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Lohnt ein Import des VW Jetta?

Allgemein2020-03-18
Lohnt ein Import des VW Jetta?

In Deutschland konnte der VW Jetta nie ganz an den Erfolg anderer VW-Modelle anknüpfen. Ganz anders auf dem nordamerikanischen Markt. Hier ist der Jetta nach wie vor das populärste Fahrzeug europäischen Ursprungs. Er hat sich den guten Ruf einer sportlichen Limousine erarbeitet.

Seit Frühjahr 2018 ist in Nordamerika der neuste VW Jetta auf dem Markt, der Jetta VII. Erstmals vorgestellt wurde er auf der North American International Auto Show in Detroit im Januar 2018, der Verkauf startete zur Jahresmitte. Gebaut wird das Fahrzeug im VW-Werk im mexikanischen Puebla. Auf der Chicago Auto Show Anfang 2019 setzte VW noch eins oben drauf und präsentierte den Jetta GLI als sportliche Variante. Diese Version wird seit gut einem Jahr in den USA verkauft.

Kompaktwagen mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis

In Europa wird der VW Jetta VII nicht angeboten. Wer ihn trotzdem haben will, muss ihn importieren. Unter bestimmten Bedingungen kann das sogar recht lohnend sein. Denn der Jetta der neuesten Generation besticht durch ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie seine Vorgänger-Varianten ist der VW Jetta VII ein typischer Vertreter der Kompaktklasse. Das kommt auch in den Maßen zum Ausdruck. Mit einer Länge von 4,7 Metern, 1,8 Metern Breite und 1,47 Metern Höhe passt der Wagen gut zu unseren Straßenverhältnissen.

Ein großer Pluspunkt ist das - im Verhältnis zur Wagengröße - großzügige Platzangebot. Bei einem Radstand von 2,69 Metern kommt im Innenraum kein Engegefühl auf und es besteht ausreichend Beinfreiheit. Der Kofferraum bietet 400 Liter Staufläche, genug für das Gepäck einer Familie auf Urlaubsreise. Das Interieur weist eine solide Verarbeitung auf und erfüllt gängige Ansprüche, ohne extravagant zu sein. Wer mondäne Eleganz sucht, wird sich vermutlich weniger für den VW Jetta VII begeistern. Wer auf Funktionalität schaut, ist dagegen bestens bedient.

In der "Normalversion" wird der VW Jetta VII von einem 1,4-Liter-Ottomotor mit 110 kW (150 PS) angetrieben. Das maximale Drehmoment liegt bei 250 Nm. Regulär wird das Fahrzeug mit 6-Gang-Schaltgetriebe angeboten, höhere Ausstattungsvarianten haben ein 8-Stufen-Automatikgetriebe. Beim "sportlichen" Jetta GLI treibt der aus dem Golf VII GTI bekannte Zweiliter-Ottomotor den Wagen mit 169 kW (230 PS) an. Hier ist serienmäßig ebenfalls ein 6-Gang-Schaltgetriebe vorgesehen. Ein 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ist auf Wunsch möglich.

Import am lukrativsten bei erst kurz Gebrauchten

Der Listenpreis für den VW Jetta VII beginnt bei 22.500 US-Dollar. Bei US-Händlern findet man Angebote, die bis zu 1.000 Dollar darunter liegen. Das ist für ein Fahrzeug dieser Klasse günstig - gemessen am deutschen Preisniveau. Allerdings sind die Kosten für den Import nicht berücksichtigt. Durch den Transport zum nächsten großen Hafen, Verschiffung, Verzollung und die Einfuhrumsatzsteuer kommt man auf einen Gesamtpreis um die 30.000 Euro. Dazu gibt hierzulande durchaus Alternativen

Der Import kann sich dagegen bei gebrauchten Jettas lohnen, die erst wenige Kilometer auf dem Buckel haben. Hier ist ein Erwerb bei einem Gesamtbudget von 23.000 Euro möglich - Importkosten inklusive. Einen Wagen vergleichbarer Größe mit vergleichbarer Ausstattung zu diesem Preis - den muss man bei uns suchen. Gut zu wissen: beim Import können Sie sich auf unsere Expertise als langjähriger Importeur von US-Fahrzeugen verlassen.

Foto: Volkswagen