BMW X4
BMW X4 gebraucht aus den USA importieren
Der BMW X4 ist das coupéhafte Gegenstück zum X3: gleiche Technik, aber ein flach auslaufendes Heck und eine sportlichere Silhouette. Ein Detail macht ihn für den US-Import besonders interessant, denn BMW baut die X-Modelle im Werk Spartanburg in South Carolina. Damit sind viele US-Fahrzeuge tatsächlich amerikanischen Ursprungs, was sich auf die zollrechtliche Einstufung auswirken kann.

Baujahre, Generationen, wichtige Änderungen
Die erste Generation (F26) kam 2014 auf Basis des X3 (F25) und etablierte das Segment des kompakten SUV-Coupés neben dem größeren X6. 2018 folgte die zweite Generation (G02) auf der CLAR-Plattform, spürbar leichter, steifer und mit erwachsenerem Fahrwerk. Ein Facelift 2021 brachte überarbeitete Front, größere Niere und aktualisierte Displays. Über die gesamte Laufzeit teilte sich der X4 Technik, Motoren und Elektronik eng mit dem jeweils aktuellen X3.
Was unter der Haube steckt
Im US-Bestand dominieren Benziner. Der xDrive30i nutzt den 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo (B48) mit rund 248 PS. Der M40i setzt auf den 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Turbo (B58) mit etwa 355 PS und mildhybrider Unterstützung bei jüngeren Jahrgängen. An der Spitze steht der X4 M mit dem 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechszylinder (S58), der je nach Ausführung rund 473 PS und als Competition etwa 510 PS leistet. Alle US-Modelle kombinieren die Achtstufen-Wandlerautomatik (ZF) mit dem xDrive-Allradantrieb; reine Hecktriebler oder die in Europa verbreiteten Diesel sind im US-Angebot die Ausnahme.
Ausstattungslinien und Varianten
Amerikanische X4 tragen häufig die Pakete Convenience, Premium und Executive sowie das M Sport Package mit Sportsitzen, größeren Rädern und markanterem Karosseriekit. Der M40i ist als eigenständige M-Performance-Stufe positioniert, der X4 M und X4 M Competition bilden die Vollblut-M-Spitze mit adaptivem Fahrwerk, M-Bremsen und Sportdifferenzial. Karosserisch bleibt es beim fünftürigen Coupé-SUV mit fließendem Dach und geteilter Rücksitzlehne.
Der US-Gebrauchtmarkt
Der US-Markt bietet den X4 reichlich, vor allem als xDrive30i und M40i der Baujahre 2015 bis 2024. Die Fahrzeuge stammen oft aus Leasingrückläufen und sind entsprechend gut ausgestattet. Laufleistungen sind meist moderat, viele Autos wurden als Zweitwagen bewegt. Rostarme Exemplare kommen bevorzugt aus dem Süden und Westen; der leistungsstarke X4 M ist seltener und sollte auf sportliche Vornutzung geprüft werden.
Lohnt sich der Import für Sie?
Der Import lohnt für alle, die eine bestimmte Motor-Ausstattungs-Kombination suchen, die in Deutschland selten ist, etwa einen gut bestückten M40i oder einen X4 M in Wunschfarbe. Dank Spartanburg-Fertigung ist die Ursprungsfrage bei vielen Fahrzeugen günstig gelagert. Wer den praktischen Nutzwert eines X3 mit sportlicherer Linie verbinden möchte, findet im US-Angebot eine breite Auswahl.
Technische Daten und Kennwerte
| Karosserie | Fünftüriges SUV-Coupé (Mittelklasse) |
| Generationen | F26 (2014–2018), G02 (2018–2025) |
| xDrive30i | 2,0 l Vierzylinder-Turbo (B48), ca. 248 PS |
| M40i | 3,0 l Reihensechszylinder-Turbo (B58), ca. 355 PS |
| X4 M / Competition | 3,0 l Biturbo (S58), ca. 473 / 510 PS |
| Getriebe | 8-Stufen-Wandlerautomatik (ZF) |
| Antrieb | Allrad (xDrive) |
| 0–100 km/h (M40i) | ca. 4,8 s |
| Länge (G02) | ca. 4,75 m |
| Leergewicht | ca. 1.800–2.000 kg |
| Kofferraum | ca. 525–1.430 l |
| Tankinhalt | ca. 65 l |
| Sitzplätze | 5 |
| Bauort | Spartanburg, South Carolina, USA |
Wie zuverlässig ist das Modell?
Die Vierzylinder- und Sechszylinder-Turbos gelten als grundsätzlich haltbar, haben aber bekannte Wartungsthemen. Undichtigkeiten an Ventildeckel- und Ölfiltergehäusedichtung sowie an der Kurbelgehäuseentlüftung kommen mit den Jahren vor. Beim B58 ist auf regelmäßige Ölwechsel und den Zustand der Wasserpumpe zu achten. Die S58-Triebwerke im X4 M verlangen konsequente Wartung und profitieren von Kühlung und guten Bremsen bei sportlicher Nutzung. Elektronik und Fahrwerkslager sind übliche Verschleißpunkte; ein vollständiger Servicenachweis ist entscheidend.
Unterschiede USA und Europa
US-Fahrzeuge haben abweichende Beleuchtung mit roten hinteren Blinkern, Seitenmarkierungsleuchten und Meilentacho. Motorisch entsprechen die Benziner den europäischen Varianten weitgehend, während die in Europa beliebten Diesel im US-Bestand fehlen. Das iDrive-Infotainment ist auf den US-Markt kalibriert; Navigationskarten, Radioraster und einzelne Online-Dienste müssen für Europa angepasst werden.
So läuft der Import ab
Zuerst wird das passende Fahrzeug ausgewählt und der Zustand geklärt. Es folgt der VIN- und Ursprungscheck: Die Fahrgestellnummer belegt Baujahr und Werk, was gerade beim in Spartanburg gebauten X4 für die Zolleinstufung wichtig ist. Nach abgesicherter Treuhand-Abwicklung erfolgt der Seetransport ab US-Hafen. In Europa schließen sich Verzollung, technische Einzelabnahme bei TÜV oder DEKRA nach §21 StVZO und die Zulassung an.
Einfuhrzoll, EUSt und Nebenkosten
Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.
Da der X4 in den USA gefertigt wird, kann bei nachweisbarem US-Ursprung über die VIN nach den seit dem 1. Juli 2026 geltenden EU-Verordnungen 2026/1455 und 2026/1461 ein Einfuhrzoll von null Prozent in Betracht kommen, sofern Direkttransport und Nachweise stimmen. Das ist nie garantiert und steht unter VIN-Vorbehalt; stammt das Fahrzeug aus anderer Fertigung, gilt der reguläre Satz. Unabhängig davon fällt die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent immer an und wird getrennt berechnet. Hinzu kommen Fracht, Umschlag, Versicherung, Abnahme und Zulassung. USCar Trader vermittelt neutral, ohne Fahrzeugmarge.
Von der Umrüstung bis zur Zulassung
Für die Einzelabnahme sind meist Beleuchtungsanpassungen erforderlich: gelbe hintere Blinker beziehungsweise Umcodierung, Nebelschlussleuchte und gegebenenfalls Scheinwerfer mit europäischer Zulassung. Der Tacho ist auf km/h umzustellen, was bei digitalen Instrumenten oft per Codierung möglich ist. Nach bestandener Prüfung werden Datenblatt und Papiere ausgestellt und das Fahrzeug regulär zugelassen.
Checkliste für den US-Kauf
- VIN prüfen und Bauort Spartanburg für die Zolleinstufung bestätigen
- Fahrzeughistorie über Carfax oder AutoCheck einsehen
- Rost und Unfallspuren an Unterboden und Karosserie ausschließen
- Servicenachweise und erledigte Rückrufe kontrollieren
- Titelstatus prüfen (Clean Title, kein Salvage/Rebuilt)
- Beim M40i/X4 M auf Ölverlust, Bremsen und sportliche Vornutzung achten
- Zustand von Fahrwerkslagern und Reifen bewerten
Das fragen Käufer am häufigsten
Wird der BMW X4 in den USA gebaut?
Ja, die X-Modelle laufen im BMW-Werk Spartanburg in South Carolina vom Band, weshalb viele US-Fahrzeuge amerikanischen Ursprungs sind.
Bedeutet das automatisch Nullzoll?
Nein. Bei nachgewiesenem US-Ursprung über die VIN ist ein Nullsatz möglich, aber nie garantiert und immer unter VIN-Vorbehalt.
Fällt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an?
Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhängig vom Zollsatz immer erhoben und getrennt ausgewiesen.
Welcher Motor ist im US-Bestand am häufigsten?
Der xDrive30i mit Vierzylinder-Turbo und der M40i mit Reihensechszylinder sind am weitesten verbreitet; Diesel sind selten.
Ist der X4 alltagstauglich?
Ja, er teilt Technik und Platzangebot mit dem X3; das Coupé-Heck kostet etwas Kofferraumhöhe, bleibt aber praktisch.
Wie steht es um die Zuverlässigkeit?
Mit lückenloser Wartung sind die Turbomotoren langlebig; typische Themen sind Dichtungen und Kurbelgehäuseentlüftung mit zunehmendem Alter.
Bekomme ich Ersatzteile in Europa?
Ja, da der X4 die Technik der weltweit verkauften BMW-Modelle nutzt, ist die Teileversorgung sehr gut.
Weitere Modelle finden Sie im BMW im Carhub. Ähnlich positioniert sind der kompakte BMW X2, das Mercedes-Benz GLC Coupe und der Audi Q5 Sportback. Sehen Sie sich die aktuelle X4 Angebote in der Fahrzeugsuche an.