Fahrwerk, Kamera und Klimaanlage bestaetigen lassen
  • Reifen- und Bremsenzustand wegen hoher Ersatzkosten beachten

Häufig gestellte Fragen

Ist der Infiniti FX in Deutschland zulassungsfaehig?

Ja, nach Einzelabnahme mit den ueblichen Anpassungen an Beleuchtung und Tacho ist die Zulassung problemlos moeglich.

Faellt beim FX der 0-Prozent-Zoll an?

Der FX wird in Japan gebaut. Der reduzierte Satz gilt nur bei nachweisbarem US-Ursprung, daher ist er hier in der Regel nicht anwendbar.

Welcher Motor ist empfehlenswert?

Der 3,7-Liter-V6 (FX37) bietet ein gutes Verhaeltnis aus Leistung und Alltagstauglichkeit. Der FX50 ist selten und durstig, aber fuer Enthusiasten reizvoll.

Wie hoch ist der Verbrauch?

Je nach Motor und Fahrweise sind real etwa 12 bis 16 Liter auf 100 Kilometer einzuplanen.

Gibt es Ersatzteile in Europa?

Viele Teile werden mit dem Nissan-Konzern geteilt und sind gut verfuegbar; einige Karosserie- und Interieurteile muessen importiert werden.

Wie alt sind typische US-Angebote?

Der Grossteil stammt aus den Baujahren 2009 bis 2013, die letzte Generation vor dem Namenswechsel zum QX70.

Muss die Einfuhrumsatzsteuer immer gezahlt werden?

Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhaengig vom Zollsatz stets faellig.

Wie lange dauert der Import?

Von der Kaufbestaetigung bis zur Zulassung sind meist acht bis vierzehn Wochen realistisch.

Mehr Modelle finden Sie im Infiniti im Carhub. Interessant sind auch der Infiniti QX70 als direkter Nachfolger, der Infiniti QX50 sowie der plattformverwandte Nissan Murano. Aktuelle aktuelle FX Angebote finden Sie in unserer Fahrzeugliste.