BMW Z3
BMW Z3 gebraucht aus den USA importieren
Der BMW Z3 ist ein Stueck moderner Klassikergeschichte und ein Roadster mit besonderem Bezug zu den USA: Er lief als erstes BMW-Modell ausschliesslich im amerikanischen Werk Spartanburg vom Band. Wer einen offenen Zweisitzer mit Hinterradantrieb und Sechszylinder-Charakter sucht, findet auf dem US-Markt eine breite, oft rostarme Auswahl. USCar Trader begleitet die Vermittlung als unabhaengiger Partner.

Die Generationen im Überblick
Der Z3 (Baureihe E36/7 als Roadster, E36/8 als Coupe) wurde von 1995 bis 2002 gebaut und feierte durch seinen Auftritt im James-Bond-Film GoldenEye einen fulminanten Start. Die fruehen Jahrgaenge kamen mit kleineren Vierzylindern, ab 1997 folgten die begehrten Sechszylinder. 1998 kam das eigenwillige Coupe mit fester Dachlinie hinzu. Eine umfassende Modellpflege 2000 brachte breitere Hueften, geaenderte Rueckleuchten und ueberarbeitete Innenraeume. Die Hochleistungsvarianten M Roadster und M Coupe kroenten die Baureihe.
Antrieb und Motorenpalette
Die Motorenpalette reicht vom 1,8- und 1,9-Liter-Vierzylinder (M43/M44) ueber die kultivierten Reihensechszylinder mit 2,0, 2,2, 2,5, 2,8 und 3,0 Litern (M52/M52TU/M54) bis zu den M-Triebwerken S50, S52 und S54. Die Leistung spannt sich von rund 115 PS beim 1.9 bis 231 PS beim 3.0i und ueber 320 PS beim M Roadster mit S54. In den USA sind die Sechszylinder 2.5i, 2.8i und 3.0i besonders haeufig, meist mit Fuenfgang-Schaltgetriebe, seltener mit Wandlerautomatik. Angetrieben wird stets die Hinterachse.
Welche Ausstattung sich lohnt
Statt klarer Linien setzte BMW auf Einzeloptionen. Verbreitet sind Lederausstattung, Sitzheizung, elektrisches Verdeck (ab Modellpflege), Hardtop und das Premium-Paket. US-Fahrzeuge tragen haeufig Automatik und Klimaanlage. Karosserieseitig stehen der offene Roadster und das seltenere, steifere Coupe zur Wahl. Die M-Varianten heben sich durch breitere Kotfluegel, spezielle Sitze und das markante Motorenensemble ab.
Gebrauchtangebot in den USA
Der US-Markt bietet den Z3 in grosser Zahl und oft in gutem Zustand, da viele Exemplare als Schoenwetterautos in Kalifornien, Florida oder Arizona liefen. Typische Baujahre sind 1997 bis 2002, die Laufleistungen streuen stark – von gepflegten Garagenwagen mit wenigen Kilometern bis zu Alltagsautos. Fahrzeuge aus dem trockenen Sueden sind rostarm und daher fuer den Import besonders attraktiv. Originale, unverbastelte Sechszylinder sind gesucht.
Fuer wen sich der Import lohnt
Der Import lohnt fuer Liebhaber klassischer Roadster, die einen ehrlichen Fahrspass-Zweisitzer mit steigendem Sammlerwert suchen. Wer einen rostfreien Sechszylinder mit Handschaltung findet, sichert sich ein Fahrzeug, das in Europa zunehmend gefragt ist. Auch die seltenen Coupe- und M-Modelle rechtfertigen den Aufwand.
Technische Daten im Überblick
| Karosserie | Roadster (E36/7), Coupe (E36/8), 2 Sitze |
| Baujahre | 1995-2002 |
| Vierzylinder | 1,8 / 1,9 l (M43, M44) |
| Sechszylinder | 2,0 / 2,2 / 2,5 / 2,8 / 3,0 l (M52, M54) |
| M-Motoren | S50 / S52 / S54 |
| Leistung | ca. 85 kW (115 PS) bis 170 kW (231 PS); M bis ca. 239 kW (325 PS) |
| Getriebe | 5-Gang-Schaltung, teils Automatik |
| Antrieb | Hinterradantrieb |
| 0-100 km/h (2.8) | ca. 7,0 s |
| Laenge | ca. 4.025 mm |
| Radstand | ca. 2.446 mm |
| Leergewicht | ca. 1.175-1.385 kg |
| Verdeck | manuell oder elektrisch (nach Baujahr) |
| Tankinhalt | ca. 51 l |
| Produktionsort | Spartanburg, South Carolina, USA |
Zuverlässigkeit: bekannte Problemzonen
Die Reihensechszylinder gelten als sehr langlebig, verlangen aber Aufmerksamkeit bei der Kuehlung: Wasserpumpe, Thermostat und das Kunststoff-Kuehlerausgleichsgefaess sind Verschleissteile und sollten vorsorglich getauscht werden. Bei den M52TU- und M54-Motoren ist die Kurbelgehaeuseentlueftung (CCV) ein bekannter Wartungspunkt. Konstruktiv beruechtigt ist der zu schwach dimensionierte hintere Achstraeger-Anbindungsbereich der Karosserie, der bei harter Nutzung reissen kann – eine Sichtpruefung des Bodenblechs unter dem Differential ist Pflicht. Weiche Verdecke werden mit dem Alter undicht, die Heckscheibe kann sich loesen. Elektrische Fensterheber und Verdeckmotoren zeigen gelegentlich Schwaechen.
USA- und EU-Ausführung im Vergleich
US-Modelle haben Meilen-Tachos, gelbe Blinker vorne und rote Blinker hinten sowie hoehere Stossfaenger-Anforderungen aelterer Bauart. Fuer Deutschland sind ECE-konforme Beleuchtung, eine Nebelschlussleuchte und ein km/h-Tacho noetig. Motorisch entsprechen die US-Sechszylinder weitgehend den europaeischen, teils mit abweichender Software und Katalysatorbestueckung. Da der Z3 in Spartanburg gebaut wurde, traegt er eine US-VIN.
In sieben Schritten zum eigenen US-Import
Am Anfang steht die Fahrzeugauswahl, moeglichst mit Servicehistorie. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck, der beim Z3 besonders relevant ist, danach die Kaufabwicklung ueber ein Treuhandkonto. Der Seetransport bringt das Auto nach Europa, wo die Verzollung erfolgt. Anschliessend stehen die technische Einzelabnahme beim TUEV und die Zulassung an. Fahrzeuge ab 30 Jahren koennen spaeter ein H-Kennzeichen erhalten.
Zoll, Steuern und Kosten verstehen
Merke: Ohne Ursprungsnachweis kein 0-%-Zoll – und die 19 % Einfuhrumsatzsteuer gilt bei jeder Einfuhr.
Der Z3 lief im BMW-Werk Spartanburg vom Band und ist damit ein Fahrzeug US-amerikanischen Ursprungs. Laesst sich dieser Ursprung ueber die VIN und die Werksangaben nachweisen, kommt die praeferenzielle 0-Prozent-Regelung nach VO (EU) 2026/1455 und 2026/1461 (in Kraft seit 01.07.2026, Direkttransport vorausgesetzt) haeufig in Betracht – ein garantierter oder zollfreier Anspruch besteht jedoch nie, die endgueltige Einstufung nimmt der Zoll vor. Unabhaengig davon faellt die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent immer an und ist getrennt zu betrachten. Hinzu kommen Seefracht, Hafen- und Abnahmegebuehren. USCar Trader vermittelt ohne eigene Marge.
TÜV und Zulassung in Deutschland
Fuer die Einzelabnahme werden Beleuchtung nach ECE, Nebelschlussleuchte und der km/h-Tacho angepasst. Der Pruefer achtet beim Z3 besonders auf die Karosseriestruktur im Bereich des Hinterachstraegers und den Zustand des Verdecks. Nach bestandener Abnahme wird die Datenbestaetigung ausgestellt, mit der die Zulassungsstelle die deutschen Papiere ausgibt.
Die Kauf-Checkliste
- VIN pruefen und US-Ursprung ueber Werksdaten belegen
- Carfax auf Unfaelle und Vorbesitzer sichten
- Bodenblech unter dem Differential auf Risse kontrollieren
- Kuehlsystem und Wasserpumpe auf Alter pruefen
- Verdeck, Heckscheibe und Verdeckmotor testen
- Servicehistorie und Titelstatus (Clean Title) klaeren
- Bei M-Modellen Nockenwellensensoren und VANOS beurteilen
Fragen und Antworten
Wurde der BMW Z3 in den USA gebaut?
Ja, ausschliesslich im BMW-Werk Spartanburg in South Carolina. Er traegt eine US-VIN.
Kann der Z3 zollbeguenstigt eingefuehrt werden?
Bei nachweisbarem US-Ursprung kommt der praeferenzielle 0-Prozent-Satz oft in Betracht. Garantiert ist das nicht; der Zoll entscheidet.
Faellt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an?
Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhaengig vom Zoll immer faellig.
Welcher Motor ist empfehlenswert?
Die Sechszylinder 2.8i und 3.0i bieten den besten Kompromiss aus Charakter und Werterhalt.
Was ist die groesste Schwachstelle?
Die Anbindung des Hinterachstraegers an die Karosserie sowie alternde Kuehlkomponenten.
Ist ein H-Kennzeichen moeglich?
Ab einem Fahrzeugalter von 30 Jahren und Originalzustand ist das grundsaetzlich moeglich.
Gibt es den Z3 auch als Coupe?
Ja, das seltenere, steifere Coupe wurde ab 1998 gebaut.
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