Chrysler Voyager
Chrysler Voyager gebraucht aus den USA importieren
Der Chrysler Voyager ist der klassische amerikanische Familien-Van in seiner modernen, preisbewussten Ausprägung: viel Platz für bis zu sieben Personen, praktische Schiebetüren und das clevere Sitzkonzept, für das die Marke bekannt ist. Wer einen geräumigen, pragmatischen Großraum-Van sucht, findet auf dem US-Markt ein solides Angebot. Als unabhängiger Vermittler begleiten wir den Import eines geprüften Gebrauchtwagens von der Auswahl bis zur deutschen Zulassung.

Baujahre, Generationen, wichtige Änderungen
Der Name Voyager reicht in den USA bis in die 1980er-Jahre zurück und stand über Jahrzehnte für den Ur-Minivan von Chrysler, in Europa als Grand Voyager bekannt. Die aktuelle Interpretation kam 2020 auf den Markt: Chrysler stellte den Voyager als günstigere, oft an Flotten gerichtete Schwesterversion der Pacifica auf derselben RU-Plattform vor. Technisch teilt er sich Karosserie, Radstand und Antrieb mit der Pacifica, verzichtet aber auf einige Luxusdetails, um preislich attraktiver zu sein. Über die Modelljahre wurden Ausstattung und Bezeichnungen der Linien mehrfach angepasst.
Was unter der Haube steckt
Der Voyager wird ausschließlich vom bewährten 3,6-Liter-Pentastar-V6 mit rund 287 PS angetrieben. Kombiniert ist er mit der Neungang-Automatik (948TE) und Frontantrieb. Der Antriebsstrang ist auf Laufruhe und Alltagstauglichkeit ausgelegt und bietet für einen Van dieser Größe ausreichende Fahrleistungen sowie eine solide Anhängelast. Eine Hybrid- oder Allradvariante ist dem Voyager im Gegensatz zur Pacifica nicht vorbehalten; im US-Bestand ist der Antrieb daher einheitlich.
Ausstattungslinien und Varianten
Die Ausstattung war meist in Stufen wie L und LX gegliedert, teils ergänzt um eine höherwertige Variante. Typisch sind die dreisitzige zweite Reihe, eine umklappbare dritte Reihe und je nach Version die praktischen Stow-n-Go-Sitze, die im Boden versenkt werden können und so eine ebene Ladefläche schaffen. Zur Ausstattung gehören häufig Uconnect-Infotainment, Dreizonen-Klimatisierung, elektrische Schiebetüren und diverse Ablagelösungen. Karosserieseitig gibt es nur den klassischen langen Van mit fünf Türen.
Der US-Gebrauchtmarkt
Da der Voyager stark im Flotten- und Mietwagengeschäft vertreten war, kommen viele Exemplare mit klarer Historie auf den Markt. Häufig sind Baujahre ab 2020 mit Laufleistungen zwischen 40.000 und 130.000 Meilen zu finden. Fahrzeuge aus dem Süden der USA sind meist rostarm. Wer eine reichere Ausstattung sucht, sollte auch die eng verwandte Pacifica in den Vergleich einbeziehen.
Lohnt sich der Import für Sie?
Der Voyager eignet sich für Familien, Gewerbetreibende oder Vereine, die viel Platz zu einem vernünftigen Kurs suchen und den typischen US-Van-Charakter mit einfacher Bedienung schätzen. Wer die praktischen Schiebetüren und das flexible Sitzkonzept nutzen möchte und keinen Wert auf Allrad oder Hybridtechnik legt, ist hier richtig. Für Käufer, die maximale Ausstattung wünschen, ist die Pacifica oft die bessere Wahl.
Technische Daten und Kennwerte
| Fahrzeugklasse | Großraum-Van (Minivan) |
| Marktstart aktuelle Version | Modelljahr 2020 |
| Plattform | Chrysler RU (verwandt mit Pacifica) |
| Motor | 3,6 L Pentastar V6, ca. 287 PS |
| Drehmoment | ca. 355 Nm |
| Getriebe | 9-Gang-Automatik (948TE) |
| Antrieb | Frontantrieb |
| Sitzplätze | bis 7 |
| Länge | ca. 5.176 mm |
| Radstand | ca. 3.089 mm |
| Leergewicht | ca. 1.960 kg |
| Laderaum max. | ca. 3.980 L |
| Tankvolumen | ca. 72 L |
| Verbrauch kombiniert | ca. 11–12 L/100 km |
| Kraftstoff | Benzin |
Wie zuverlässig ist das Modell?
Der Pentastar-V6 gilt als grundsolide, verlangt aber saubere Ölwechsel; sehr frühe Pentastar-Baujahre hatten Zylinderkopfprobleme, die bei der aktuellen Voyager-Generation kein Thema mehr sind. Aufmerksamkeit verdient die Neungang-Automatik: Frühe Ausführungen dieser Getriebefamilie zeigten gelegentlich harte oder zögerliche Schaltvorgänge, oft per Software-Update verbessert. Weitere bekannte Punkte sind Elektronik-Kleinigkeiten (Uconnect, Sensoren), die Mechanik der elektrischen Schiebetüren und – bei Flottenfahrzeugen mit vielen Meilen – Verschleiß an Bremsen und Fahrwerk. Die Stow-n-Go-Verriegelungen sollten auf Leichtgängigkeit geprüft werden.
Unterschiede USA und Europa
US-Fahrzeuge haben Meilentacho, US-Kartenmaterial und die amerikanische Beleuchtung mit teils rot integrierten Blinkern. Für den deutschen Betrieb sind gelbe Blinker hinten und eine Nebelschlussleuchte nachzurüsten. Radiofrequenzen können abweichen. Da der Voyager viel Technik mit der Pacifica teilt, ist die Teileversorgung über den freien Handel solide; markenspezifische Karosserieteile laufen über den Import.
So läuft der Import ab
Am Anfang steht die Auswahl nach Ausstattung, Baujahr und Zustand. Danach folgt der VIN- und Ursprungscheck zur Klärung von Historie und Herstellungsort. Über eine Treuhandabwicklung wird der Kaufpreis abgesichert, anschließend organisieren wir den Seetransport nach Europa. Es folgen Verzollung, technische Freigabe über TÜV beziehungsweise Einzelabnahme nach §21 StVZO und die abschließende Zulassung.
Einfuhrzoll, EUSt und Nebenkosten
Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.
Für Pkw beträgt der Einfuhrzoll regulär 10 Prozent. Bei nachweisbarem US-Ursprung kann er nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 auf 0 Prozent entfallen, sofern VIN und Herstellungswerk den US-Bau belegen und der Direkttransport gewahrt ist. Beim Voyager ist die Ursprungsprüfung wichtig, da die Produktion des Konzern-Vans nicht durchgängig in den USA erfolgte – die VIN entscheidet über den anwendbaren Satz. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent fällt in jedem Fall an. Hinzu kommen Transport, Hafengebühren, Gutachten und Zulassung. Wir arbeiten als Vermittler ohne eigene Fahrzeugmarge.
Von der Umrüstung bis zur Zulassung
Für die Einzelabnahme sind meist die hintere Blinkerfarbe, eine Nebelschlussleuchte und gegebenenfalls die Scheinwerfereinstellung anzupassen. Bei einem Sieben- oder Achtsitzer ist auf korrekte Angaben zur Sitzplatzzahl in den Papieren zu achten. Mit bestandener Prüfung und den Zolldokumenten erfolgt die reguläre Zulassung.
Checkliste für den US-Kauf
Lassen Sie die VIN prüfen und einen Carfax- oder AutoCheck-Bericht erstellen. Kontrollieren Sie den Titelstatus (Clean Title), die Unfallhistorie und den Service. Prüfen Sie den Unterboden auf Rost, testen Sie das Schaltverhalten der Neungang-Automatik und die Funktion der elektrischen Schiebetüren. Achten Sie bei Flottenfahrzeugen auf den Zustand von Innenraum, Bremsen und Reifen sowie auf die Leichtgängigkeit der Stow-n-Go-Sitze.
Das fragen Käufer am häufigsten
Ist der Voyager zollfrei importierbar?
Zollfreiheit lässt sich nie garantieren. Bei belegtem US-Ursprung kann der Einfuhrzoll auf 0 Prozent sinken; andernfalls gilt der reguläre Satz. Die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer fallen immer an.
Worin unterscheidet sich der Voyager von der Pacifica?
Der Voyager ist die preisbewusste Schwesterversion auf gleicher Plattform mit schlankerer Ausstattung, ohne Hybrid- und Allradoption.
Welchen Motor hat der Voyager?
Ausschließlich den 3,6-Liter-Pentastar-V6 mit rund 287 PS und Neungang-Automatik.
Wie viele Sitzplätze bietet er?
Je nach Konfiguration bis zu sieben, mit flexibel umklappbaren Reihen.
Wie alt sind typische Importfahrzeuge?
Häufig Baujahre ab 2020 mit 40.000 bis 130.000 Meilen.
Was ist Stow-n-Go?
Ein Sitzsystem, bei dem sich Sitze im Boden versenken lassen und so eine ebene Ladefläche entsteht.
Welche Umbauten fordert der TÜV?
Üblich sind gelbe Blinker hinten, eine Nebelschlussleuchte und ggf. eine Scheinwerferanpassung.
Bekomme ich Ersatzteile in Europa?
Viele Teile sind über die Pacifica-Verwandtschaft gut beschaffbar; spezifische Karosserieteile laufen über den Import.
Weitere Modelle finden Sie im Chrysler im Carhub. Verwandte Vans sind die Chrysler Pacifica, der Chrysler Town & Country und der Honda Odyssey. Sehen Sie sich auch die aktuelle Voyager Angebote an.