Dodge Avenger

Dodge Avenger gebraucht aus den USA importieren

Der Dodge Avenger ist eine amerikanische Mittelklasse-Limousine mit eigenstaendigem, muskuloesem Auftritt, die in Europa nie offiziell verkauft wurde. Genau das macht sie als US-Import interessant: markantes Design zu vernuenftigen Betriebskosten. USCar Trader vermittelt diese Fahrzeuge als unabhaengiger Partner fuer gebrauchte US-Modelle, ohne eigenen Bestand und ohne Marge.

Dodge avenger – Gebrauchtwagen aus den USA
Foto: Spanish Coches · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Modellhistorie und Generationen

Der Name Avenger hat zwei Kapitel. Nach einem Coupe der 1990er kehrte er 2008 als viertuerige Limousine zurueck (Bauzeit bis 2014). Diese Generation teilte sich die Plattform mit dem Chrysler Sebring bzw. spaeter dem Chrysler 200 der ersten Generation. Zum Modelljahr 2011 erhielt der Avenger eine umfassende Ueberarbeitung von Fahrwerk, Innenraum und Motorenprogramm, die das anfangs kritisierte Auto spuerbar aufwertete. Produziert wurde die Limousine im Werk Sterling Heights in Michigan.

Motoren und Antrieb

Basis war lange der 2,4-Liter-Vierzylinder aus der World-Engine-Familie mit rund 173 PS, gekoppelt an eine Vier- bzw. spaeter Sechsgang-Automatik. Das begehrtere Aggregat ist der 3,6-Liter-Pentastar-V6 (ab Modelljahr 2011) mit etwa 283 PS, der dem Avenger souveraene Fahrleistungen verleiht und serienmaessig mit der Sechsgang-Automatik kombiniert war. Angetrieben werden stets die Vorderraeder; einen Allrad gab es nicht. Im US-Bestand dominieren Vierzylinder-Modelle der Linien SE und SXT, waehrend die V6-Ausfuehrungen gesuchter und seltener sind.

Varianten und Ausstattungslinien

Die Linien reichten von der Basis SE ueber SXT und SXT Plus bis zur sportlich abgestimmten R/T-Version mit strafferem Fahrwerk und 18-Zoll-Raedern. Je nach Ausstattung gab es beheizte Ledersitze, das Uconnect-Infotainment mit Touchscreen, Tempomat und eine Klimaautomatik. Karosserieseitig war ausschliesslich die viertuerige Stufenhecklimousine im Programm; ein Kombi oder Coupe dieser Generation existiert nicht.

So sieht der US-Markt aus

Als frueheres Flotten- und Mietwagenfahrzeug ist der Avenger auf dem US-Markt reichlich vertreten, was die Auswahl gross macht. Typisch sind Vierzylinder mit hoeheren Laufleistungen aus Flottenbetrieb sowie gepflegte Privatfahrzeuge, teils mit dem begehrten V6. Wagen aus dem Sonnenguertel sind oft rostarm. Da die Baureihe 2014 auslief, handelt es sich durchweg um aeltere Fahrzeuge, deren Zustand entsprechend genau zu pruefen ist. Konkrete Preise nennen wir hier nicht.

Für wen dieses Modell passt

Der Avenger spricht Liebhaber amerikanischer Limousinen an, die einen bezahlbaren Cruiser mit eigenstaendiger Optik suchen und Wert auf Seltenheit in Europa legen. Wer den kraeftigen Pentastar-V6 findet, bekommt eine entspannte, drehmomentstarke Reiselimousine mit Charakter.

Technische Daten

KarosserieStufenhecklimousine, 4 Tueren, 5 Sitze
Basismotor2,4-l-Vierzylinder (World Engine), ca. 173 PS
Topmotor3,6-l-Pentastar-V6, ca. 283 PS
Getriebe4-Gang- bzw. 6-Gang-Automatik
AntriebFrontantrieb
0-100 km/h (V6)ca. 6,5-7 s
KraftstoffBenzin
AusstattungslinienSE, SXT, SXT Plus, R/T
Laengeca. 4,89 m
Radstandca. 2,77 m
Leergewichtca. 1.550-1.650 kg
Kofferraumca. 371 l
InfotainmentUconnect (je nach Baujahr/Trim)
Bauzeit2008-2014 (Ueberarbeitung 2011)

Typische Schwachstellen und Wartung

Der 3,6-Liter-Pentastar gilt als grundsolide, hatte bei fruehen Baujahren aber vereinzelt Probleme mit der linken Zylinderkopf-Serie, was sich durch Zylinderaussetzer aeussern konnte; spaetere Motoren sind hier unauffaellig. Der 2,4-Liter-World-Engine laeuft rau und kann Oel verbrauchen, ist aber langlebig. Die aeltere Vierstufenautomatik ist traeger und sollte auf saubere Schaltvorgaenge geprueft werden; regelmaessiger Oelwechsel verlaengert die Lebensdauer. Innenraummaterialien der Basisversionen sind einfach, Elektrik und Uconnect sollten auf Funktion getestet werden. Fahrwerksbuchsen und Radlager gehoeren bei hoher Laufleistung zu den Verschleissteilen.

Was US-Modelle anders machen

Der Avenger ist auf Meilen, US-Beleuchtung und US-Emissionsnormen ausgelegt. Fuer die deutsche Zulassung sind Beleuchtung und Tacho anzupassen; Ersatzteile lassen sich ueber die verwandten Modelle (Chrysler 200/Sebring, Pentastar-Motor in vielen FCA-Fahrzeugen) meist beschaffen. Ein CoC existiert nicht, daher laeuft die Zulassung ueber die Einzelabnahme.

Der Import-Ablauf im Detail

Zunaechst waehlen Sie ein Fahrzeug mit passender Motorisierung und sauberer Historie. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck zur Bestaetigung von Bauort und Vorgeschichte. Der Kauf wird treuhaenderisch abgesichert, danach organisiert der Seetransport (Container oder RoRo) die Ueberfuehrung. Nach Ankunft folgen Verzollung, TUEV bzw. Einzelabnahme nach Paragraf 21 StVZO und die abschliessende Zulassung.

Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist

Merke: Ohne Ursprungsnachweis kein 0-%-Zoll – und die 19 % Einfuhrumsatzsteuer gilt bei jeder Einfuhr.

Beim als "neutral" gefuehrten Avenger richtet sich der Einfuhrzoll nach dem tatsaechlichen Herstellungsort, den die VIN belegt. Die Limousine lief in Sterling Heights (Michigan, USA) vom Band; bei nachweisbarem US-Ursprung und Direkttransport kann der praeferenzielle 0-Prozent-Satz nach den EU-Verordnungen 2026/1455 und 2026/1461 in Betracht kommen. Ohne diesen Nachweis greift der regulaere Pkw-Satz. Unabhaengig davon faellt immer die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent an, getrennt berechnet auf Wert plus Zoll und Fracht. Hinzu kommen Transport, Umschlag und Abnahme. Als Vermittler erheben wir keine Marge.

TUEV, Umruestung und Zulassung

Fuer die Einzelabnahme sind meist Anpassungen an der Beleuchtung noetig: Nebelschlussleuchte, orange Blinker und eine europataugliche Lichteinstellung. Ein km-Tacho oder eine zugelassene Umschaltung ist erforderlich. Bei aelteren Fahrzeugen lohnt sich vor der Abnahme eine gruendliche Durchsicht von Bremsen, Reifen und Fahrwerk. Mit passenden Datenblaettern laeuft die Pruefung zuegiger.

Vor dem Kauf prüfen

  • VIN pruefen und mit Fahrzeug und Titel abgleichen
  • Carfax/AutoCheck auf Unfaelle, Flottenvergangenheit und Titelstatus
  • V6: auf Zylinderaussetzer und Motorkontrollleuchte achten
  • Automatik auf saubere Schaltvorgaenge testen
  • Rost an Unterboden und Radlaeufen pruefen (Nordstaaten)
  • Uconnect, Klima und Elektrik auf Funktion checken
  • clean title statt Salvage/Rebuilt bevorzugen

Häufig gestellte Fragen

Welcher Motor ist die bessere Wahl?

Der 3,6-Liter-Pentastar-V6 bietet deutlich mehr Leistung und laeuft kultivierter als der 2,4-Liter-Vierzylinder. Fuer entspanntes Cruisen ist der V6 die empfehlenswerte Variante.

Faellt beim Import immer Einfuhrumsatzsteuer an?

Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer sind unabhaengig vom Zollsatz stets faellig und werden getrennt berechnet.

Kann ich den 0-Prozent-Zoll nutzen?

Bei nachweisbarem US-Ursprung ist das moeglich. Der Avenger wurde in Michigan gebaut; die VIN-Pruefung entscheidet ueber den anwendbaren Satz.

Gibt es Ersatzteile in Europa?

Viele Teile teilt sich der Avenger mit Chrysler 200/Sebring und anderen FCA-Modellen mit Pentastar-Motor, sodass die Versorgung meist machbar ist.

Ist der Avenger als Youngtimer interessant?

Da die Baureihe 2014 endete und in Europa selten ist, hat sie durchaus Sammlerpotenzial fuer Freunde amerikanischer Limousinen.

Wurde der Avenger auch mit Allrad gebaut?

Nein, alle Ausfuehrungen sind reine Fronttriebler.

Wie lange dauert der Import?

Von Kauf bis Zulassung sind je nach Seetransport und Abnahme meist mehrere Wochen einzuplanen.

Weitere Modelle finden Sie bei Dodge im Carhub. Verwandt sind der Dodge Dart, der Chrysler 200 und der Chrysler 300. Sehen Sie sich auch aktuelle Avenger Angebote an.