Dodge Journey

Dodge Journey gebraucht aus den USA importieren

Der Dodge Journey war über gut zwölf Jahre hinweg das erschwingliche Familien-SUV im Dodge-Programm und wurde in Nordamerika in großen Stückzahlen verkauft. Wer ein geräumiges, oft mit dritter Sitzreihe ausgestattetes Fahrzeug mit V6-Option sucht, findet auf dem US-Gebrauchtmarkt ein breites Angebot. Als unabhängiger Vermittler begleiten wir den Kauf und die Einfuhr eines gebrauchten Journey, ohne selbst Händler zu sein.

Dodge journey – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: TuRbO_J from Adelaide, Australia · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Modellhistorie und Generationen

Der Journey (Werkscode JC) lief 2008 an und blieb bis 2020 praktisch in einer einzigen, langlebigen Generation im Programm – ein Umstand, der Ersatzteile und Reparaturwissen gut verfügbar macht. Technisch stand er auf einer weiterentwickelten Plattform, die auch dem Dodge Avenger und dem Chrysler 200 zugrunde lag. 2011 folgte eine umfangreiche Überarbeitung: neuer Innenraum mit deutlich besserer Materialqualität, überarbeitetes Fahrwerk und vor allem der Wechsel vom älteren 3.5-Liter-V6 auf den modernen Pentastar-V6. Produziert wurde der Journey durchgängig im Werk Toluca in Mexiko – ein Punkt, der für die zollrechtliche Einordnung wichtig ist.

Motoren und Antrieb

Im US-Bestand dominieren zwei Motoren. Der 2.4-Liter-Vierzylinder (World Gasoline Engine) leistet rund 173 PS und ist an eine vierstufige Automatik gekoppelt – solide, aber im gut zwei Tonnen schweren Wagen eher genügsam als spritzig. Deutlich souveräner tritt der 3.6-Liter-Pentastar-V6 mit etwa 283 PS auf, kombiniert mit einer sechsstufigen Automatik. Frühe Modelle bis 2010 trugen noch den 3.5-Liter-V6 mit rund 235 PS. Der Vierzylinder ist stets Fronttriebler; der V6 war in den ersten Jahren auch mit Allradantrieb zu haben, der später aus dem Programm fiel. Für den Import empfiehlt sich meist die V6-Variante ab Modelljahr 2011 – der Pentastar gilt als der laufruhigere und haltbarere Antrieb.

Varianten und Ausstattungslinien

Dodge staffelte den Journey in den USA über die Linien SE, SXT, Crossroad, R/T und Limited. Die Basis SE blieb bewusst schlicht, während SXT und Crossroad Alufelgen, Klimaautomatik und Komfortdetails brachten. Der R/T setzte auf sportlichere Abstimmung und hochwertigere Innenausstattung, der Limited auf Leder und Assistenzumfänge. Praktisch für Familien: die optionale dritte Sitzreihe macht den Journey zum Siebensitzer, und das durchdachte Staufachkonzept mit Fächern im Boden gehörte zu den Stärken. Karosserieseitig gab es nur eine Variante – das fünftürige Kompakt-SUV.

So sieht der US-Markt aus

Der Journey wurde in großer Zahl als Familien- und Flottenfahrzeug verkauft, entsprechend groß ist das Angebot. Typisch sind Modelljahre zwischen 2012 und 2019 mit Laufleistungen von rund 80.000 bis 200.000 Meilen. Viele Exemplare stammen aus sonnigen Bundesstaaten und sind dadurch weitgehend rostfrei – ein echter Vorteil gegenüber europäischen Gebrauchten. Preislich lag der Journey in den USA im günstigen Segment, was ihn zu einem der zugänglicheren Import-Kandidaten macht.

Für wen dieses Modell passt

Interessant ist der Journey für Familien, die viel Platz und optional sieben Sitze suchen, ohne ein großes Budget zu binden. Wer den kräftigeren V6 wählt und Wert auf ein wartungsgepflegtes, rostarmes US-Exemplar legt, bekommt ein praktisches Alltagsfahrzeug. Weniger sinnvoll ist der Import, wenn niedriger Verbrauch oberste Priorität hat – hier spielen die Motoren nicht ihre Stärke aus.

Technische Daten

KarosserieKompakt-SUV, 5 Türen, 5 oder 7 Sitze
Bauzeit2008–2020 (eine Generation, Facelift 2011)
ProduktionsortToluca, Mexiko
Basismotor2.4 l R4, ca. 173 PS
Topmotor3.6 l Pentastar V6, ca. 283 PS
Getriebe4-Stufen-Automatik (R4) / 6-Stufen-Automatik (V6)
AntriebFrontantrieb, V6 früh optional Allrad
Längeca. 4.890 mm
Breiteca. 1.880 mm
Radstandca. 2.890 mm
Leergewichtca. 1.750–1.950 kg
Anhängelastbis ca. 1.130 kg (V6)
Tankinhaltca. 78 l
KraftstoffBenzin
Kofferraumca. 300 l (7-Sitzer) bis ca. 1.900 l

Typische Schwachstellen und Wartung

Der 2.4-Liter mit vierstufiger Automatik gilt als robust, aber unterdimensioniert – die Automatik schaltet träge und mag keine Dauerlast. Beim V6 ist der Pentastar grundsätzlich haltbar, bei frühen Baujahren traten vereinzelt Probleme am Zylinderkopf auf, die Dodge im Rahmen von Kulanz behob. Wiederkehrendes Thema quer durch die Baujahre ist das TIPM (Totally Integrated Power Module), das elektrische Störungen verursachen kann – von unruhigem Kaltstart bis zu Fehlfunktionen an Verbrauchern. Weitere bekannte Punkte sind vorzeitiger Bremsenverschleiß, Klimakompressor, Innenraumklappern und verschlissene Radlager. Vor dem Kauf lohnt eine Prüfung des Servicehefts und ein Blick auf mögliche TIPM-Symptome.

Was US-Modelle anders machen

US-Journeys haben die für Nordamerika typische Beleuchtung mit rot-orangen Rückleuchten und teils separaten Blinkerkonzepten, dazu Meilen-Tacho und mph-Skalierung. Für die deutsche Zulassung sind Anpassungen an die Beleuchtung (europäische Blinker, teils Nebelschlussleuchte), die Tachoumstellung und die Prüfung der Abgaswerte nötig. Ausstattungsseitig war der US-Journey oft mit anderen Infotainment- und Assistenzpaketen bestückt als in Europa üblich.

Der Import-Ablauf im Detail

Am Anfang steht die Auswahl eines passenden Fahrzeugs, idealerweise mit lückenloser Historie. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck, um Herkunft und Werk zu bestimmen. Über eine Treuhandabwicklung wird der Kauf abgesichert, danach organisieren wir den Seetransport nach Europa. Nach Ankunft folgen die Verzollung, die technische Einzelabnahme beim TÜV samt eventueller Umrüstungen und schließlich die Zulassung.

Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist

Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.

Beim Journey ist die Herkunft entscheidend: Da das Modell in Mexiko gebaut wurde, greift der für US-Ursprung mögliche Einfuhrzoll von 0 % in der Regel nicht – maßgeblich ist der tatsächliche Herstellungsort, der über die VIN und die Werkskennung nachgewiesen wird. Der reguläre Einfuhrzollsatz für Pkw richtet sich nach dem Ursprung. Unabhängig davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an, berechnet auf Fahrzeugwert zuzüglich Zoll und Transport. Hinzu kommen Nebenkosten für Fracht, Abwicklung, Prüfung und Zulassung. Wir arbeiten als Vermittler ohne eigene Marge.

TÜV, Umrüstung und Zulassung

Für die Einzelabnahme sind meist Anpassungen an der Beleuchtung erforderlich, seltener am Fahrwerk. Der Prüfer bewertet Bremsen, Reifen, Abgas und Sicherheit. Nach bestandener Abnahme und Einholung der Papiere erfolgt die reguläre Zulassung bei der Behörde.

Vor dem Kauf prüfen

1. VIN prüfen und Fahrzeughistorie (Carfax/AutoCheck) einsehen. 2. Titelstatus kontrollieren – kein Salvage/Rebuilt, sofern nicht gewünscht. 3. Unterboden und Radläufe auf Rost prüfen. 4. Servicenachweise für Öl und Getriebe verlangen. 5. TIPM-Symptome und Elektrik testen. 6. V6 gegenüber 2.4 bevorzugen. 7. Zustand der Automatik bei Probefahrt beobachten.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Dodge Journey zuverlässig?

Der V6 ab 2011 gilt als solide, der 2.4-Liter als robust, aber schwach motorisiert. Elektrikthemen rund um das TIPM sind das häufigste Ärgernis.

Fällt beim Journey der 0-Prozent-Einfuhrzoll an?

In der Regel nicht, da der Journey in Mexiko gebaut wurde. Der 0-%-Satz setzt nachweisbaren US-Ursprung voraus.

Muss ich immer Einfuhrumsatzsteuer zahlen?

Ja, die 19 % Einfuhrumsatzsteuer fallen bei jedem Import an, unabhängig vom Zollsatz.

Welcher Motor eignet sich am besten?

Der 3.6-Liter-Pentastar-V6 ab Modelljahr 2011 bietet die beste Kombination aus Kraft und Haltbarkeit.

Hat der Journey sieben Sitze?

Optional ja – viele US-Exemplare besitzen die dritte Sitzreihe und sind damit Siebensitzer.

Wie steht es um Rost bei US-Fahrzeugen?

Exemplare aus dem Süden der USA sind meist deutlich rostärmer als vergleichbare europäische Gebrauchte.

Welche Umrüstungen sind typisch?

Vor allem die Beleuchtung (Blinker, Nebelschlussleuchte) sowie die Tachoumstellung.

Mehr Auswahl finden Sie bei Dodge im Carhub. Ähnlich praktisch sind der Dodge Grand Caravan, der Dodge Nitro und der Jeep Compass. Sehen Sie sich auch aktuelle Journey Angebote an.