Toyota Mirai
Toyota Mirai gebraucht aus den USA importieren
Der Toyota Mirai ist eine der wenigen in Serie gebauten Wasserstoff-Limousinen der Welt und in Kalifornien ein vertrautes Bild. Wer sich fuer Brennstoffzellentechnik begeistert und die eigene Wasserstoffversorgung sichergestellt hat, findet auf dem US-Markt ein reichhaltiges Angebot. USCar Trader begleitet als unabhaengiger Vermittler den Kauf gebrauchter Exemplare bis zur deutschen Zulassung.

Modellhistorie und Generationen
Die erste Generation kam 2014 auf den Markt und praegte mit ihrer polarisierenden Front das Bild des Wasserstoffautos. Sie basierte auf Fronttriebstechnik, war viertuerig und bot rund 500 Kilometer Reichweite. 2021 folgte die vollstaendig neue zweite Generation auf der TNGA-Plattform mit Hinterradantrieb (der GA-L-Architektur des Lexus LS). Damit wandelte sich der Mirai vom sachlichen Oekomobil zur elegant gezeichneten Business-Limousine mit deutlich besseren Fahreigenschaften, groesserem Tankvolumen und laengerer Reichweite. Die zweite Generation dominiert den heutigen US-Gebrauchtmarkt.
Motoren und Antrieb
Angetrieben wird der Mirai von einem Elektromotor, den eine Brennstoffzelle mit Strom versorgt. In der zweiten Generation leistet der Antrieb rund 182 PS (134 kW) und 300 Nm und wirkt auf die Hinterachse. Die Energie stammt aus drei Hochdruck-Wasserstofftanks mit 700 bar, die zusammen etwa 5,6 Kilogramm Wasserstoff fassen. Ein kleiner Pufferakku glaettet Lastspitzen und nimmt Rekuperationsenergie auf. Die erste Generation kam mit rund 154 PS (113 kW) und Frontantrieb. Emittiert wird ausschliesslich Wasserdampf.
Varianten und Ausstattungslinien
Die zweite Generation wurde in den USA als XLE und als hochwertigere Limited angeboten. Die Limited bringt unter anderem ein Panoramadach, ein JBL-Soundsystem, eine Sitzheizung und -belueftung sowie erweiterte Assistenzsysteme mit. Alle Versionen sind viertuerige Limousinen; Karosserievarianten gibt es nicht. Im Bestand finden sich zudem viele Fahrzeuge mit Guthaben-Paketen fuer Wasserstoff, die im US-Kaufpreis enthalten waren – ein Detail ohne Belang fuer den europaeischen Betrieb.
So sieht der US-Markt aus
Der Mirai ist auf dem US-Gebrauchtmarkt auffallend guenstig und reichlich verfuegbar, weil der Betrieb an das duenne kalifornische Wasserstoffnetz gebunden ist. Typische Fahrzeuge stammen aus den Baujahren 2016 bis 2022, oft mit niedrigen Laufleistungen unter 60.000 Kilometern, da viele als Zweitwagen liefen. Der Zustand ist meist gut, denn die Autos bewegten sich fast ausschliesslich im milden kalifornischen Klima. Rost ist selten ein Thema.
Für wen dieses Modell passt
Der Import lohnt sich fuer technikaffine Kaeufer, Flottenbetreiber mit eigener Wasserstoffinfrastruktur oder Sammler zukunftsweisender Antriebe. Entscheidend ist die realistische Einschaetzung der Tankmoeglichkeiten in Deutschland: Ohne erreichbare 700-bar-Wasserstofftankstelle bleibt der Mirai stehen. Wer diese Voraussetzung erfuellt, erhaelt eine komfortable, leise und lokal emissionsfreie Limousine.
Technische Daten
| Karosserie | Limousine, 4 Tueren |
| Antriebsart | Wasserstoff-Brennstoffzelle (FCEV), Elektromotor |
| US-Baujahre | 2016-2020 (Gen 1), ab 2021 (Gen 2) |
| Leistung Gen 2 | ca. 134 kW (182 PS) |
| Drehmoment Gen 2 | ca. 300 Nm |
| Antrieb Gen 2 | Hinterradantrieb |
| Leistung Gen 1 | ca. 113 kW (154 PS), Frontantrieb |
| Wasserstofftanks | 3 Stueck, 700 bar, ca. 5,6 kg |
| Reichweite Gen 2 | ca. 650 km |
| Pufferbatterie | Lithium-Ionen (Gen 2) |
| 0-100 km/h | ca. 9 s |
| Laenge Gen 2 | ca. 4.975 mm |
| Radstand Gen 2 | ca. 2.920 mm |
| Leergewicht | ca. 1.900 kg |
| Plattform Gen 2 | TNGA GA-L |
| Produktionsort | Motomachi, Japan |
Typische Schwachstellen und Wartung
Der Brennstoffzellenantrieb selbst gilt als robust, weil er wenige bewegte Teile besitzt. Wartungspunkte sind der Ionentauscher-Filter, das Kuehlsystem der Brennstoffzelle und die regelmaessige Pruefung der Hochdrucktanks, die eine begrenzte Zulassungsdauer haben. Bei aelteren Gen-1-Fahrzeugen sollte man den Zustand des Stacks und die Softwarestaende beachten. Kritisch fuer den europaeischen Betrieb ist weniger die Technik als die Verfuegbarkeit von Wasserstoff und die Frage, ob Toyota-Servicepartner die Diagnose unterstuetzen. Ein Fahrzeug ohne warme Tankdruckhistorie sollte gruendlich geprueft werden.
Was US-Modelle anders machen
US-Mirai tragen Meilen-Instrumente, gelbe Seitenmarkierungen und teils abweichende Blinkfarben. Die groesste Huerde ist rechtlicher und infrastruktureller Natur: Die Hochdrucktanks unterliegen strengen Pruefvorschriften, und die deutsche Zulassung eines Wasserstofffahrzeugs verlangt Nachweise zur Tanksicherheit. Zudem muss die Beleuchtung auf ECE-Norm umgeruestet werden. Eine Nebelschlussleuchte fehlt US-Fahrzeugen haeufig.
Der Import-Ablauf im Detail
Zunaechst waehlt man ein passendes Fahrzeug mit sauberer Historie aus. Es folgen VIN- und Ursprungscheck, danach die sichere Kaufabwicklung ueber ein Treuhandkonto. Der Seetransport bringt das Auto zu einem europaeischen Hafen, wo die Verzollung erfolgt. Anschliessend steht die technische Einzelabnahme an, bei der die Wasserstofftanks besonders im Fokus stehen, gefolgt von der Zulassung. Wegen der Tanksicherheit empfiehlt sich eine fruehe Abstimmung mit der Pruefstelle.
Was bei Zoll und Einfuhr zu zahlen ist
Auf den Punkt: Entscheidend ist das Werk laut VIN – nur belegter US-Ursprung ermöglicht 0 % Zoll. Die 19 % EUSt kommen immer hinzu.
Der Mirai entsteht im Toyota-Werk Motomachi in Japan und ist somit ein Fahrzeug japanischen Ursprungs. Die praeferenzielle 0-Prozent-Regelung fuer nachweislich in den USA gebaute Fahrzeuge nach VO (EU) 2026/1455 und 2026/1461 ist deshalb nicht einschlaegig; es gilt der Zollsatz je Herstellungsort. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent faellt in jedem Fall an und ist getrennt vom Zoll zu betrachten. Hinzu kommen Seefracht, Hafen- und Abnahmegebuehren. USCar Trader vermittelt ohne eigene Marge; die Tarifierung nimmt der Zoll vor.
TUEV, Umruestung und Zulassung
Fuer die Einzelabnahme sind Beleuchtung nach ECE, Nebelschlussleuchte und ein km/h-Tacho anzupassen. Zentral ist der Nachweis der Betriebssicherheit der Wasserstofftanks samt gueltiger Pruefdaten. Nach bestandener Abnahme erhaelt man die Datenbestaetigung, mit der die Zulassungsstelle die deutschen Papiere ausstellt.
Vor dem Kauf prüfen
- VIN pruefen und mit den Fahrzeugpapieren abgleichen
- Carfax auf Unfaelle und Historie sichten
- Pruefstatus und Restlaufzeit der Wasserstofftanks klaeren
- Servicehistorie der Brennstoffzelle belegen lassen
- Titelstatus pruefen (Clean Title, kein Salvage)
- Erreichbare 700-bar-Tankstelle vorab sicherstellen
- Softwarestand und Fehlerspeicher auslesen
Häufig gestellte Fragen
Wo wird der Toyota Mirai gebaut?
Im Toyota-Werk Motomachi in Japan; er ist damit japanischen Ursprungs.
Kann ich den Mirai in Deutschland betanken?
Nur an 700-bar-Wasserstofftankstellen. Deren Netz ist duenn, daher ist die Erreichbarkeit vorab zu klaeren.
Faellt beim Import Einfuhrumsatzsteuer an?
Ja, die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer werden unabhaengig vom Zoll stets faellig.
Wie hoch ist die Reichweite?
Die zweite Generation schafft rund 650 Kilometer, die erste etwa 500 Kilometer.
Ist der Antrieb zuverlaessig?
Die Brennstoffzelle gilt als robust; wichtig sind Filterwechsel und die Tankpruefungen.
Braucht der Mirai eine Einzelabnahme?
In der Regel ja, mit besonderem Augenmerk auf die Wasserstofftanks.
Welche Generation lohnt sich?
Die zweite Generation bietet mehr Reichweite, Hinterradantrieb und deutlich mehr Komfort.
Weitere Modelle gibt es bei Toyota im Carhub. Verwandt sind Toyota Avalon, Honda Clarity und Hyundai Sonata Hybrid. Hier finden Sie aktuelle Mirai Angebote.