BMW i4
BMW i4 gebraucht aus den USA importieren
Der i4 ist BMWs elektrisches Gran Coupé auf Basis der 4er-Baureihe und verbindet die klassische BMW-Fahrdynamik mit rein elektrischem Antrieb. Wer ein gebrauchtes Exemplar aus den USA ins Auge fasst, findet dort vergleichsweise viele gut ausgestattete Fahrzeuge, muss aber die Herkunft genau prüfen: Der i4 läuft im Stammwerk München vom Band, was für die zollrechtliche Einordnung entscheidend ist. USCar Trader vermittelt als unabhängiger Partner ausschließlich Gebrauchtwagen und begleitet Sie durch Auswahl, Prüfung und Einfuhr.

Modellhistorie und Generationen
Der i4 wurde 2021 vorgestellt und teilt sich Karosserie und Radstand mit dem 4er Gran Coupé (Baureihe G26). Anders als bei einer reinen Elektroplattform handelt es sich um eine adaptierte Architektur, in die BMW den Hochvoltspeicher im Fahrzeugboden integriert hat. Seit dem Marktstart blieb die Grundform unverändert; über die Modelljahre kamen die Einstiegsvariante eDrive35 sowie kontinuierliche Software- und Reichweiten-Updates hinzu. Für den US-Markt startete der i4 als Modelljahr 2022, weshalb der Gebrauchtbestand dort überwiegend aus Fahrzeugen ab 2022 besteht.
Motoren und Antrieb
Im US-Bestand dominieren zwei Varianten. Der i4 eDrive40 nutzt einen einzelnen, stromerregten Synchronmotor an der Hinterachse mit 250 kW (340 PS) und einem Bruttospeicher von rund 83,9 kWh (netto etwa 81 kWh). Damit sind je nach Bereifung WLTP-Reichweiten um 480 bis 590 km realistisch; nach dem strengeren EPA-Zyklus liegen die US-Werte niedriger. Der i4 M50 setzt auf zwei Motoren und Allradantrieb, leistet in der Spitze 400 kW (544 PS) und beschleunigt in etwa 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Beide fahren mit 400-Volt-Technik und laden am Schnelllader mit bis zu 200 kW (M50) beziehungsweise rund 180 kW. Die später ergänzte Basis eDrive35 arbeitet mit kleinerem Akku um 70 kWh und rund 210 kW.
Varianten und Ausstattungslinien
In den USA gliedert BMW den i4 nicht in Linien wie in Europa, sondern über umfangreiche Optionspakete. Verbreitet sind das Premium Package (Head-up-Display, Sitzheizung, Harman-Kardon-Sound), das Convenience Package sowie Fahrassistenz-Bündel bis hin zum teilautomatisierten Driving Assistant Professional. Die M50-Version bringt serienmäßig adaptives M-Fahrwerk, größere Bremsen und M-spezifische Optik mit. Karosserieseitig gibt es den i4 ausschließlich als fünftüriges Gran Coupé mit großer Heckklappe.
So sieht der US-Markt aus
Der US-Gebrauchtmarkt ist gut bestückt, weil viele i4 über Leasing in den Markt kamen und nach kurzer Haltedauer wieder angeboten werden. Typisch sind Baujahre 2022 bis 2024 mit Laufleistungen zwischen 15.000 und 60.000 Kilometern. Häufig sind hohe Ausstattungsstände, da US-Käufer gern Pakete bestellen. Achten sollte man auf den Batteriezustand (State of Health) und darauf, ob das Fahrzeug überwiegend an der Schnellladesäule geladen wurde.
Für wen dieses Modell passt
Interessant ist der i4-Import vor allem für Fahrer, die eine reichweitenstarke, sportliche Elektro-Limousine mit klassischer BMW-Prägung suchen und ein konkret ausgestattetes Fahrzeug gefunden haben, das der deutsche Markt so nicht bietet. Weil der i4 in München gebaut wird, ist die zollrechtliche Prüfung besonders sorgfältig zu führen – dazu unten mehr.
Technische Daten
| Karosserie | Gran Coupé, 5 Türen |
| Antrieb (eDrive40) | Heckantrieb, 1 E-Motor |
| Antrieb (M50) | Allrad, 2 E-Motoren |
| Leistung eDrive40 | 250 kW / 340 PS |
| Leistung M50 | 400 kW / 544 PS |
| Batterie (brutto) | ca. 83,9 kWh |
| WLTP-Reichweite | ca. 480–590 km (variantenabhängig) |
| Bordnetz | 400 Volt |
| DC-Ladeleistung | bis 180–200 kW |
| 0–100 km/h (M50) | ca. 3,9 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h (M50), 190 km/h abgeregelt |
| Länge | ca. 4,78 m |
| Kofferraum | ca. 470–1.290 l |
| Leergewicht | ca. 2.050–2.290 kg |
| Herstellungsort | München (Deutschland) |
| Bauzeit | seit 2021 |
Typische Schwachstellen und Wartung
Der i4 gilt als solide, teilt sich viele Komponenten mit den etablierten Verbrenner-4ern. Punkte, die man im Blick behalten sollte: einzelne Fahrzeuge früher Baujahre hatten Software-Themen rund um Ladeelektronik und Assistenzsysteme, die BMW per Update adressiert hat. Die stromerregte Synchronmaschine kommt ohne seltene Erden aus und ist robust. Wie bei allen E-Autos ist der Zustand des Hochvoltspeichers der wichtigste Wertfaktor – ein aktueller SoH-Wert und die verbleibende Batteriegarantie (BMW gewährt in der Regel 8 Jahre / 160.000 km) sind zentral. Die 400-Volt-Architektur lädt zwar zuverlässig, aber nicht so schnell wie 800-Volt-Konkurrenten.
Was US-Modelle anders machen
US-Fahrzeuge haben abweichende Beleuchtung (teils andere Blinker- und Seitenmarkierungsleuchten), Meilen-Tacho und mitunter andere Ladeanschluss-Konfiguration – der i4 nutzt in den USA CCS1, in Europa CCS2, sodass hier ein Adapter oder die Prüfung des Ladeports nötig ist. Auch Assistenzfunktionen und Navigationsdaten sind auf den US-Markt zugeschnitten. Diese Punkte sind bei Einzelabnahme und Alltagsnutzung zu berücksichtigen.
Der Import-Ablauf im Detail
Der Ablauf: Fahrzeugauswahl anhand Zustand und Ausstattung → VIN- und Ursprungscheck (Werkskennung, Herstellernachweis) → Zahlungsabwicklung über Treuhand → Seetransport im Container oder RoRo → Verzollung beim Import in die EU → technische Prüfung und Einzelabnahme (TÜV) → Zulassung bei der örtlichen Behörde. Bei einem Elektroauto kommt die Prüfung des Ladeanschlusses und der Ladefunktion hinzu.
Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist
Kurz gefasst: 0 % Einfuhrzoll gibt es nur bei nachweisbarem US-Ursprung (VIN/Werk) – die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in jedem Fall an.
Wichtig beim i4: Weil das Fahrzeug in München gebaut wird, greift die Regel für einen begünstigten Einfuhrzoll bei nachgewiesenem US-Ursprung hier gerade nicht – der i4 ist kein US-Erzeugnis. Der anzuwendende Einfuhrzollsatz richtet sich nach dem tatsächlichen Herstellungsort, der über die VIN belegt wird; bei einem in der EU gefertigten Fahrzeug kann unter Umständen eine Behandlung als Rückware in Betracht kommen, was individuell und mit Nachweisen zu klären ist. Unabhängig davon fällt die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % grundsätzlich immer an. Hinzu kommen Transport, Versicherung, Umschlag, Prüf- und Zulassungskosten. USCar Trader tritt als Vermittler auf und schlägt keine Fahrzeugmarge auf.
TÜV, Umrüstung und Zulassung
Für die Einzelabnahme sind meist Anpassungen bei der Beleuchtung erforderlich (Blinkerfarbe, Nebelschlussleuchte, Leuchtweitenregulierung). Der Tacho muss km anzeigen können, was beim i4 in der Regel über die Bordeinstellungen möglich ist. Nachweise zu Bremse, Reifen und Elektrosicherheit sind vorzulegen. Nach bestandener Prüfung folgt die reguläre Zulassung; bei reinen E-Fahrzeugen entfällt in Deutschland zeitlich befristet die Kfz-Steuer.
Vor dem Kauf prüfen
- VIN prüfen und Herstellungsort (München) verifizieren
- Fahrzeughistorie/Carfax auf Unfälle und Vorbesitzer
- Batterie-SoH und verbleibende Hochvoltgarantie erfragen
- Ladeport (CCS1) und Schnellladeverhalten prüfen
- Titelstatus (clean title, kein salvage/flood)
- Servicenachweise und Softwarestand
- Reifen- und Bremsenzustand dokumentieren
Häufig gestellte Fragen
Ist der Einfuhrzoll für den i4 immer 0 %?
Nein. Der i4 wird in München gebaut, ist also kein US-Erzeugnis. Die Begünstigung für US-Ursprungsfahrzeuge greift hier nicht; der Satz richtet sich nach dem Herstellungsort und wird über die VIN geklärt.
Fällt die Einfuhrumsatzsteuer an?
Ja, 19 % Einfuhrumsatzsteuer werden grundsätzlich immer erhoben, unabhängig vom Zollsatz.
Passt der US-Ladeanschluss in Europa?
US-i4 nutzen CCS1. Für europäische CCS2-Säulen ist ein passender Adapter oder eine Prüfung nötig; AC-Laden erfolgt in den USA einphasig.
Wie steht es um die Batteriegarantie?
BMW gewährt typischerweise 8 Jahre bzw. 160.000 km auf den Hochvoltspeicher. Die Restlaufzeit sollte man sich bestätigen lassen.
Welche i4-Variante ist im US-Bestand am häufigsten?
Der eDrive40 und der M50 sind am verbreitetsten; die spätere Basis eDrive35 ist seltener.
Muss der Tacho umgestellt werden?
Für die Zulassung muss die Geschwindigkeit in km/h ablesbar sein; beim i4 lässt sich das meist per Bordmenü umstellen.
Kann USCar Trader die Ursprungsprüfung übernehmen?
Ja, die VIN- und Ursprungsprüfung ist fester Bestandteil unserer Vermittlung.
Ist der i4 alltagstauglich für lange Strecken?
Mit realen 400 km und mehr sowie zügigem DC-Laden ja; die 400-Volt-Technik lädt aber langsamer als 800-Volt-Systeme.
Mehr Modelle finden Sie im BMW im Carhub. Passende Alternativen sind der BMW i5, der BMW iX und der Tesla Model 3. Sehen Sie sich auch aktuelle i4 Angebote an.