Mercedes-Benz E-Class

Mercedes-Benz E-Klasse gebraucht aus den USA importieren

Die E-Klasse (US-Bezeichnung: E-Class) ist seit Jahrzehnten die Referenz in der oberen Mittelklasse, und auf dem US-Gebrauchtmarkt sind gepflegte Exemplare in grosser Zahl und oft mit hoher Ausstattung zu finden. Als GEBRAUCHTES US-Marktfahrzeug laesst sich die E-Klasse nach Deutschland holen, wobei USCar Trader als unabhaengiger Vermittler die Abwicklung von der Auswahl bis zur Zulassung begleitet. Weil die Limousinen und T-Modelle in Sindelfingen und Bremen gebaut werden, entscheidet die VIN darueber, welcher Einfuhrzoll tatsaechlich anfaellt.

Mercedes-Benz E-Klasse – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: JustAnotherCarDesigner · CC0 · Wikimedia Commons

Modellhistorie und Generationen

Die aktuelle Baureihe W213 kam 2016 auf den US-Markt und wurde 2020 umfassend ueberarbeitet (Mopf mit neuen Motoren und dem MBUX-System). Davor prägte der W212 (2010 bis 2016) das Bild, erkennbar an der spaeteren Einfuehrung der 9G-Tronic und der Umstellung auf Vierzylinder-Turbos. In den USA war die E-Klasse traditionell als Sedan sehr verbreitet, das T-Modell (Wagon) deutlich seltener, dafuer als Coupe und Cabrio der Baureihe C238/A238 gefragt. Der W214 als juengste Generation erscheint erst nach und nach im Gebrauchtangebot.

Motoren und Antrieb

Im US-Bestand dominiert der E 300 mit dem 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder (M264, rund 255 PS) sowie der E 350. Sehr gefragt ist der E 450 mit dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder (M256) inklusive 48-Volt-Mildhybrid und EQ-Boost, meist mit 362 PS. Die AMG-Varianten E 53 (Reihensechszylinder, ca. 429 PS) und der V8-befeuerte E 63 S (M177, bis 612 PS) sind ebenfalls regelmaessig im Angebot. Fast alle US-Fahrzeuge tragen die 9G-Tronic-Wandlerautomatik, viele den Allradantrieb 4MATIC, der in schneereichen Bundesstaaten Standard ist.

Varianten und Ausstattungslinien

In den USA laufen die Linien meist unter Bezeichnungen wie Luxury, Sport, Exclusive und der AMG Line. Verbreitet sind das Premium- und Premium-Plus-Paket mit Burmester-Sound, Panoramadach, Head-up-Display und dem breiten Doppel-Display. Karosserieseitig trifft man vor allem auf die Limousine, seltener auf All-Terrain-Kombis, Coupe und Cabriolet. Gerade hoehere Ausstattungen sind auf dem US-Markt guenstiger konfiguriert als vergleichbare EU-Fahrzeuge.

So sieht der US-Markt aus

Das Angebot ist tief: Leasingrueckläufer mit drei bis vier Jahren und 40.000 bis 100.000 Kilometern sind typisch, oft aus dem Erstbesitz mit lückenloser Haendlerhistorie. Fahrzeuge aus dem Sun Belt (Kalifornien, Arizona, Texas, Florida) sind meist rostfrei, was für den TÜV ein echter Vorteil ist. Baujahre ab 2017 bilden den Schwerpunkt, wobei gepflegte E 450 und E 53 besonders begehrt sind.

Für wen dieses Modell passt

Wer eine hochwertig ausgestattete E-Klasse mit Sechszylinder oder AMG-Technik sucht, findet in den USA oft Konfigurationen, die hierzulande selten oder teuer sind. Der Import lohnt sich besonders bei Modellen mit US-typischer Vollausstattung und niedriger, klimabedingt rostarmer Substanz.

Technische Daten

MerkmalWert (typisch, je nach Variante)
BaureiheW213 (2016 bis 2023), W214 ab 2023
KarosserieLimousine, T-Modell, Coupe, Cabrio
Motoren (US)2,0 R4 Turbo; 3,0 R6 Mildhybrid; 4,0 V8 (AMG)
Leistungca. 255 bis 612 PS
Getriebe9G-Tronic Wandlerautomatik
AntriebHinterrad oder 4MATIC Allrad
0 auf 100 km/hca. 3,4 bis 6,2 s
Laengeca. 4,93 m (Limousine)
Leergewichtca. 1.700 bis 2.100 kg
Tankinhaltca. 66 l
KraftstoffBenzin (Super/Super Plus)
AbgasnormUS-Zertifizierung, EU-Nachweis erforderlich
HerstellungSindelfingen/Bremen (Deutschland)
Sitzplaetze5 (Limousine)

Typische Schwachstellen und Wartung

Die E-Klasse gilt insgesamt als solide, hat aber bekannte Schwachpunkte. Beim M264-Vierzylinder sollte man auf saubere Steuerkette und Kettenspanner achten, beim M256-Sechszylinder auf die 48-Volt-Elektrik und den Riemenstartergenerator. Die 9G-Tronic ist langlebig, verlangt aber regelmaessigen Oelwechsel. Haeufiger sind kleinere Elektronikthemen rund um MBUX, Sensorik der Fahrassistenz und die Luftfederung (Airmatic) bei entsprechend ausgestatteten Modellen. Beim V8 der AMG-Modelle sind Kuehlung und Warmlaufphase kritisch, hier zahlt sich eine dokumentierte Wartung aus.

Was US-Modelle anders machen

US-Fahrzeuge haben abweichende Blinker- und Beleuchtungsregelungen (rote statt gelbe hintere Blinker, andere Standlichtführung), teils Meilentacho und ein US-Navigationsdatenset. Die Motoren sind auf US-Kraftstoff abgestimmt, laufen aber problemlos mit deutschem Super Plus. Assistenzsysteme und Radio-Frequenzbänder können abweichen. Für die Einzelabnahme sind diese Punkte relevant und meist mit ueberschaubarem Aufwand anpassbar.

Der Import-Ablauf im Detail

Am Anfang steht die Auswahl eines konkreten Fahrzeugs, gefolgt vom VIN- und Ursprungscheck (die erste Stelle der VIN zeigt das Herstellungsland). Danach folgen die treuhaenderische Kaufabwicklung, der Seetransport per Container oder RoRo, die Verzollung bei Ankunft, TUEV/Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO und schliesslich die Zulassung bei der oertlichen Stelle.

Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist

Wichtig: Der Zollsatz hängt vom Herstellungsort ab; erst der VIN-Nachweis sichert den 0-%-Satz. Unabhängig davon gelten 19 % Einfuhrumsatzsteuer.

Da die E-Klasse in Deutschland gebaut wird, ist bei importierten US-Fahrzeugen der praeferenzielle 0-Prozent-Einfuhrzoll nach VO (EU) 2026/1455 und 2026/1461 nur bei nachweisbarem US-Ursprung moeglich; bei europaeischem Herstellungswerk gilt der regulaere Zollsatz. Der tatsaechliche Satz haengt also am dokumentierten Ursprung, weshalb die VIN vorab geprueft werden muss. Unabhaengig davon faellt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent an. Hinzu kommen Transport, Versicherung, Umruestung und Gebuehren fuer Gutachten und Zulassung. USCar Trader vermittelt ohne Fahrzeugmarge.

TUEV, Umruestung und Zulassung

Typische Anpassungen betreffen die hintere Beleuchtung (gelbe Blinkfunktion, Nebelschlussleuchte), gegebenenfalls die Scheinwerfereinstellung und den Tacho. Nach erfolgreicher Einzelabnahme und Vorliegen der Datenbestaetigung des Herstellers erfolgt die Zulassung. Eine COC-Bescheinigung liegt US-Fahrzeugen in der Regel nicht bei, daher der Weg ueber die Einzelabnahme.

Vor dem Kauf prüfen

  • VIN pruefen (Herstellungsland, Modelljahr, Ausstattungscode)
  • Carfax/AutoCheck auf Unfaelle, Titelstatus und Vorbesitzer
  • Titelstatus (Clean Title, kein Salvage/Rebuilt) bestaetigen
  • Servicehistorie und Zahnriemen/Kette dokumentieren lassen
  • Unterboden und Radhaeuser auf Rost pruefen (Nordstaaten)
  • Funktion von Airmatic, MBUX und Assistenz testen lassen
  • Reifenalter und Bremsen bewerten

Häufig gestellte Fragen

Ist die E-Klasse aus den USA zollfrei?

Nein, zollfrei gibt es nicht pauschal. Nur bei nachweisbarem US-Ursprung kann der praeferenzielle 0-Prozent-Zoll greifen; da die E-Klasse in Deutschland gebaut wird, ist das die Ausnahme. Die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer fallen ohnehin an.

Welche Motorisierung ist im US-Bestand am haeufigsten?

Der E 300 mit 2,0-Liter-Turbo und der E 350 dominieren, gefolgt vom beliebten E 450 mit Reihensechszylinder und Mildhybrid.

Laufen US-Motoren mit deutschem Kraftstoff?

Ja. Empfohlen wird Super Plus (98 Oktan), das entspricht weitgehend dem in den USA gebraeuchlichen Premium-Sprit.

Wie lange dauert der Import?

Von Kauf bis Zulassung sind je nach Seetransport und Terminen bei TUEV und Behoerde meist rund acht bis zwoelf Wochen realistisch.

Was kostet die Umruestung fuer den TUEV?

Die Beleuchtungsanpassung ist ueberschaubar; genaue Kosten haengen von Modelljahr und Ausstattung ab und werden vor Beauftragung transparent kalkuliert.

Bekomme ich eine deutsche Garantie?

Herstellergarantien sind meist an das US-Land gebunden. Kulanz ist moeglich, sollte aber nicht vorausgesetzt werden.

Ist ein T-Modell (Kombi) importierbar?

Ja, das T-Modell ist selten im US-Bestand, aber grundsaetzlich importierbar.

Woran erkenne ich ein rostarmes Fahrzeug?

Fahrzeuge aus dem Sun Belt sind meist rostfrei; ein Blick auf Unterboden und Bremsleitungen im Zustandsbericht hilft.

Mehr Modelle finden Sie bei Mercedes-Benz im Carhub. Interessant sind auch die C-Klasse Sedan, die CLS-Klasse und das GLE Coupe. Sehen Sie sich auch die aktuellen E-Klasse Angebote an.