Polestar 4
Polestar 4 gebraucht aus den USA importieren
Der Polestar 4 ist ein elektrisches SUV-Coupé, das durch seine flache Dachlinie und den vollständigen Verzicht auf eine gläserne Heckscheibe auffällt – der Blick nach hinten läuft über eine Kamera auf einen digitalen Spiegel. Wer ein konkretes Fahrzeug mit bestimmter Ausstattung sucht, findet auf dem US-Markt eine wachsende Auswahl. Als unabhängiger Vermittler begleiten wir den Import eines gebrauchten Polestar 4.

Modellhistorie und Generationen
Polestar, aus der Volvo-Welt hervorgegangen, positioniert den 4 zwischen dem kompakteren Polestar 2 und dem größeren Polestar 3. Die Produktion startete 2023, die Auslieferungen breiteten sich 2024 auf Nordamerika aus. Technisch basiert der Wagen auf der SEA-Elektroplattform des Geely-Konzerns. Als junges Modell existiert bislang eine Generation; laufende Modelljahres-Updates betreffen vor allem Software, Reichweiten-Feinschliff und Ausstattung.
Motoren und Antrieb
Der Polestar 4 wird in zwei Antriebsvarianten angeboten. Die Single Motor-Version treibt mit rund 272 PS die Hinterachse an und ist die reichweitenstärkste Ausführung. Die Dual Motor-Variante ergänzt einen zweiten E-Motor an der Vorderachse, leistet zusammen rund 544 PS und bietet Allradantrieb mit deutlich kräftigerem Antritt. Beide nutzen eine Batterie mit rund 100 kWh Bruttokapazität und eine 400-Volt-Architektur; die DC-Ladeleistung liegt bei bis zu etwa 200 kW. Im US-Bestand sind beide Varianten vertreten, wobei gut ausgestattete Dual-Motor-Fahrzeuge gefragt sind.
Varianten und Ausstattungslinien
Statt klassischer Trimlinien setzt Polestar auf Optionspakete. Das Plus-Paket bündelt Premium-Audio (Harman Kardon oder Bowers & Wilkins bei höheren Stufen), Head-up-Display und Komfortdetails; das Pro-Paket bringt vorwiegend optische Aufwertungen. Hinzu kommen Optionen wie Nappaleder, elektrisch verstellbare Fondsitze und Fahrassistenzsysteme. Die Karosserie bleibt das fünftürige Coupé-SUV mit fünf Sitzplätzen.
So sieht der US-Markt aus
Da der Polestar 4 erst seit 2024 in nennenswerter Stückzahl in den USA ausgeliefert wird, besteht der Gebrauchtbestand aus jungen Fahrzeugen mit niedriger Laufleistung, häufig aus Leasing oder als Vorführwagen. Die Auswahl wächst, ist aber noch begrenzt. Fahrzeuge aus dem Süden und Westen sind wegen Karosserie- und Batteriezustand bevorzugt.
Für wen dieses Modell passt
Interessant ist der Import für Käufer, die ein markantes, gut ausgestattetes Elektro-SUV-Coupé suchen und von der breiteren US-Verfügbarkeit bestimmter Konfigurationen profitieren möchten. Wer Wert auf ein individuelles Fahrzeug abseits der gängigen Elektro-SUV legt, findet hier eine Alternative.
Technische Daten
| Fahrzeugklasse | Elektrisches SUV-Coupé |
| Marktstart | 2023 (US-Auslieferung ab 2024) |
| Plattform | Geely SEA (400 V) |
| Single Motor | Heckantrieb, ca. 272 PS |
| Dual Motor | Allrad, ca. 544 PS |
| Batterie (brutto) | ca. 100 kWh |
| Reichweite (EPA) | ca. 480 km (Single), ca. 430 km (Dual) |
| DC-Ladeleistung | bis ca. 200 kW |
| 0–100 km/h (Dual) | ca. 3,8 s |
| Länge | ca. 4.840 mm |
| Radstand | ca. 2.999 mm |
| Sitzplätze | 5 |
| Besonderheit | Digitaler Rückspiegel statt Heckscheibe |
| Produktionsort | China (später auch Südkorea) |
Typische Schwachstellen und Wartung
Als neues Elektromodell liegen kaum Langzeitdaten vor. Die häufigsten Themen bei modernen E-Fahrzeugen dieser Art sind Softwarestände (Infotainment, Assistenz, Ladeverhalten), die per Update gepflegt werden, sowie einzelne Sensor- und Kamerathemen – hier relevant durch die digitale Rückspiegellösung. Wichtig sind der Zustand der Hochvoltbatterie, ein sauberer Ladebericht und die aktuelle Softwareversion. Regelmäßige Updates und eine dokumentierte Historie sind entscheidend.
Was US-Modelle anders machen
US-Fahrzeuge haben Meilen-Anzeigen, teils abweichende Assistenzkonfigurationen und einen auf Nordamerika ausgelegten Ladestandard (CCS1 statt CCS2 bzw. NACS). Für das Laden in Europa ist daher der Ladeanschluss ein zentraler Prüfpunkt – gegebenenfalls sind Adapterlösungen oder Anpassungen nötig. Auch Konnektivitätsdienste und Navigation sind auf den US-Markt zugeschnitten.
Der Import-Ablauf im Detail
Zunächst wählen Sie ein Fahrzeug aus, das wir per VIN- und Ursprungscheck einordnen. Über eine Treuhandabwicklung wird der Kauf abgesichert, danach folgen Landtransport zum Hafen, Seetransport, Verzollung, technische Prüfung (TÜV/Einzelabnahme), notwendige Anpassungen und die Zulassung. Bei Elektrofahrzeugen prüfen wir zusätzlich den Ladeanschluss frühzeitig mit.
Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist
Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.
Der Polestar 4 wird in China (perspektivisch auch in Südkorea) gefertigt. Ein US-Ursprung im Sinne der Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 liegt damit üblicherweise nicht vor, sodass der Einfuhrzoll nach dem nachgewiesenen Herstellungsort greift. Bei chinesisch gefertigten Elektrofahrzeugen können zudem zusätzliche EU-Abgaben relevant sein – das ist im Einzelfall vorab zu klären. Der 0%-Satz ist hier normalerweise nicht einschlägig. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19% fällt in jedem Fall an und wird getrennt berechnet. Hinzu kommen Transport-, Versicherungs- und Zulassungskosten. Wir erheben keine Marge.
TÜV, Umrüstung und Zulassung
Neben der Beleuchtung (Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte) ist beim Elektromodell der Ladeanschluss der wichtigste Punkt für den europäischen Betrieb. Die Einzelabnahme prüft Sicherheit, Abmessungen und Hochvolt-Komponenten. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Prüfer ist ratsam.
Vor dem Kauf prüfen
- VIN prüfen und Herstellungsort bestätigen
- Fahrzeughistorie/Carfax auf Unfälle und Vorbesitzer
- Titelstatus (clean title, kein Salvage)
- Zustand und Ladeberichte der Hochvoltbatterie
- Ladeanschluss (CCS1/NACS) und Europa-Tauglichkeit
- aktuelle Softwareversion und Update-Historie
- Funktion des digitalen Rückspiegels und der Kameras
Häufig gestellte Fragen
Hat der Polestar 4 wirklich keine Heckscheibe?
Richtig, statt Glas gibt es eine Heckkamera mit digitalem Innenspiegel; nach hinten wird über den Bildschirm gesehen.
Gilt für den Polestar 4 0% Einfuhrzoll?
In der Regel nicht, da er in China (bzw. Südkorea) gebaut wird. Es greift der Zoll je Herstellungsort, dazu immer 19% Einfuhrumsatzsteuer.
Welche Reichweite hat der Polestar 4?
Je nach Version rund 430 bis 480 Kilometer nach EPA; die Single-Motor-Variante ist am reichweitenstärksten.
Kann ich den Wagen in Europa laden?
Nach Prüfung und gegebenenfalls Adapterlösung ja; der US-Ladeanschluss ist ein zentraler Vorab-Punkt.
Wie schnell lädt die Batterie?
Am DC-Schnelllader mit bis zu etwa 200 kW über die 400-Volt-Architektur.
Single oder Dual Motor?
Single Motor für maximale Reichweite und Effizienz, Dual Motor für Allrad und deutlich mehr Leistung.
Wie jung sind die Gebrauchtangebote?
Fast durchweg neuwertige Fahrzeuge mit niedriger Laufleistung, oft aus Leasing.
Weitere Modelle finden Sie im Polestar im Carhub. Verwandte Elektromodelle sind der Polestar 3, der Polestar 2 und der Genesis GV60. Sehen Sie sich auch die aktuelle Polestar 4 Angebote an.