Ford Excursion
Ford Excursion gebraucht aus den USA importieren
Der Ford Excursion ist der größte Serien-SUV, den Ford je gebaut hat, und ein echtes Stück amerikanischer Fahrzeugkultur. Auf dem Fahrgestell der Super-Duty-Pickups aufgebaut, bietet er Platz für bis zu neun Personen, gewaltige Anhängelasten und je nach Motor souveräne Dieselkraft. In Europa gab es ihn nie offiziell, weshalb jeder Excursion hierzulande ein Import ist. Als unabhängiger Vermittler begleiten wir Auswahl, Transport und Zulassung.
Baujahre, Generationen, wichtige Änderungen
Den Excursion gab es in nur einer Generation, produziert für die Modelljahre 2000 bis 2005. Er teilte sich Rahmen, Fahrwerk und Antriebe mit der Ford F-250 Super Duty und war Fords Antwort auf den Chevrolet Suburban, nur eine Nummer größer. Über die Bauzeit gab es dezente Überarbeitungen an Front, Ausstattung und vor allem an den Dieselmotoren, als 2003 der 7.3-Liter durch den 6.0-Liter Power Stroke abgelöst wurde. Nach 2005 stellte Ford die Baureihe ein; die Rolle des Full-Size-SUV übernahm später der auf F-150 basierende Expedition EL.
Was unter der Haube steckt
Das Motorenprogramm ist typisch amerikanisch und großvolumig. Als Benziner kamen der 5.4-Liter-Triton-V8 mit rund 255 PS und der 6.8-Liter-Triton-V10 mit etwa 310 PS zum Einsatz. Das Highlight für viele Käufer sind die Diesel: der legendäre 7.3-Liter Power Stroke V8 (bis 2003) mit rund 250 PS und kräftigem Drehmoment sowie der ab 2003 folgende 6.0-Liter Power Stroke mit etwa 325 PS und bis zu 760 Nm. Gekoppelt wird meist die robuste Vierstufenautomatik 4R100. Angeboten wurde der Excursion mit Hinterradantrieb oder zuschaltbarem Allrad; die schweren Dieselvarianten sind im Bestand besonders gefragt.
Ausstattungslinien und Varianten
Die Ausstattung gliedert sich klassisch in XLT als Basis, den komfortableren Eddie Bauer und das gehobene Limited mit Lederausstattung, elektrischen Sitzen und mehr Chrom. Karosserieseitig gibt es nur die eine, riesige Kombiform mit drei Sitzreihen und der markanten geteilten Hecktür. Optionen wie Standheizung, Anhängerpakete und verschiedene Achsübersetzungen prägen den Charakter des jeweiligen Fahrzeugs stark.
Der US-Gebrauchtmarkt
Auf dem US-Markt hat der Excursion eine treue Fangemeinde, was gepflegte Exemplare stützt. Angeboten werden Fahrzeuge der Baujahre 2000 bis 2005 mit teils hohen, teils moderaten Laufleistungen; Diesel laufen problemlos über 300.000 Kilometer, sofern gewartet. Exemplare aus dem Süden und Westen sind meist rostärmer, während Fahrzeuge aus Salzregionen genau am Rahmen und an den Radläufen zu prüfen sind. Der 7.3-Liter-Diesel gilt als besonders begehrt und erzielt entsprechend stabile Kurse.
Lohnt sich der Import für Sie?
Der Import lohnt sich für Fans großer US-SUV, für Zugfahrzeug-Nutzer mit Pferdeanhänger oder Wohnwagen und für Sammler, die das Original statt eines Nachbaus wollen. Wer Wert auf niedrigen Verbrauch oder kompakte Maße legt, ist hier falsch. Der Excursion ist ein bewusstes Statement, dessen Import sich vor allem beim gut erhaltenen Diesel rechnet.
Technische Daten und Kennwerte
| Fahrzeugklasse | Full-Size-SUV auf Super-Duty-Basis |
| Bauzeitraum | Modelljahre 2000-2005 |
| Benziner | 5.4L V8 (~255 PS), 6.8L V10 (~310 PS) |
| Diesel | 7.3L Power Stroke V8 (~250 PS), 6.0L Power Stroke (~325 PS) |
| Drehmoment Diesel | bis ca. 760 Nm (6.0L) |
| Getriebe | 4-Gang-Automatik (4R100) |
| Antrieb | Heck oder zuschaltbarer Allrad |
| Länge | ca. 5760 mm |
| Breite | ca. 2030 mm |
| Leergewicht | ca. 3200-3500 kg |
| Sitzplätze | bis zu 9 |
| Anhängelast | bis ca. 4500 kg (motorabhängig) |
| Tankinhalt | ca. 170 L (44 gal) |
| Achskonfiguration | Starrachse vorn (4x4) |
Wie zuverlässig ist das Modell?
Beim Excursion entscheidet der Motor über den Ruf. Der 7.3-Liter Power Stroke gilt als äußerst langlebig; Schwachstellen sind eher Peripherie wie Einspritzpumpen-Verkabelung und das FICM. Der 6.0-Liter Power Stroke dagegen ist berüchtigt für EGR-Kühler, Zylinderkopfdichtungen (durch dehnende Kopfschrauben), Ölkühler und Injektoren; viele Exemplare wurden bereits mit Bulletproof-Umbauten ertüchtigt, was ein Pluspunkt ist. Beim 5.4- und 6.8-Liter-Triton sind ausgeworfene oder festsitzende Zündkerzen ein bekanntes Thema. Über alle Varianten hinweg verdienen Traggelenke, Vorderachse und Rahmenrost besondere Aufmerksamkeit.
Unterschiede USA und Europa
Der Excursion ist konsequent auf US-Normen ausgelegt: Beleuchtung, Seitenmarker und Blinkerkonzept müssen für Deutschland angepasst werden. Wegen der Fahrzeuggröße und -masse sind bei der Einzelabnahme Abmessungen, Achslasten und Bremsanlage relevant. Für die Zulassung ist die korrekte Einstufung als Pkw oder Lkw je nach Gewicht und Sitzkonfiguration zu klären, was Auswirkungen auf Steuer und Führerscheinklasse haben kann.
So läuft der Import ab
Am Anfang steht die Fahrzeugauswahl und die Prüfung von VIN und US-Ursprung. Danach folgt die abgesicherte Kaufabwicklung über einen Treuhandprozess, anschließend der Seetransport, bei diesem Format meist als RoRo oder im High-Cube-Container. Nach Ankunft im europäischen Hafen stehen Verzollung, technische Begutachtung durch TÜV beziehungsweise Einzelabnahme nach 21 StVZO und die Zulassung an. Wir koordinieren die Kette und informieren über jeden Schritt.
Einfuhrzoll, EUSt und Nebenkosten
Wichtig: Der Zollsatz hängt vom Herstellungsort ab; erst der VIN-Nachweis sichert den 0-%-Satz. Unabhängig davon gelten 19 % Einfuhrumsatzsteuer.
Der Excursion wurde in den USA (Kentucky Truck Plant) gebaut. Lässt sich der US-Ursprung über VIN und Werkskennung belegen, kann der Einfuhrzoll nach den Verordnungen (EU) 2026/1455 und 2026/1461 auf 0 Prozent fallen (seit 01.07.2026, Direkttransport, befristet bis 31.12.2029); ohne diesen Nachweis gilt der reguläre Satz. Garantiert ist die Zollfreiheit nie, sie hängt am Ursprungsnachweis. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent fällt in jedem Fall an, berechnet auf Fahrzeugwert zuzüglich Transport und etwaigem Zoll. Dazu kommen Nebenkosten für Fracht, Hafen, Gutachten und Zulassung. Wir vermitteln ohne eigene Fahrzeugmarge.
Von der Umrüstung bis zur Zulassung
Für die Hauptuntersuchung werden typischerweise die Beleuchtung angepasst, die Seitenmarker geändert und eine Nebelschlussleuchte ergänzt. Bei den Dieseln sind Abgaswerte und eventuelle Umbauten sauber zu dokumentieren. Aufgrund von Gewicht und Maßen empfiehlt sich ein erfahrener Prüfer, der Fahrzeuge dieser Klasse kennt. Nach bestandener Abnahme erfolgt die reguläre Zulassung.
Checkliste für den US-Kauf
- VIN prüfen und Motorvariante eindeutig bestimmen
- Bei 6.0L: nach Bulletproof-/EGR-Delete-Historie fragen
- Carfax auf Unfälle, Titelstatus und Vorbesitzer prüfen
- Rahmen, Radläufe und Unterboden auf Rost kontrollieren
- Servicehistorie und Ölanalysen sichten
- Traggelenke und Lenkung testen
- Titelstatus (clean vs. salvage/rebuilt) bestätigen
Das fragen Käufer am häufigsten
Welcher Excursion-Diesel ist der zuverlässigste?
Der 7.3-Liter Power Stroke bis 2003 gilt als besonders langlebig. Der spätere 6.0-Liter ist stark, aber wartungsintensiver.
Wie groß ist der Excursion wirklich?
Mit rund 5,76 Meter Länge und über drei Tonnen Gewicht zählt er zu den größten Serien-SUV überhaupt.
Kann der Einfuhrzoll entfallen?
Bei nachweisbarem US-Ursprung über VIN kann der 0-Prozent-Satz greifen. Ohne Nachweis gilt der reguläre Zoll.
Fällt die Einfuhrumsatzsteuer immer an?
Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhängig vom Zoll grundsätzlich fällig.
Wird der Excursion als Pkw oder Lkw zugelassen?
Das hängt von Gewicht und Sitzkonfiguration ab und wird bei der Zulassung individuell geklärt.
Sind Ersatzteile beschaffbar?
Ja, dank der Super-Duty-Technik ist die Teileversorgung über US-Kanäle gut.
Wie hoch ist der Verbrauch?
Deutlich, je nach Motor und Fahrweise im zweistelligen Literbereich. Der Excursion ist kein Sparmodell.
Mehr Auswahl finden Sie bei Ford im Carhub. Verwandt sind der GMC Yukon XL und der Cadillac Escalade ESV. Sehen Sie sich auch die aktuellen Excursion Angebote an.