Ford Flex

Ford Flex gebraucht aus den USA importieren

Der Ford Flex ist ein kantiger Full-Size-Crossover mit drei Sitzreihen, der Platzangebot eines Vans mit SUV-Charakter verbindet. Seine unverwechselbare, an einen Kombi-Van erinnernde Form macht ihn in Europa zur echten Rarität. USCar Trader vermittelt gebrauchte Exemplare aus dem US-Markt und unterstützt bei der Auswahl eines gepflegten Familienfahrzeugs mit passender Motorisierung.

Ford Flex – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Yinan Chen · Public domain · Wikimedia Commons

Baujahre, Generationen, wichtige Änderungen

Der Flex wurde von 2009 bis 2019 gebaut und blieb über die gesamte Laufzeit eine Generation, erhielt aber 2013 eine deutliche Modellpflege. Diese brachte eine überarbeitete Front mit durchgehendem Grillband statt der markanten Kühlerrippen, neue Assistenzsysteme und das MyFord-Touch-System. Über die Jahre blieb das Grundkonzept konstant: ein niedriger, breiter Aufbau mit sehr guter Raumausnutzung und drei vollwertigen Sitzreihen. Gerade wegen seines eigenständigen Designs hat der Flex bis heute eine treue Fangemeinde.

Was unter der Haube steckt

Basis ist der 3,5-Liter-Duratec-V6 als Saugmotor mit rund 262 PS, kombiniert mit einer Sechsstufen-Automatik und wahlweise Front- oder Allradantrieb. Das Topmodell trägt den 3,5-Liter-EcoBoost mit zwei Turboladern und etwa 355 PS sowie kräftigem Drehmoment ab niedrigen Drehzahlen, serienmäßig mit Allrad. Damit wird aus dem geräumigen Familienwagen ein überraschend flotter Reisegleiter. Im US-Bestand überwiegt der Sauger-V6, die EcoBoost-Modelle sind seltener und meist in den höheren Ausstattungen zu finden.

Ausstattungslinien und Varianten

Ford bot den Flex in den Linien SE, SEL und Limited an, das Topmodell Limited war mit dem EcoBoost-Paket erhältlich. Schon SEL bringt Komfort wie Klimaautomatik, bessere Sitze und Infotainment mit, Limited fügt Leder, Panoramadächer (Multi-Panel-Dach), Rückfahrkamera und gehobene Assistenz hinzu. Der Aufbau ist stets der fünftürige Crossover mit sechs oder sieben Sitzplätzen, je nach zweiter Sitzreihe mit Einzelsitzen oder Bank. Ein besonderes Detail mancher Ausstattungen war der integrierte Kühlfachbereich in der Mittelkonsole.

Der US-Gebrauchtmarkt

Als geräumiger Familien-Crossover wurde der Flex oft von Familien und für Fahrdienste genutzt, entsprechend gibt es sowohl gut gepflegte Exemplare mit moderater Laufleistung als auch stärker beanspruchte Fahrzeuge. Beliebte Importjahrgänge sind die Baujahre ab der Modellpflege 2013, weil sie moderner ausgestattet sind. Achten Sie auf vollständige Servicehefte und den Zustand der Fahrwerks- und Antriebskomponenten. Der US-Markt bietet den Flex in vielen Farb- und Ausstattungskombinationen.

Lohnt sich der Import für Sie?

Der Flex lohnt sich für Familien, die viel Platz auf drei Reihen suchen und ein optisch eigenständiges Fahrzeug abseits der üblichen Van- und SUV-Palette bevorzugen. Wer regelmäßig sechs oder sieben Personen samt Gepäck transportiert und dabei souveräne Motorisierung schätzt, findet im EcoBoost-Modell einen kräftigen und zugleich komfortablen Begleiter.

Technische Daten und Kennwerte

FahrzeugklasseFull-Size-Crossover, 6–7 Sitze
Bauzeit2009–2019 (Facelift 2013)
Motor 13,5 l Duratec V6, ca. 262 PS
Motor 23,5 l EcoBoost V6, ca. 355 PS
Getriebe6-Stufen-Automatik (6F)
AntriebFront- oder Allradantrieb
Drehmoment EcoBoostca. 475 Nm
Längeca. 5,13 m
Breiteca. 1,93 m
Radstandca. 2,99 m
Leergewichtca. 2.000–2.150 kg
Kofferraum (dahinter 3. Reihe)ca. 566 l bis Dach
Kofferraum (max.)ca. 2.355 l
Anhängelastca. 2.040 kg (mit Paket)
KraftstoffBenzin
Tankinhaltca. 70 Liter

Wie zuverlässig ist das Modell?

Der 3,5-Sauger gilt als robust, hat aber wie viele Ford-V6 eine intern verbaute, kettengetriebene Wasserpumpe, deren Austausch aufwendig und damit kostspielig ist; Kühlwasserverlust sollte daher ernst genommen werden. Bei Allradmodellen ist die Power Transfer Unit ein bekannter Verschleißpunkt und profitiert von regelmäßigem Ölwechsel. Der EcoBoost verlangt sauberes Öl und kann zu Ablagerungen an den Einlassventilen neigen. Weitere Themen sind Türgriffe, das Drosselklappengehäuse, gelegentliche MyFord-Touch-Aussetzer sowie Dichtungen des Multi-Panel-Dachs. Mit dokumentierter Wartung ist der Flex ein zuverlässiger Langstreckenwagen.

Unterschiede USA und Europa

US-Fahrzeuge kommen mit Meilentacho, oft rot statt gelb blinkenden Rückleuchten und nordamerikanischer Navigation. Für die Zulassung werden Beleuchtung und Tacho angepasst. Der Flex wurde nie offiziell in Europa verkauft, sodass er hier stets ein Import ist; Ersatzteile teilt er teils mit anderen Ford-Modellen der Plattform. Einheiten für Temperatur und Verbrauch lassen sich im Bordcomputer meist umstellen.

So läuft der Import ab

Zunächst wird ein passendes Fahrzeug ausgewählt und die Ausstattung geprüft. Danach folgt der VIN- und Ursprungscheck zur Klärung von Baujahr, Historie und Herstellungsort. Über eine Treuhandabwicklung wird der Kauf abgesichert, anschließend erfolgt der Seetransport nach Europa. Im Hafen wird verzollt, danach stehen TÜV und Einzelabnahme an, zuletzt die reguläre Zulassung.

Einfuhrzoll, EUSt und Nebenkosten

Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.

Der Ford Flex lief im Werk Oakville in Ontario, Kanada, vom Band. Da der Herstellungsort außerhalb der USA liegt, greift der 0-Prozent-Satz für nachweislich US-gefertigte Fahrzeuge hier in der Regel nicht; für kanadische Produktion gilt der reguläre Einfuhrzollsatz. Belegt wird der Ursprung über die VIN. Unabhängig davon fällt stets die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent an, die getrennt vom Zoll ausgewiesen wird. Dazu kommen Nebenkosten für Seetransport, Versicherung und technische Abnahme. USCar Trader vermittelt ohne eigene Fahrzeugmarge.

Von der Umrüstung bis zur Zulassung

Für die Einzelabnahme werden üblicherweise die Blinker auf gelb umgestellt, die Scheinwerfer geprüft, der Tacho auf Kilometer umgerüstet und gegebenenfalls eine Nebelschlussleuchte ergänzt. Nach Gutachten und Eintragung erfolgt die Zulassung bei der örtlichen Behörde.

Checkliste für den US-Kauf

Prüfen Sie vor dem Kauf:

  • VIN prüfen und Herstellungsort (Kanada) bestätigen
  • Carfax oder AutoCheck auf Unfälle und Titelstatus einsehen
  • Titelstatus: sauberer Titel statt Salvage oder Rebuilt
  • Kühlsystem und Wasserpumpe auf Dichtheit kontrollieren
  • Bei Allrad die PTU und deren Ölwechsel prüfen
  • Rost an Unterboden und Radläufen bei Salzregionen
  • Funktion des Panoramadachs, aller drei Sitzreihen und der Elektrik testen

Das fragen Käufer am häufigsten

Wie viele Personen passen in den Ford Flex?

Je nach zweiter Sitzreihe sechs oder sieben, mit drei vollwertigen Sitzreihen und gutem Platzangebot auch hinten.

Lohnt sich der EcoBoost-Motor?

Für kräftigen Vortrieb und höhere Anhängelast ja; er verlangt aber sauberes Öl und aufmerksame Wartung.

Bekomme ich beim Flex 0 Prozent Einfuhrzoll?

In der Regel nicht, da er in Kanada gebaut wurde. Der 0-Prozent-Satz gilt nur für nachweislich in den USA gefertigte Fahrzeuge.

Fällt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an?

Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhängig vom Herstellungsort erhoben und getrennt vom Zoll ausgewiesen.

Ist der Flex in Europa ein Exot?

Ja, er wurde offiziell nie in Europa verkauft, was ihn selten und auffällig macht. Ersatzteile teilt er teils mit anderen Ford-Modellen.

Welches Baujahr ist empfehlenswert?

Modelle ab der Überarbeitung 2013 sind moderner ausgestattet und bieten aktuellere Assistenz, weshalb sie beim Import beliebt sind.

Weitere Modelle finden Sie über Ford im Carhub. Verwandte Modelle sind der Ford Edge, der Ford Explorer Sport Trac und der Ford Escape. Sehen Sie sich auch die aktuellen Flex Angebote an.