Buick LaCrosse

Buick LaCrosse gebraucht aus den USA importieren

Der Buick LaCrosse ist eine großformatige, betont komfortabel abgestimmte Oberklasse-Limousine, wie sie in dieser Machart in Europa kaum angeboten wird. Er richtet sich an Fahrer, die weiche Fahrwerksabstimmung, ruhigen Geradeauslauf und viel Platz einem sportlich-straffen Charakter vorziehen. Für den Import ist der Herstellungsort entscheidend, weil sich daraus der anzuwendende Einfuhrzoll ergibt; der LaCrosse lief in nordamerikanischen GM-Werken vom Band.

Buick lacrosse – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Greg Gjerdingen from Willmar, USA · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Modellgeschichte: Baujahre und Generationen

Der LaCrosse löste 2004 den Regal ab und trat als klassische amerikanische Limousine an. Die erste Generation (2005-2009) bot noch V6-Motoren in eher konservativer Auslegung. Mit der zweiten Generation (2010-2016) wurde der LaCrosse deutlich moderner, wuchs auf die Epsilon-II-Plattform, erhielt ein hochwertigeres Interieur und war unter anderem mit dem eAssist-Mildhybrid erhältlich. Die dritte und letzte Generation (2017-2019) stand auf einer leichteren Plattform, wirkte eleganter und schloss die Modellreihe ab, bevor Buick das Limousinensegment zugunsten von SUV verließ. Über die Generationen wandelte sich der LaCrosse vom biederen Cruiser zur ambitionierten Komfortlimousine.

Motoren, Getriebe und Allrad im Überblick

Das Rückgrat bildeten über die Jahre GM-V6-Motoren, zuletzt der 3,6-Liter-V6 mit rund 305 PS, kombiniert mit einer Sechs- beziehungsweise später Neungang-Automatik. In der zweiten Generation gab es zusätzlich einen 2,4-Liter-Vierzylinder mit eAssist-Mildhybrid, der auf sparsamen Betrieb ausgelegt war. Angetrieben wurde in der Regel die Vorderachse, Allrad war je nach Baujahr und Ausstattung verfügbar. Im US-Gebrauchtbestand überwiegen die komfortabel motorisierten V6-Fahrzeuge, die den typischen ruhigen Charakter des LaCrosse am besten wiedergeben.

Ausstattungen im US-Angebot

Buick staffelte den LaCrosse über Linien wie Base, Preferred, Essence, Premium und die gehobene Avenir-Ausstattung der letzten Generation. Je nach Stufe finden sich Lederausstattung, belüftete Sitze, Bose-Soundsystem, Head-up-Display, Panoramadach und umfangreiche Assistenzsysteme. Der LaCrosse war ausschließlich als viertürige Limousine erhältlich, wobei die höheren Linien mit spürbar mehr Dämmung und Ausstattung den Anspruch als Komfortmodell unterstreichen.

Gebrauchtmarkt USA

Der US-Gebrauchtmarkt für den LaCrosse ist gut bestückt, da das Modell über anderthalb Jahrzehnte in Stückzahl verkauft wurde. Typisch sind gepflegte Fahrzeuge aus Erstbesitz, häufig von komfortorientierten Fahrern bewegt, mit moderaten bis mittleren Laufleistungen. Da Limousinen dieser Art in den USA oft als Langstreckenfahrzeuge dienen, sind auch Exemplare mit höherer Autobahnlaufleistung und entsprechend gutem Gesamtzustand keine Seltenheit. Die letzte Generation ist als jüngstes Baujahr besonders gefragt.

Für wen der Import interessant ist

Der Import lohnt sich für Liebhaber klassischer amerikanischer Komfortlimousinen, die in Europa kein direktes Gegenstück finden. Wer eine großzügige, leise und weich abgestimmte Reiselimousine sucht und den eigenständigen Auftritt des LaCrosse schätzt, findet im US-Angebot eine Vielfalt an Baujahren und Ausstattungen, die den Weg der Einfuhr rechtfertigt.

Die wichtigsten Kennzahlen

KarosserieLimousine, 4 Türen, 5 Sitze
AntriebFrontantrieb, teils Allrad
Topmotor3,6-l-V6-Sauger
Leistung V6ca. 305 PS
Alternativmotor2,4-l-Vierzylinder mit eAssist (Gen 2)
Getriebe6- bzw. 9-Stufen-Automatik
Längeca. 5000-5030 mm
Breiteca. 1875 mm
Radstandca. 2905 mm (Gen 3)
Leergewichtca. 1600-1800 kg je nach Motor
Kofferraumca. 430 l
Tankinhaltca. 62 l
0-100 km/hca. 6,5-7 s (V6)
Bauzeit2005-2019 (drei Generationen)
ProduktionNordamerika (u. a. Detroit-Hamtramck, Kansas)

Schwachstellen, die Käufer kennen sollten

Der 3,6-Liter-V6 (LFX/LGX) gilt bei regelmäßiger Wartung als solide, reagiert aber empfindlich auf verschlepptes Ölwechselintervall; bei älteren Varianten dieser V6-Familie sind Steuerkettenverschleiß und Wasserpumpen ein bekanntes Thema, das mit den Baujahren entschärft wurde. Die eAssist-Fahrzeuge der zweiten Generation können in fortgeschrittenem Alter Aufmerksamkeit beim kleinen Hybridakku erfordern. Weitere Punkte sind das StabiliTrak-/elektrische System, gelegentliche Undichtigkeiten und der Zustand des Fahrwerks bei komfortabel bewegten Langläufern. Ein lückenloser Serviceverlauf und ein Blick auf Ölzustand und Kühlsystem sind hier die wichtigsten Absicherungen.

Unterschiede zur europäischen Version

US-Fahrzeuge sind auf die dortige Beleuchtung ausgelegt, sodass Blinker auf gelbes Dauerlicht und die seitliche Positionsbeleuchtung für die deutsche Zulassung anzupassen sind. Der Tacho zeigt Meilen, das Radio nutzt das US-Frequenzraster, und die Navigation ist für Nordamerika hinterlegt. Da der LaCrosse in Europa nicht offiziell verkauft wurde, liegt keine europäische Typgrundlage vor, was die Einzelabnahme etwas aufwendiger, aber gut planbar macht.

Import Schritt für Schritt

Zunächst wird ein konkretes Fahrzeug ausgewählt, danach folgt der VIN- und Ursprungscheck, der Herkunft und Fertigungsort dokumentiert. Über ein Treuhandmodell wird der Kaufbetrag abgesichert, bevor das Fahrzeug per Seetransport nach Europa verschifft wird. Es schließen sich Verzollung, technische Prüfung mit Einzelabnahme beim TÜV und die Zulassung an. USCar Trader begleitet den Ablauf als Vermittler.

Zoll und Steuern: das fällt an

Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.

Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem Herstellungsort. Wird der US-Ursprung über die VIN und den Fertigungsort belegt, kann nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 der Nullzoll infrage kommen, sofern Direkttransport und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind; garantiert wird das nie. Lässt sich der US-Ursprung nicht nachweisen, greift der reguläre Drittlandszollsatz. Unabhängig davon fällt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent auf den Zollwert an. Hinzu kommen Transport, Umrüstung, Prüfungen und Zulassung. Eine Fahrzeugmarge erhebt USCar Trader als Vermittler nicht.

Umrüstung und Einzelabnahme

Für die Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO werden die Beleuchtung angepasst, Abgas- und Geräuschwerte belegt und die Fahrzeugdaten dokumentiert. Da keine europäische Typgrundlage vorliegt, prüft der Sachverständige das Fahrzeug einzeln; mit vollständigen Unterlagen ist das Routine. Nach bestandener Prüfung stellt die Zulassungsstelle die deutschen Papiere aus.

Diese Punkte vor dem Kauf klären

  • VIN prüfen und Fertigungsort für den Ursprungsnachweis bestätigen.
  • Carfax- oder AutoCheck-Historie auf Unfälle und Vorbesitzer einsehen.
  • Titelstatus kontrollieren (Clean Title, kein Salvage oder Rebuilt).
  • Servicehistorie, Ölzustand und Kühlsystem des V6 prüfen.
  • Unterboden und Radkästen auf Rost aus Streusalzregionen kontrollieren.
  • Bei eAssist-Modellen den Zustand des Hybridakkus abklären.
  • Fahrwerk und Reifen bei Langläufern genau ansehen.

Häufig gestellte Fragen

Wurde der Buick LaCrosse in Europa verkauft?

Nein, der LaCrosse war ein nordamerikanisches Modell, weshalb der Import der übliche Weg ist, ihn nach Deutschland zu holen.

Welcher Motor ist empfehlenswert?

Der 3,6-Liter-V6 gibt den komfortablen Charakter am besten wieder und ist bei gepflegter Wartung solide.

Welche Generation ist die modernste?

Die dritte Generation von 2017 bis 2019 ist die jüngste und eleganteste, allerdings auch am gefragtesten.

Bekomme ich bei US-Ursprung 0% Zoll?

Möglich, aber nicht garantiert. Voraussetzung sind der fahrzeugbezogene Ursprungsnachweis und der Direkttransport.

Fällt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an?

Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhängig vom Zollsatz immer erhoben.

Ist Rost ein Thema?

Bei Fahrzeugen aus Streusalzregionen im Norden der USA lohnt der genaue Blick auf Unterboden und Radkästen.

Gibt es den LaCrosse mit Allrad?

Je nach Baujahr und Ausstattung war Allradantrieb verfügbar, verbreiteter ist jedoch der Frontantrieb.

Muss die Beleuchtung umgerüstet werden?

In der Regel ja, vor allem die Blinker und die seitliche Positionsbeleuchtung.

Weiterführend: Buick im Carhub, verwandte Modelle Buick Regal, Buick Lucerne und Buick LeSabre sowie aktuelle LaCrosse Angebote.