Buick Regal
Buick Regal gebraucht aus den USA importieren
Der Buick Regal ist eine amerikanische Mittelklasse-Baureihe, die technisch eng mit dem europaeischen Opel Insignia verwandt ist. Gerade das macht ihn fuer Importinteressenten interessant: bekannte Technik in einer eigenstaendigen US-Interpretation, verfuegbar als Fliessheck-Limousine (Sportback), als Kombi (TourX) und in der sportlichen GS-Variante. Ein wichtiger Punkt vorab: Die modernen Regal-Generationen wurden ueberwiegend in Europa gebaut, was den Ursprung und damit den Zollsatz massgeblich beeinflusst.

Modellgeschichte: Baujahre und Generationen
Der Name Regal reicht Jahrzehnte zurueck, doch fuer den Import sind vor allem zwei Generationen relevant. Die Generation von 2011 bis 2017 basierte auf dem Opel Insignia A und wurde als Stufenheck-Limousine angeboten, anfangs aus deutscher Produktion, spaeter aus dem GM-Werk in Oshawa (Kanada). Die letzte Generation ab 2018 wechselte zur Fliessheck-Karosserie (Regal Sportback) und zum Kombi (Regal TourX), beide auf Basis des Insignia B und in Ruesselsheim gebaut. In den USA endete die Baureihe nach dem Modelljahr 2020.
Motoren, Getriebe und Allrad im Überblick
Kern der letzten Generation ist der 2.0-Liter-Turbobenziner (LTG) mit rund 250 PS, kombiniert mit einer Acht- oder Neungang-Automatik. Der Sportback trat vorwiegend mit Frontantrieb an, waehrend der TourX-Kombi serienmaessig Allradantrieb bot. An der Spitze stand der Regal GS mit einem 3.6-Liter-V6-Sauger von etwa 310 PS, Allradantrieb mit Torque Vectoring und Neungang-Automatik. In der Generation davor gab es neben dem 2.0-Turbo auch Vierzylinder mit eAssist-Mildhybrid und einen frueheren GS mit Turbo-Vierzylinder.
Ausstattungen im US-Angebot
Die Ausstattung reichte von einfacheren Basislinien bis zu gut bestueckten Preferred-, Essence- und GS-Versionen mit Leder, Bose-Sound, Assistenzpaketen und adaptivem Fahrwerk. Karosserieseitig stehen drei Konzepte zur Wahl: die praktische Sportback-Fliesshecklimousine, der laenderorientierte TourX-Kombi mit erhoehter Bodenfreiheit und der sportliche GS. Diese Vielfalt ist ein Grund, warum der Regal fuer Import-Individualisten reizvoll bleibt.
Gebrauchtmarkt USA
Im US-Bestand finden sich Regal der Baujahre 2011 bis 2020. Sportback und TourX der letzten Generation sind besonders gesucht, weil sie in Europa als Buick praktisch nicht existieren. Die Fahrzeuge stammen haeufig aus dem Erstbesitz von Komfortfahrern; Exemplare aus dem US-Sueden sind meist rostarm. Bei aelteren Regal lohnt der Blick auf Wartungsstand und die typischen Verschleisspunkte der Insignia-Technik.
Für wen der Import interessant ist
Der Regal spricht Kaeufer an, die eine praktische, komfortable Mittelklasse mit vertrauter Opel-Technik in einer eigenstaendigen US-Optik suchen. Vor allem der TourX-Kombi und der GS haben Liebhaberpotenzial. Da die Regal-Technik in Europa gut bekannt ist, sind Teileversorgung und Werkstattkenntnis vergleichsweise unkompliziert, was den Unterhalt erleichtert.
Die wichtigsten Kennzahlen
| Fahrzeugklasse | Mittelklasse (Limousine/Kombi) |
| Karosserie | Sportback (Fliessheck), TourX (Kombi), GS |
| Basis | Opel Insignia (A bzw. B) |
| Standardmotor | 2.0L Turbo (LTG) |
| Leistung 2.0T | ca. 250 PS |
| GS-Motor | 3.6L V6 Sauger |
| Leistung GS | ca. 310 PS |
| Getriebe | 8- oder 9-Gang-Automatik |
| Antrieb | Front- oder Allradantrieb (TourX/GS: AWD) |
| Laenge | ca. 4,9 m |
| Sitzplaetze | 5 |
| Kofferraum TourX | ca. 660-1.720 l |
| Bauzeit (relevant) | 2011-2020 |
| Produktion | ueberwiegend Ruesselsheim (DE) / Oshawa (CA) |
| Herkunft | neutral (Herstellungsort massgeblich) |
Die Werte sind modelltypische Circa-Angaben, je nach Generation, Motor und Ausstattung am Fahrzeug zu pruefen.
Schwachstellen, die Käufer kennen sollten
Der 2.0-Turbo (LTG) mit Direkteinspritzung ist grundsaetzlich robust, kann aber im Alter zu Verkokungen an den Einlassventilen neigen; ausserdem sind Steuerkette, PCV-Ventil und Turbolader im Blick zu behalten. Die GM-Neungang-Automatik verlangt regelmaessige Oelwechsel. Beim V6-GS sind Kette und Kuehlung wichtig. Ueber die Insignia-Verwandtschaft sind viele Schwachstellen gut dokumentiert, etwa Elektronik-Kleinkram, Sensorik und Fahrwerksbuchsen. Ein sauberes Serviceheft und der Nachweis gepflegter Oelwechsel sind die besten Argumente fuer ein gutes Exemplar.
Unterschiede zur europäischen Version
Interessant ist, dass der moderne Regal in Europa gebaut, aber als Buick verkauft wurde. Fuer den Import bedeutet das: US-Beleuchtung mit abweichenden Blinkern, Meilen-Tacho und US-Infotainment treffen auf eine im Kern europaeische Technikbasis. Das erleichtert Teileversorgung und Reparatur, verlangt bei der Zulassung aber dennoch die ueblichen Anpassungen an Licht und Blinkern. Weil viele Regal ausserhalb der USA gefertigt wurden, ist der Ursprung besonders sorgfaeltig zu pruefen.
Import Schritt fuer Schritt
Zuerst waehlen Sie das Fahrzeug und pruefen die VIN samt tatsaechlichem Herstellungsort. Der Kauf laeuft ueber ein Treuhandkonto, danach folgt der Seetransport nach Europa. Anschliessend werden Verzollung und Einfuhrumsatzsteuer abgewickelt, es folgen Umruestung, technische Einzelabnahme beim TUEV und die Zulassung.
Zoll und Steuern: das fällt an
Merke: Ohne Ursprungsnachweis kein 0-%-Zoll – und die 19 % Einfuhrumsatzsteuer gilt bei jeder Einfuhr.
Beim Regal ist der Ursprung entscheidend: Der 0-%-Einfuhrzoll nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 setzt einen nachweisbaren US-Ursprung (VIN/Werk) voraus. Da viele Regal in Europa gebaut wurden, greift dieser Satz haeufig gerade nicht, und es gilt der regulaere Kfz-Zollsatz. Umso wichtiger ist die VIN-Pruefung vor dem Kauf. Unabhaengig vom Ursprung faellt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an, die getrennt vom Zoll zu betrachten ist. Hinzu kommen Transport, Umruestung, Pruefungen und Zulassung. USCar Trader vermittelt neutral und erhebt keine Fahrzeugmarge.
Umrüstung und Einzelabnahme
Zur Zulassung gehoeren meist Anpassungen an Beleuchtung und Blinkern. Dank der europaeischen Technikbasis sind Umruestung und Teilebeschaffung oft unkompliziert. Nach Vorlage der Unterlagen erfolgt die Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO, danach die regulaere Zulassung.
Diese Punkte vor dem Kauf klären
- VIN pruefen und Herstellungsort/Ursprung bestaetigen
- Historie/Carfax auf Unfaelle und Vorbesitzer pruefen
- Rost an Unterboden und Radlaeufen kontrollieren
- Serviceheft, Oelwechsel und Getriebewartung nachweisen
- Turbo, Steuerkette und PCV am 2.0T pruefen
- Titelstatus (clean title, kein Salvage)
- Funktion von Assistenz und Infotainment testen
Häufig gestellte Fragen
Ist der Buick Regal zollfrei importierbar?
Nicht automatisch. Der 0-%-Einfuhrzoll setzt US-Ursprung voraus; viele Regal wurden in Europa gebaut, dann gilt der regulaere Satz. Die 19 % EUSt fallen immer an.
Worin unterscheiden sich Sportback, TourX und GS?
Der Sportback ist die Fliessheck-Limousine, der TourX ein Kombi mit Allrad und mehr Bodenfreiheit, der GS die sportliche V6-Allradversion.
Ist die Technik zuverlaessig?
Die Insignia-Basis ist gut bekannt; auf Verkokung, Steuerkette und Getriebewartung sollte geachtet werden.
Bekomme ich Ersatzteile in Europa?
Dank der Opel-Verwandtschaft ist die Teileversorgung fuer viele Komponenten vergleichsweise unkompliziert.
Welche Motoren gibt es?
Ueberwiegend den 2.0-Turbo mit rund 250 PS, dazu den 3.6-V6 im GS; aeltere Generationen boten zusaetzlich eAssist-Mildhybrid.
Wurde der Regal in den USA gebaut?
Die modernen Generationen kamen ueberwiegend aus Ruesselsheim bzw. Oshawa. Der Herstellungsort ist per VIN zu pruefen.
Was ist bei der Zulassung noetig?
Meist Anpassungen an Beleuchtung und Blinkern, danach die Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO.
Lohnt sich der Import?
Fuer Liebhaber von TourX oder GS in US-Ausfuehrung durchaus, sofern der Ursprung und die Gesamtabgaben geklaert sind.
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